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Im Abstammungsglück

Greise Szenen

Von Claudia Wolff

Die Mutter der Protagonistin verliert Gedächtnis und Energie
Die Mutter der Protagonistin verliert Gedächtnis und Energie (AP)

Szenen, die zwischen einem sterbenden Vater, einer greisen Mutter und deren (alternder) Tochter spielen - gesehen, erzählt aus der Perspektive der Tochter. Ihr Blick, imprägniert von Erinnerungen, ist kalt und liebevoll, vergeltungssüchtig und versöhnt, nachtragend und reuig, aggressiv und resigniert.

Heftige Schwankungen des Gefühls, reißende Ambivalenz. Die Tage und Nächte am Bett des delirierenden Vaters, die sich wandelnde Beziehung zur Mutter, die nach dem Tod des Vaters so schnell Gedächtnis und Energie verliert, unerwartet rasch in eine merkwürdig selektive Demenz gleitet: die Tochter erlebt es wie eine letzte Expedition ins Familieninnere.


Regie: Ulrich Gerhardt
Mit: Nicole Heesters
Ton: Rudolf Stückrath, Daniel Valesco
Produktion: WDR/DLF/SWR/SFB 2001
Länge: 54"01


Claudia Wolff, geboren 1941, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie, lebt als Autorin in Heidelberg. 2004 erschien im Antje-Kunstmann-Verlag: "Letzte Szenen mit den Eltern". Radiofeature (WDR 2012): "Was kann ich für mein Gehirn? Obsessionen einer Willensschwachen".

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