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Im Gespräch | Beitrag vom 02.12.2016

Hermann van VeenPoetischer Sänger mit Geige

Hermann van Veen im Gespräch mit Matthias Hanselmann

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(picture alliance / dpa)
Herman van Veen ist vor allem als Liedermacher bekannt. (picture alliance / dpa)

Er ist nicht nur der geistige Vater der kleinen Ente Alfred Jodocus Kwak: Der Niederländer Herman Van Veen ist Liedermacher, Schriftsteller und Clown. Mit uns spricht er über seinen Weg auf die internationalen Konzertbühnen.

Poetischer Clown, geigender Geschichtenerzähler, tiefgründiger Sänger und melancholischer Weltverbesserer – dem niederländischen Künstler Herman Van Veen werden viele Facetten zugesprochen. Auf eine davon festlegen lassen wollte sich der heute 71-Jährige nie.

"Ich bin ein glücklicher Mann" from Deutschlandradio Kultur on Vimeo.

Der studierte Musiker hat während seiner fast 50-jährigen Karriere als Musiker weit über hundert Tonträger veröffentlicht und dutzende Bücher geschrieben. Während er früher auch Text aus fremder Feder sang, schreibe er seine Songs inzwischen grundsätzlich selbst, sagte er "Im Gespräch".

"Früher konnte ich leichter, Texte von anderen Menschen singen. Aber das wird schwieriger. Ich finde es am Allerschönsten, sehr persönlich zu sein auf der Bühne und das zu benutzen, was nah ist und wahr. Wahr in dem Sinne: das Wahrhafte, Autobiografische. Niemand anderes kann meine Enkeltochter so beschreiben, wie ich das kann."   

Mit kindlicher Neugier durch die Welt fragen

Die Liebe des vierfachen Vaters und dreifachen Großvaters zu Kindern zeigt sich auch an dem von ihm geschaffenen berühmten Geschöpf, der kleinen Ente Alfred Jodocus Kwak, die sich mit kindlicher Neugier durch die Welt fragt und dabei Themen wie Aids oder Apartheid ebenso betrachtet wie den Nahostkonflikt oder Auswirkungen des Kapitalismus. Benannt hat er sie nach Alfred Biolek, der ihn in den 70er-Jahren für Deutschland entdeckte.

Alfred-J.-Kwak-Comics und andere Bücher des Autors Herman van Veen. (imago/Scherf)Alfred-J.-Kwak-Comics und andere Bücher des Autors Herman van Veen. (imago/Scherf)

Ein Geheimnis seines Erfolges sei sein großes Selbstvertrauen, das er seinem Elternhaus zu verdanken habe:

"Das ist ein fantastisches Wissen, dass man aus einem Nest kommt, wo man sich geliebt hat. Das gibt mir auch dieses Selbstvertrauen und diese Ruhe. Und das ist einfach ein starker Stein in meinem System."

"Ich bin ein glücklicher Mann"

Aber nicht nur auf künstlerischen Wegen, auch als Unicef-Botschafter setzt sich der vierfache Vater und engagierte Großvater für Kinder und ihren Platz in der Welt ein. Und er denkt noch lange nicht ans Aufhören.

"Ich bin glücklich, sehr gesund, kann tun, was ich gerne tue, spiele sehr viel Vorstellungen und ich habe auch genug Zeit zwischendurch, um Enkeln, Haus, Freunde zu genießen. Also ich bin ein glücklicher Mann. Ich kenne Leute, die ich liebe. Und ich kenne Leute, die mich lieben und genieße das sehr. Und ich habe das große Glück, dass ich einen Beruf habe, der so intensiv ist, dass ich nicht in einer Sportschule oder so gehen muss und dadurch bin ich auch extrem fit."  

Gerade ist Herman van Veen wieder auf Konzerttour und auch in vielen deutschen Städten zu hören.

Mehr zum Thema:

Kinderfilm - "Alfred Jodocus Kwak ist mein Alter Ego"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 16.5.2014)

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