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Feature / Archiv | Beitrag vom 25.08.2012

Im Zweifel für den Angeklagten

Justizopfer in Deutschland: Der Fall Andreas Kühn

Von Karin de Miguel Wessendorf und Valentin Thurn

Gerichtshammer
Gerichtshammer (picture alliance / dpa - Andrey Starostin)

25. Juli 2000: Als die Polizei an seine Tür klopft, glaubt Andreas Kühn, er sei im falschen Film. Er soll der sogenannte "Gorillamasken-Räuber" sein, der in den 90er-Jahren in Stuttgart vier Banken überfiel. Obwohl für seine Täterschaft keine Beweise vorliegen, wird er verhaftet.

Ihn entlasten drei Alibis und etliche Zeugenaussagen. Trotzdem wird er aufgrund von Indizien zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Auch nach dem Ende seiner Haftstrafe am 30.4. 2012 ist für ihn der Kampf nicht zu Ende - noch immer versucht er, seine Unschuld zu beweisen.


Regie: Günter Maurer
Mit: Bernt Hahn, Frank Stöckle, Jürg Löw und Christiane Weiß
Ton: Burkhard Pitzer-Landeck
Produktion: SWR 2012
Länge: 54"22


Valentin Thurn, geboren 1963 in Stuttgart, Autor zahlreicher Dokumentarfilme und Radiofeatures. Zuletzt wurde "Taste the waste" auf der Berlinale 2011 präsentiert.

Karin de Miguel Wessendorf, geboren 1974 in Barcelona, Fernseh- und Radioautorin. Zuletzt: "Den kriegen wir durch - Seniorenlotsen in Lübeck" (NDR 2010).