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Kulturnachrichten

Sonntag, 13. März 2016

Hofer-Filmtage-Gründer Heinz Badewitz ist tot

Er wurde 74 Jahre alt

Heinz Badewitz starb bereits am 10. März in Graz, teilte eine Sprecherin der Filmtage mit. Dort besuchte er das "Diagonale" - Filmfestival. "Wir stehen alle unter Schock", sagte sie. "Er wurde mitten aus dem Leben gerissen, bei dem, was er am liebsten tat und wofür sein Herz schlug: Filme sichten, neue Talente entdecken und sich mit den Filmemachern austauschen", teilte der Organisationsleiter der Hofer Filmtage, Rainer Huebsch, mit. Badewitz ist einer der Gründer der renommierten Filmtage, die seit 1967 in seiner Heimatstadt Hof stattfinden. Sie sind die wichtigste Plattform für deutsche Nachwuchsregisseure und waren Karrieresprungbrett für Herbert Achternbusch, Wim Wenders, Werner Herzog, Detlev Buck oder Tom Tykwer. Größtes Anliegen des Filmfest-Teams sei es nun, so Huebsch, das Lebenswerk des mit 74 Jahren verstorbenen Heinz Badewitz fortzuführen. Badewitz war 1998 für herausragende Verdienste um den deutschen Film mit dem Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises ausgezeichnet worden. Die Internationale Hofer Filmtage finden in diesem Jahr zum 50. Mal statt. Um 23:05 hören Sie in unserem Magazin "Fazit" ein Gespräch mit Regisseur Rosa von Praunheim.

Go-Computer nicht unschlagbar

Die Fans von des Brettspiels atmen auf

Die AlphaGo-Software hat in der vierten Partie nach viereinhalb Stunden aufgegeben. Der südkoreanische Go-Spitzenspieler Lee Sedol bezeichnete diesen Sieg über die Maschine als "unbezahlbar". Nach der dritten Niederlage gestern hatte er sich noch entschuldigt und von einer fast perfekten Spielweise von AlphaGo gesprochen. Nun habe er Schwächen des Programms entdeckt. Die Niederlage für das Programm bezeichnete der Entwickler Demis Hassabis als "sehr hilfreich". Sein Team werde die Partie genau analysieren und AlphaGo verbessern. Die Software wurde von Programmieren mit vielen Millionen Zügen gefüttert und lernt beim Spielen selbst dazu.

Besucherrekord bei Kurt-Weill-Fest

18.400 Menschen kamen zu 58 Veranstaltungen

Mit 2000 mehr Gästen als im vergangenen Jahr ist in Dessau-Roßlau das Kurt-Weill-Fest zu Ende gegangen. Neben Musik von Weill waren in einem Schwerpunkt Kompositionen von Ernst Krenek zu hören. 18.400 Besucher kamen zu den insgesamt 58 Veranstaltungen. Im kommenden Jahr wird das Fest unter dem Mottog "Luther, Weill & Mendelssohn" stehen, teilte Festivalleiter Kaufmann mit. 500 Jahre Reformation, 250 Jahr Aufklärung und 100 Jahre Klassische Moderne sollen dann musikalisch gefeiert werden. Das MDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Kristjan Järvi wird das Fest als Artist-in-Residence begleiten.

Saxofonist Lutz Büchner stirbt mit 47 Jahren

Zusammen mit der NDR Bigband war er auf Japan-Tournee

Der Saxofonist Lutz Büchner ist an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Das teilte der Norddeutsche Rundfunk mit. Er starb bereits am 11. März. 22 Jahren spielte Büchner in der NDR Bigband. Hörfunkdirektor Joachim Knuth erklärte: "Lutz Büchner hatte den Jazz im Blut. Er liebte den spielerischen Umgang mit der Musik. Ein großer Verlust."

Spanische Polizei bestätigt Kunstdiebstahl im Juni 2015

Bilder von Francis Bacon wurden aus Privatwohnung entwendet

Die Polizei in der spanischen Hauptstadt Madrid hat den Bericht der Zeitung "El País" bestätigt. Demnach sind bereits vor neun Monate fünf Werke des britischen Malers Francis Bacon gestohlen worden. Sollte sich der Wert von über 30 Millionen Euro bestätigen, wäre dieser einer der größten Kunstdiebstähle in der jüngeren Geschichte Spaniens. Bislang war der Diebstahl aus einer Privatwohnung von der Polizei geheimgehalten worden, meldet die Zeitung. Die gestohlenen Werke gehören einem Freund des 1992 verstorbenen Malers und waren mit einer Alarmanlage gesichert. Von den Tätern fehle jede Spur. "El País" zitiert einen Experten, demzufolge die Diebe es schwer haben, die Bilder zu verkaufen. Der Diebstahl ereignete sich in unmittelbarer Nähe des Oberhauses des spanischen Parlaments, in einem der am stärksten
gesicherten Viertel von Madrid.

Jüdischer Weltkongress begrüßt Reform der Limbach-Kommission

Ronald Lauder hofft auf Vertreter der Verfolgtengruppen

Der Jüdische Weltkongress begrüßt, dass Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Besetzung der Limbach-Kommission verändern will. "Es ist entscheidend, dass die Perspektive der Opfer in der Kommission vertreten ist", teilte Präsident Ronald Lauder der Deutschen Presse-Agentur mit. "Wir hoffen, dass ein passender Kandidat bald gefunden wird und dass diese Ergänzung die Kommission stärken wird." Die CDU-Politikerin hatte angekündigt, dem Gremium, das in NS-Raubkunstfragen berät, die Einbeziehung einer Persönlichkeit mit jüdischem Hintergrund zu empfehlen. Nach Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) schlägt Lauder den früheren Direktor des Jüdischen Museums Berlin, den 90jährigen Michael Blumenthal vor. Auch eine Gruppe von Anwälten aus Deutschland, Italien und den USA hatte in einem Offenen Brief einen Vertreter der Verfolgtengruppen in dem beratenden Gremium gefordert und dabei Fairness, Transparenz und Gerechtigkeit angemahnt. In einer Stellungnahme heißt es nun, sie werde mit den Mitgliedern der Kommission, mit Ländern und Kommunen auch "anregen, nach 13 Jahren guter Arbeit über einzelne Aspekte der Arbeitsordnung nachzudenken".

"Oscuro Animal" räumt beim Filmfest in Guadalajara ab

Der Film ist eine deutsche Koproduktion

"Oscuro Animal" (Dunkles Tier) ist als bester Spielfilm beim Internationalen Filmfestival im mexikanischen Guadalajara mit dem "Mayahuel" ausgezeichnet worden. Der Film des kolumbianischen Regisseurs Felipe Guerrero ist eine Koproduktion mit Deutschland, Argentinien, den Niederlanden und Griechenland. Sie erzählt die Geschichte von drei Frauen, die vor der Gewalt des kolumbianischen Bürgerkriegs in die Hauptstadt Bogotá fliehen und auf ihrem Weg liebe und unliebsame Wegbereiter treffen. Felipe Guerrero wurde zudem als bester Regisseur ausgezeichnet. Die drei Hauptdarstellerinnen Marleyda Soto, Luisa Vides Galiano und Jocelyn Meneses erhielten die Preise als beste Schauspielerinnen. Der Argentinier Fernando Lockett wurde für «Oscuro Animal» als bester Kameramann geehrt.

Drei Ming-Stauen für mehr als 6 Millionen Euro versteigert

Erwartet hatte das Auktionshaus ein Zehntel der Summe

Drei Buddha-Statuen aus der chinesischen Ming-Dynastie sind in Frankreich für mehr als 6,2 Millionen Euro versteigert worden. Erwartet hatte das Auktionshaus Briscadieu ein Ergebnis zwischen 400.000 und 600.000 Euro. Die drei sitzenden Buddhas gehörten zu einer Privatsammlung mit Stücken aus China und Tibet. Die vergoldeten Bronzefiguren gingen an einen Sammler aus Asien.

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