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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 16.06.2011

Heuschrecken investieren in Biogas

Bauern wehren sich gegen Anlagen in Mecklenburg-Vorpommern

Von Thilo Schmidt

Biogasanlage bei Samswegen in Sachsen-Anhalt. (AP)
Biogasanlage bei Samswegen in Sachsen-Anhalt. (AP)

Die großen Flächen in Mecklenburg-Vorpommern interessieren auch ausländische Investoren. Agri.capital aus Münster und ihre luxemburgische Holding wollen Geld mit erneuerbaren Energien verdienen und setzen auf Biogasanlagen.

Nach den Plänen des Investors sollen davon viele in Mecklenburg-Vorpommern entstehen. Unter anderem in dem mecklenburgischen Dorf Steinhausen. Ein Biogaskraftwerk mit einer Leistung von drei Megawatt soll dort aus dem Boden gestampft werden. Um die drei Megawatt zu erzeugen, braucht man viel Mais. Man geht von einer Menge aus, die auf rund 2000 Hektar wächst.

Obwohl die Bauern im Dorf damit viel Geld verdienen könnten, können sie sich mit der Biogasanlage nicht anfreunden und engagieren sich in einer Bürgerinitiative gegen das Vorhaben der New Yorker Investoren. Die Landwirte befürchten gigantische Monokulturen, außerdem bleiben ihrer Ansicht nach nicht mehr genug Felder übrig, um genügend Futtermittel für ihr Vieh zu produzieren.

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