Seit 01:05 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 02.10.2013

Hoffentlich kommen die Chinesen!

Neu im Kino: "Global Player - Wo wir sind isch vorne"

Von Jörg Taszman

Regisseur Hannes Stöhr lässt die Chinesen rein. (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)
Regisseur Hannes Stöhr lässt die Chinesen rein. (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)

Ein kleiner mittelständischer Familienbetrieb möchte gerne von einem chinesischen Investor aufgekauft werden. Hannes Stöhr liefert mit seinem Film über die fiktive Textilmaschinenfabrik "Bogenschütz und Söhne" eine unterhaltsame Geschichte über die alltägliche Globalisierung.

Hannes Stöhr, der aus dem schwäbischen Hechingen stammt und seit über 20 Jahren in Berlin lebt, ist für seinen neuen Film in seine schwäbische Heimat zurückgekehrt. Seine soziale Tragikomödie "Global Player" beschreibt den Überlebenskampf eines schwäbischen Familienbetriebes in den Zeiten der Globalisierung.

Schon lange hat man gerade auch in der Provinz mit mittelständischen Betrieben Erfahrungen auf dem Weltmarkt, vor allem im Osten mit China gemacht. Und so hat die fiktive Textilmaschinenfabrik "Bogenschütz und Söhne" nur eine Chance: Sie muss von den Chinesen übernommen werden. Der fast 90-jährige Seniorchef Paul Bogenschütz hat jedoch etwas dagegen. Sein Sohn Michael, der die Firma führt, muss gegen den "Alten" und mit seinen Geschwistern (die zwar Teilhaber sind, aber sich sonst kaum für die Firma interessieren) versuchen, die Firma zu retten.

Das ist ebenso tragikomisch wie unterhaltsam ,denn Hannes Stöhr ist neben Andreas Dresen wohl derzeit der einzige deutsche Regisseur, der Alltagsgeschichten eben so genau verortet, sie aber auch mit Humor, liebevoll unterfüttert. Nach seinen beiden großen Publikumserfolgen "Berlin is in Germany" und "Berlin Calling", der über ein Jahr lang in den Kinos lief und zum Kultfilm avancierte, hat Hannes Stöhr nun einen Provinz- und Familienfilm gedreht, einen klugen und unterhaltsamen Kommentar zur Globalisierung fernab der großen Metropolen abgegeben.

Mehr Inforamtionen auf der Filmwebsite

Deutschland 2013; Regie: Hannes Stöhr; Darsteller: Christoph Bach, Walter Schultheiß, Inka Friedrich; 98 Minuten

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDer kühnste Saitenspringer
Der Geiger Gidon Kremer bei einem Konzert in Prag (dpa / picture alliance / Michal Dolezal)

Die Feuilletons gratulieren Gidon Kremer zum 70. Geburtstag – er sei der "Geiger unserer Zeit" schreibt die "Welt", die ihn als intelligent und neugierig lobt. Die "FAZ" hebt Kremers Engagement für traditionelles Kulturgut hervor.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

"Ich kann nicht mehr" von Rene Pollesch Viel Theater ums Theater
Rene Pollesch sammelt während der Verleihung des Theaterpreises die heruntergefallenen Blätter seines Redemanuskripts vom Boden auf. (dpa/Soeren Stache)

Für sein Stück "Ich kann nicht mehr" am Schauspielhaus Hamburg hat Rene Pollesch mit der Bühnenbildner-Legende Wilfried Minks zusammengearbeitet. Zu erleben gibt es mit Maschinengewehren bewaffnete Hühner und einen Text, der sich um die Kunst und das Theater selbst dreht.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur