Mittwoch, 30. Juli 2014MESZ15:11 Uhr

Feature

Die Todesstrafe ist angemessen
Berliner bewerfen einen sowjetischen Panzer in der Leipziger Straße nahes des Potsdamer Platzes in Berlin mit Steinen. Nach Streiks in Ost-Berlin kam es am 17.06.1953 zum Volksaufstand, der von sowjetischen Truppen niedergeschlagen wurde.

Als am 17. Juni 1953 die Arbeiter in der DDR demonstrierten, war auch der Gärtner Ernst Jennrich aus Magdeburg dabei. Kurz darauf wurde er verhaftet. In einem Schauprozess sollte er zum Tode verurteilt werden, der Rundfunk zeichnete die Verhandlung auf. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 08.09.2012

Immer im Verborgenen

Als Analphabet in einer Welt der Schriftkultur

Von Maren-Kea Freese und Marianne Wendt

Circa sieben Millionen Analphabeten gibt es in Deutschland
Circa sieben Millionen Analphabeten gibt es in Deutschland (AP)

Sie prägen sich im Supermarkt genau ein, wo welches Produkt steht, sie finden sich im Dschungel von Wegweisern nach anderen Gesetzmäßigkeiten zurecht. Manchmal gipsen sie sich sogar die rechte Hand ein, damit niemand entdeckt, dass sie Analphabeten sind.

Circa sieben Millionen Analphabeten mit nur rudimentären Buchstabenkenntnissen leben in Deutschland. Die Dunkelziffer ist hoch.

Sie alle haben Schulen besucht und dennoch nicht ausreichend schreiben und lesen gelernt.

Scham, Angst, Isolation und Arbeitslosigkeit sind die Folgen. Wie kommt es dazu in einem Land mit Schulpflicht?


Regie: Gabriela Hermer und die Autorinnen
Mit: Paul Sonderegger
Ton: Martin Seelig
Produktion: RBB/NDR 2010
Länge: 51‘18



Maren-Kea Freese, geboren 1960, Drehbuchautorin und Filmregisseurin.

Marianne Wendt, 1974 geboren, Autorin und Regisseurin für Film, Theater und Radio. Zuletzt: 'Landpfarrer Fentzloffs Nachtbücher' (Koautor Christian Schiller, DKultur 2011).