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Religionen / Archiv | Beitrag vom 10.08.2013

"Ich bin neugierig auf den Himmel"

Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch wird 75 Jahre alt

Moderation: Philipp Gessler

Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch ist der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (AP)
Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch ist der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (AP)

Die schwierigste Situation als Vorsitzender der Bischofskonferenz sei das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle gewesen, sagt Robert Zollitsch. Er habe sich so etwas nicht vorstellen können. Und er verspricht, die Kirche werde "die Sache gründlich anpacken".

Philipp Gessler: Gestern ist Robert Zollitsch 75 Jahre alt geworden. Der Erzbischof von Freiburg ist der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Seit zehn Jahren ist er der Oberhirte der badischen Diözese, seit fünf Jahren der oberste Repräsentant der katholischen Kirche der Bundesrepublik. All diese schönen runden Zahlen sind ein aktueller Anlass, ihn für "Religionen" zu interviewen – auch um zu fragen, wann er denn nun zurücktreten wird, aber nicht nur. Die erste Frage an ihn war, ob er angesichts seines 75. Geburtstages auch über den Tod nachdenkt – intensiver darüber nachdenkt.

Robert Zollitsch: Ja, ich denke selbstverständlich einmal drüber nach, was ich dann tun werde, wenn ich im Ruhestand bin, und ich schaue auch aus nach dem Ende meines Lebens, denn ich weiß, ich werde dann auch Rechenschaft geben müssen vor Gott für meine Aufgabe. Aber ich schaue auch mit einer gewissen Neugier dann nach vorne. Denn ich bin neugierig auf den Himmel, auf das, was ich jetzt ein Leben lang verkündet habe.

Gessler: Das heißt, Sie haben offensichtlich keine Angst vor dem Tod, weil Sie als Christ ja darauf hoffen können, dass Sie auferstehen.

Zollitsch: Ich habe keine Angst vor dem Tod, und ich hoffe auch, bewusst in den Tod gehen zu können, weil es meine Hoffnung ist, dass das ein Übergang ist zum Leben, das bei Gott ist, zum Leben, das dann kein Ende mehr hat und auch keine Sorgen.

Gessler: Wenn man so zurückblickt auf diese 75 Jahre, das ist ja eine ganz schöne Spanne, bereuen Sie da manchmal, als katholischer Priester eben keine Frau, keine Kinder und jetzt vielleicht Enkel gehabt zu haben?

Zollitsch: Ich habe als Schüler damals meine Entscheidung getroffen, Priester zu werden. Ich hätte mir auch vorstellen können, eine Familie zu gründen, aber mir war klar, das ist, was ich herschenke, indem ich auf Frau und Kinder verzichte. Ich bin nun 75 Jahre alt, darf sagen, dass ich diese Entscheidung nie bereut habe, auch, wenn ich manchmal spürte, wie ich einsam bin, aber ich habe dann immer das als Herausforderung erlebt, dass ich mich noch stärker in die Hände Gottes fallen lasse, und dass ich weiß, dass er den Weg mit mir geht, und das er mich führt. Das ist die große Erfahrung meines Lebens.

Gessler: Sie haben gesagt, Sie haben sich immer wieder in die Hände Gottes fallen lassen und haben trotzdem manchmal Einsamkeit gespürt. Haben Sie auch manchmal Gottes Ferne empfunden?

Zollitsch: Ich habe auch diese Fragen gespürt, wenn ich gerade an meine Kindheit zurückdenke, die harte Erfahrung im Vernichtungslager damals in Jugoslawien oder der Tod meines Bruders, der brutal umgebracht worden ist. Das sind Fragen, die mich immer noch beschäftigt haben, für die ich keine einfache Antwort habe und keine logische Antwort. Aber ich habe auch immer zugleich gespürt, dass das Vertrauen auf Gott und das Vertrauen, dass ich von Gott her erlebe, größer ist als diese Sorgen. Das hat mir geholfen, auch diese schweren und diese dunklen Stunden durchzutragen.

Gessler: Was war denn eigentlich ihre schwerste Stunde als Vorsitzender der Bischofskonferenz? Etwa als in einem internen, aber dann doch an die Öffentlichkeit gekommenen Papier der evangelischen Kirche über Sie das Urteil stand: Eine orientierende und prägende Kraft geht nicht von ihm aus?

Zollitsch: Ich war damals sehr enttäuscht über dieses Papier. Das werden Sie verstehen können. Wir haben dann auch das Gespräch gesucht mit Vertretern der EKD, weil ich mich einfach da völlig missverstanden wusste, denn ich habe immer meine Aufgabe als Erzbischof - bevor ich in der Bischofskonferenz saß - gesehen, zu moderieren, Brücken zu bauen, zusammenzuführen. Ich habe es nicht als meine Aufgabe angesehen, im Sinne etwa gewisse Positionen und so voranzugehen, dass ich damit eventuell auch die Bischofskonferenz spalte, sodass die anderen nicht mitkommen können. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz hat die Aufgabe zur Moderierung - er ist Primus inter Pares -, zusammenzuführen. Und wenn ich so auf die fast zehn Jahre zurückschaue, glaube ich, dass mir das auch weitgehend geglückt ist.

Gessler: Die einzelnen Bischöfe in Deutschland sind ja weitgehend autonom. Sie selber können ihnen keinerlei Anweisungen geben. Ist es Ihnen da in den letzten Jahren besonders schwergefallen, und wann ist es Ihnen schwergefallen, haben Sie sich da oft, weil sie eigene Meinungsäußerungen zurückstellen mussten, auf die Zunge gebissen?

Zollitsch: Ich habe natürlich im Unterschied zur Bundeskanzlerin tatsächlich keine Weisungsvollmacht, aber die möchte ich auch nicht haben, weil ich von der Theologie her jedem Bischof diese Verantwortung auch zutraue. Ich habe auch versucht, mich zurückzuhalten im Sinne dessen, dass wir gemeinsam den Weg nach vorne gehen, und ich glaube, es hat sich gelohnt, tatsächlich mit der eigenen Meinung ein bisschen zurückzuhalten, etwa, wenn mir der Dialogprozess nicht schnell genug gegangen ist, aber dann noch zu sagen: Ich habe Geduld und schaue, dass ich möglichst viele Mitbrüder für diesen Weg gewinne. Und das ist für mich der Weg, den wir als Kirche gehen, vielleicht auch im Unterschied zur Politik.

Gessler: In welcher Situation ist es denn besonders schwergefallen, in den letzten Jahren einen Konsens unter den Bischöfen zu finden?

Zollitsch: Die schwierigste Frage, die uns beschäftigt hat, war tatsächlich das Auftauchen der Missbrauchsfälle. Keiner von uns hatte sich das vorstellen können, keiner von uns hat das je gedacht, und wir haben gespürt, dass hier eine Welle auf uns zukommt. Da war es natürlich schwer, in dieser schwierigen Situation einen gemeinsamen Weg zu finden. Aber schauen Sie, wir haben sowohl die Leitlinien überarbeitet, wie wir damit umgehen. Wir haben Präventionsmaßnahmen beschlossen, und wir haben uns auch entschlossen, das Ganze aufzuarbeiten. Und es hat sich gelohnt, hier Geduld zu haben, denn wir haben etwas in unserer Gesellschaft geschafft, was keine andere Gruppe in gleicher Weise bisher geschafft hat.

Gessler: Waren Sie wirklich so sehr überrascht über den Missbrauchsskandal oder eher über das Ausmaß des Missbrauchsskandals?

Zollitsch: Ich war über den Skandal selber überrascht, und noch mehr über das Ausmaß, weil ich mir von meiner Lebenserfahrung einfach so etwas gar nicht vorstellen konnte.

Gessler: Aber es gab ja selbst Witze über, sagen wir mal, anzügliche Vorstellungen, was katholische Priester vielleicht mit irgendwelchen Ministranten anfangen könnten. Also dass es Sie so überrascht hat, wundert mich etwas.

Zollitsch: Es gibt immer Unterstellungen, das muss ich auch sagen. Aber dann war es klar, als mir ein paar Einzelfälle begegnet sind, dann sind wir denen nachgegangen, und dass das dann dieses Ausmaß hat…Aber schauen Sie, Sie müssen an die Gesellschaft denken. Als damals die Sache mit der Odenwald-Schule bekannt geworden ist, hat sich in der ganzen Gesellschaft überhaupt niemand drum gekümmert. Es ist dann dadurch eine neue Welle hochgekommen, vielleicht, weil es die Kirche war – gut, wir haben uns dem gestellt –, und das war dann tatsächlich in dieser Weise das bedrängend Überraschende.

Gessler: Wann wird denn jetzt die Bischofskonferenz eigentlich eine neue Studie in Auftrag geben, nachdem die Studie mit Herrn Pfeiffer gescheitert ist.

Zollitsch: Wir haben uns klar entschieden, dass wir die ganze Sache untersuchen werden. Wir werden jetzt beim nächsten ständigen Rat einige Angebote prüfen, mit welchen Instituten wir diese Sache machen. Auf jeden Fall werden wir die Sache gründlich anpacken. Ich bedauere, dass das Ganze mit Professor Pfeiffer gescheitert ist, aber es war nicht möglich, eine gemeinsame Basis zu finden.

Gessler: Und Sie glauben schon, dass Sie eine gute Institution finden können, die auch gut und objektiv aufklären kann?

Zollitsch: Ja. Von dem, was wir bis jetzt an Angeboten haben, bin ich überzeugt, da sind gute Leute drunter, denn wir wollen das sachlich und objektiv auch machen.

Gessler: Aber ist da nicht etwas Zeitdruck nötig? Weil man hat den Eindruck, dass es auch ein bisschen versanden könnte.

Zollitsch: Oh, das wird nicht versanden, wir wollten nur, nachdem die Sache mit dem Institut von Professor Pfeiffer nicht zustande gekommen ist, dann gründlich prüfen, mit wem wir das machen, und dann, glaube ich, kommt es auf zwei, drei Monate nicht an.

Gessler: Ich will noch mal auf die Weltkirche kommen. Der neue Papst Franziskus, der lebt die Option für die Armen und fordert das auch von seinen Priestern und Bischöfen. Werden es einige Bischöfe in Deutschland schwer haben, diesem Armutsideal zu folgen, etwa, wenn man nach Limburg oder nach München schaut?

Zollitsch: Schauen Sie, wir leben natürlich in verschiedenen Situationen: Papst Franziskus kommt aus Argentinien, hat dort die Slums und all das andere erlebt. Wir leben in Deutschland, haben ein anderes Umfeld. Wenn ich etwa an mein Auto denke, das ist für mich mein Büro, in dem ich arbeite, in dem ich telefoniere, bei den weiten Strecken und zur Diözese. Das muss ich eben schauen. Das steht im Kontext eben in Deutschland und jetzt nicht in den anderen Ländern. Aber bitte vergessen Sie nicht, dadurch, dass wir in Deutschland finanziell als Kirche besser dastehen als andere, haben wir auch die Möglichkeit, weltweit vielen zu helfen, etwa Misereor oder Missio, Adveniat oder Renovabis für den ganzen Osten. Viele, viele Kirchen der Welt leben weitgehend auch von dem, wie wir sie unterstützen, und wir haben mehr Gelder als andere, und wir nützen die auch, wirklich sozial tätig zu sein und vielen zu helfen. Das sollte man auch nicht vergessen.

Gessler: Aber es geht ja auch um Zeichen, dass man dann auch als Bischof sein eigenes Leben arm gestaltet. Glauben Sie, das schaffen alle Bischöfe hier in Deutschland?

Zollitsch: Ich persönlich gehe von mir aus, dass ich, wenn ich an meinen Lebensstil denke, dass ich da weder aufwändig wohne noch dass ich ein aufwändiges Essen habe, und ich versuche, möglichst nah bei den Menschen zu sein, und im Letzten muss es natürlich jeder Bischof selber verantworten, wie er das tut.

Gessler: Glauben Sie, das Papst Franziskus mit seinen Reformen tatsächlich sich gegen die Beharrungskräfte in der Kurie durchsetzen kann?

Zollitsch: Ich habe, nachdem er 100 Tage im Amt war, gesagt, ich gebe ihm gerne 200 Tage, damit er wohlüberlegt auch die Entscheidungen treffen kann. Ich setze große Hoffnung auf die Kommission der acht Kardinäle, die er eingesetzt hat, ganz weltweit, die er auf dem Hintergrund dessen, was im Vorkonklave besprochen wurde, dann auch ausgewählt hat. Er hat Stichworte gegeben, etwa hat er die Frage der Stärke der Subsidiarität betont, dass das, was fortgeschehen kann, nicht zentral sein muss, wie er stärker die Kommune, die Gemeinschaft, die Kollegialität betont, wie er stärker im Blick von der Barmherzigkeit her auf Menschen pastoral zugeht. Und ich glaube, wenn diese Grundlagen dann auch von diesen Kardinälen aufgegriffen werden und Vorschläge gemacht werden, dann wird sich da einiges tun. Ich traue ihm zu, die richtigen Entscheidungen dann zu treffen unter dem, was die Kardinäle ihm vorschlagen.

Gessler: Haben Sie denn manchmal Angst um das Leben von Papst Franziskus? Weil diese körperliche Nähe, die er sucht zu den Menschen, lässt ihn ja relativ leicht zum Opfer eines Anschlags werden.

Zollitsch: Ja, wenn ich diese Bilder nun sehe, die ich gerade von Brasilien jetzt erlebt haben, denke ich manchmal: Die armen Sicherheitsleute, wie können die die Sicherheit des Papstes tatsächlich garantieren? Er setzt sich dieser Gefahr aus, und ich hoffe, dass es ihm nicht passiert wie Papst Johannes Paul II., dass ein Attentäter so weit vorkommt, dass er ihn tatsächlich wirklich verletzen oder gar töten kann. Das ist aber auch verbunden mit dem Leben der Nähe zu den Menschen, dass man sogleich – und das ist, glaube ich, ein Kennzeichen von Papst Franziskus -, dass er sagt, ich habe dieses große Gottvertrauen, dass ich es auch wage, so weit mich vorzuwagen.

Gessler: Vielleicht noch mal ein Blick nach vorne, was wollen Sie denn in Ihrer Amtszeit als Vorsitzender der Bischofskonferenz noch erreichen? Vielleicht, dass endlich die Studie zum Missbrauchsskandal wirklich vorgelegt wird?

Zollitsch: Dass der Auftrag für die Studie gegeben wird, das werde ich sicher noch erreichen. Dass wir das Ergebnis haben, das glaube ich nicht, denn das muss ja dann auch intensiv erforscht werden, aufgearbeitet werden. Ich hoffe auch, dass es mir gelingt, dass der Dialogprozess, den ich angestoßen habe, noch ein bisschen breiter in Deutschland Fuß fasst. Und dass wir diese Frage, wie wir gemeinsam als Pilgernde hören, die in der Kirche den Weg in Deutschland fortsetzen im Sinne der Erneuerung der Kirche von innen her, dass wir das noch stärker betonen können. Und wenn das auf gutem Wege ist, dann sage ich gerne, gut, jetzt nach sechs Jahren, die ich meine Amtszeit durchgeführt habe, dann soll es jetzt ein anderer machen.

Gessler: Es waren ja sechs harte Jahre, die Sie da durchstanden haben, im Grunde eine Krise nach der anderen, und in der Regel kam sie eben von außen. Haben Sie denn jetzt das Gefühl, dass durch den neuen Papst auch wieder neuer Schwung in die deutsche Kirche kommt?

Zollitsch: Ich spüre, wie der Papst jetzt sowohl von den Gläubigen wie auch von der Presse ausgesprochen gut aufgenommen wird. Das ist eine Ermutigung für uns, und ich glaube auch, das gibt uns allen Schwung, diesen Weg, den Pilgerweg in die Zukunft dann gemeinsam fortzusetzen. Es ist gut, wenn wir solchen Schwung und solche Ermutigung auch von außen bekommen.

Gessler: Wird sich die deutsche katholische Kirche denn jemals von dem Misstrauen, das da gewachsen ist durch den Missbrauchsskandal, erholen können, vielleicht noch zu Ihren Lebzeiten?

Zollitsch: Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen, denn ich habe gespürt, was in den letzten Jahren auch gewachsen ist an Vertrauen, auch an Gemeinsamkeit, und dass die Leute, die nun auch wirklich spüren, was wir alles aufgearbeitet haben, dann sagen, jawohl, unsere Kirche hat vieles von dem geschafft, was andere Institutionen noch gar nicht angegangen sind.

Gessler: Als 75-Jähriger müssen Sie dem Papst Ihren Rücktritt anbieten. Glauben Sie, er wird es ihn annehmen?

Zollitsch: Ich tue selbstverständlich das, was das Kirchenrecht. Ich gehe davon aus, dass ich bis zur Frühjahrsvollversammlung auf jeden Fall noch meinen Dienst weiterführe. Und dann denke ich, dass im Laufe des nächsten Jahres die Situation für mich kommt, wo ich sage, jetzt darf ich Abschied nehmen, und darf meinen Verzicht dann auch realisieren.

Gessler: Jetzt stelle ich noch eine Frage, bei der ich glaube, dass Sie nicht antworten werden, aber wer wird denn Ihr Nachfolger werden?

Zollitsch: Das weiß ich selber nicht, aber ich habe auch nicht den Ehrgeiz, den Nachfolger zu bestimmen.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandradio macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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