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Fazit / Archiv | Beitrag vom 26.01.2011

"Hereafter - Das Leben danach"

Hannelore Heider über den neuen Clint-Eastwood-Film

Gesehen von Anke Leweke

Immer wieder hat sich der Filmemacher Clint Eastwood mit dem Tod, mit Gewalt und Sterben beschäftigt. Und vielleicht hat es ja eine gewisse Folgerichtigkeit, dass er jetzt, im hohen Alter, auch einmal einen Film über das Jenseits dreht. Genauer: Über jenseitige Erfahrungen.

In seinem neuen Film "Hereafter" kreuzen sich die Wege dreier Figuren, die solche Erfahrungen hinter oder vor sich haben. Ein kleiner Junge verliert seinen Zwillingsbruder und will Kontakt mit dem Toten aufnehmen. Eine französische Fernsehmoderatorin (Cécile deFrance) ertrinkt um ein Haar in der thailändischen Tsunami-Flut und blickt für einen Augenblick ins Jenseits. Sie beschließt ein Buch über Menschen mit ähnlichen Erlebnissen zu schreiben.

Matt Damon wiederum spielt einen Mann mit übersinnlichen Fähigkeiten. Verzweifelt versucht er, ein normales Leben zu führen, wird jedoch immer wieder von Angehörigen genötigt, sie in Kontakt mit verstorbenen Familienmitgliedern zu bringen.

Diese drei Handlungsstränge erzählt Eastwood auf überraschend konventionelle Weise. Gerade die Jenseitserfahrungen wirken wie aus einer Mystery-Fernsehsendung kopiert. Auch inhaltlich hat Eastwood wenig zu dem Thema beizutragen, verliert sich in raunenden Gemeinplätzen – etwa als die Moderatorin in einer Schweizer Sterbeklinik Material für ihr Buch sammelt. Aber man sollte einem so großen Regisseur einen enttäuschenden Film einfach einmal nachsehen.

USA 2010. Regie: Clint Eastwood. Darsteller: Matt Damon, Cécile De France, Jay Mohr, Bryce Dallas Howard, Frankie McLaren u.a., FSK: ab 12; Länge: 128 Minuten

Filmhomepage "Hereafter"

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"Hereafter"

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