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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 26.01.2011

"Hereafter"

Clint Eastwood spürt Jenseitserfahrungen nach

Gesehen von Jörg Taszman

Was passiert, wenn man dem Tod ins Auge geblickt hat, bei der Berührung eines Anderen über hellseherische Kräfte verfügt oder den Zwillingsbruder verloren hat?

Clint Eastwood erzählt zunächst drei Geschichten in San Francisco, Paris und London, die er am Ende des Films gekonnt zusammenführt. Dabei geht es immer um die Frage, wie reagieren Menschen mit kühlem Sachverstand darauf, wenn sie jemandem begegnen, der Erfahrungen mit dem "Danach" dem "Au-Dela" oder "Hereafter" gemacht haben will.

So sieht man Matt Damon als George, einen Amerikaner, der als Medium exakt in die Vergangenheit und Zukunft sehen kann, diese Gabe aber nur noch als Fluch empfindet, und die von Cecile de France gespielte, erfolgreiche, französische TV Journalistin, die einen Tsunami überlebte, aber zwischendurch klinisch tot war. Marcus, ein kleiner britischer Junge, hat seinen Zwillingsbruder verloren und möchte im Jenseits unbedingt Kontakt zu ihm aufnehmen.

Was sich vielleicht zunächst etwas esoterisch, versponnen oder kitschig anhören mag, erzählt Clint Eastwood so schnörkellos, direkt und realistisch wie möglich. Dadurch bleibt man als Zuschauer immer bei den Figuren bis zu einem berührenden, emotionalen Finale, das die melancholische Trauer, die das Werk durchzieht, nicht aufhebt, aber relativiert.

USA 2010. Regie: Clint Eastwood. Darsteller: Matt Damon, Cécile De France, Jay Mohr, Bryce Dallas Howard, Frankie McLaren u.a. FSK: ab 12; Länge: 128 Minuten

Filmhomepage "Hereafter"

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