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Kulturnachrichten

Mittwoch, 18. November 2015

Frankreich will illegalen Kunsthandel des IS bekämpfen

Umfangreicher Maßnahmenkatalog

Frankreich will den illegalen Handel der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit antiken Kunstwerken bekämpfen. Die Einfuhr- und Ausfuhrkontrollen von Kunstwerken aus Ländern, in denen die Extremisten aktiv sind, müssten verschärft und europaweit harmonisiert werden, sagte der Direktor des Louvre, Jean-Luc Martinez. Zudem müsse eine schwarze Liste von "Hehlerparadiesen" ins Leben gerufen werden. Außerdem sollen bedrohte Kulturgüter aus Krisengebieten in sogenannten "Refugien" sicher aufbewahrt werden. Diese bezeichnete der französische Staatspräsident François Hollande als ein "Asyl für Museen". Die Terrormiliz hat in den vergangenen Monaten einzigartige Kulturgüter zerstört und Teile davon verkauft. Mit illegalem Kunsthandel soll der IS Millionen verdienen.

Französische Filmwoche setzt Zeichen für Kultur

Auslandsverbindungen sollen gestärkt werden

Nach den Terroranschlägen von Paris soll die 15. Französische Filmwoche in Berlin ein "klares Zeichen" für Kultur setzen. "Wir werden die französische Kultur weiter im Ausland verbreiten und versuchen, Verbindungen zwischen Leuten zu schaffen und zu stärken", teilte Emmanuel Suard, Leiter des Institut Francais in Berlin, mit. Eröffnet wird die Filmwoche am 9. Dezember im Kino International mit Guillaume Nicloux' "Valley of Love" mit Isabelle Huppert und Gérard Depardieu in den Hauptrollen. Zum Abschluss läuft am 15. Dezember im Cinema Paris "La belle saison" von Catherine Corsini mit Cécile de France und Izïa Higelin. Insgesamt zeigt das Festival dreizehn exklusive Deutschlandpremieren. Zur Premiere des Dokumentarfilms "Je suis Charlie - L'humour a mort" werden die Regisseure Daniel und Emmanuel Leconte erwartet.

Thomas Hettche in Akademie für Sprache und Dichtung

Weitere drei Personen werden Akademie-Mitglieder

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat vier neue Mitglieder aufgenommen. Dazu gehören die Schriftsteller Thomas Hettche und Kathrin Röggla, wie die Akademie in Darmstadt mitteilte. Die Akademie zählt damit 190 Mitglieder. Der 1964 in Treis (Vogelsberg) geborene Hettche schrieb neben Essays und Reportagen zuletzt den Roman "Pfaueninsel" (2014). Die Prosa-, Theater- und Radioautorin Röggla, 1971 in Salzburg geboren, publizierte zuletzt "Die falsche Frage. Theater, Politik und die Kunst, das Fürchten nicht zu verlernen" (2015). Röggla ist Vizepräsidentin der Akademie der Künste in Berlin. Daneben wurde Günter Blamberger, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Köln, und der Kulturphilosoph und Kunsttheoretiker Christian Demand in die Akademie aufgenommen.

Mehrheit der Deutschen liebt historische Gebäude

Forsa-Studie

Die große Mehrheit der Deutschen ist für den Erhalt historischer Gebäude wie Kirchen und Schlösser. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Studie, die von der Zeit-Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Den Erhalt von Sakralgebäuden wie Kirchen oder Klöster sehen 91 Prozent der Befragten als sehr wichtig oder wichtig an. Rund drei Viertel der Deutschen würde etwas fehlen, wenn es keine historischen Gebäude mehr im Land gäbe. Drei Viertel der Befragten gaben an, in den letzten zwölf Monaten ein kulturell bedeutendes Gebäude, zum Beispiel ein Schloss oder eine Kirche, aufgesucht zu haben. Die moderne Architektur könne mit den Denkmalen in der Wertschätzung der Bevölkerung nicht konkurrieren, heißt es in der Studie. Auffällig sei, dass diese Einschätzung in allen Altersgruppen vertreten sei.

Sachsen-Anhalts Museen fordern Hilfe für Web-Auftritte

Museumsverband will Unterstützung vom Land

Sachsen-Anhalts Museen sehen sich nicht ausreichend unterstützt bei der Entwicklung von Online-Strategien. "Die Welt des modernen Museums endet nicht in der analogen Welt", sagte die Vorsitzende des Landes-Museumsverbandes, Christin Otto. "Internet und Digitalisierung eröffnen den Museen neue Möglichkeiten, ihren gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen. Aber angesichts ihrer fehlenden personellen und finanziellen Ressourcen sind sie im Internet noch immer nicht da, wo ihre Zielgruppen bereits seit langem zu Hause sind." Otto forderte die Landespolitik auf, gemeinsam mit dem Museumsverband eine umfassende Strategie zu entwickeln. Museen sollten auf allen Arbeitsfeldern auf dem Weg ins Internet begleitet werden.

Finanzierung der Händel-Festspiele gesichert

Vereinbarung gilt bis 2022

Die Finanzierung der Händel-Festspiele in Halle ist bis zum Jahr 2022 gesichert. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh, Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand und Festivalintendant Clemens Birnbaum bei der Vorstellung des neuen Festspiel-Programms für 2016. Das Land verpflichtet sich darin, für die Jahre 2018 bis 2022 insgesamt gut 2,5 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Halle beteiligt sich im gleichen Zeitraum mit über 9,6 Millionen Euro.

André Bücker wird Intendant am Theater Augsburg

Leitung ab 2017/18

Der ehemalige Generalintendant des Anhaltischen Theaters Dessau, André Bücker, wird Intendant am Theater Augsburg. Er wird die Spielstätte von der Spielzeit 2017/18 an leiten, wie die Stadt mitteilte. Der 46-Jährige hatte besonders heftig den Sparkurs der sachsen-anhaltischen Landesregierung bei den Theatern kritisiert. Sein Vertrag war schließlich nicht mehr verlängert worden. In Augsburg übernimmt Bücker die Position von Juliane Votteler. Sie hatte die Intendanz zehn Jahre lange inne. Bereits mit Beginn der Spielzeit 2016/17 soll Friedrich Meyer neuer Kaufmännischer Direktor in Augsburg werden.

Katholische Bischöfe präsentieren Kurzfilme

Präsentation in der Filmuniversität Babelsberg

Die Deutsche Bischofskonferenz hat das Ergebnis ihres Kurzfilmprojekts zum Zweiten Vatikanischen Konzil vorgestellt. In der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf präsentierte sie am Dienstagabend 6 aus 14 Beiträgen zum Thema „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst. Das Motto bezieht sich auf die deutsche Übersetzung des Konzilsdokuments „Gaudium et Spes über die Kirche in der Welt von heute, das vor 50 Jahren beschlossen wurde. Die sechs Kurzfilme dazu stammen von Studenten der Filmuniversität Babelsberg, der Met Film School Berlin und des Hallischen Instituts für Medien. Gefördert wurden die Kurzfilme unter anderem von Kulturstaatsministerin Grütters und dem Erzbistum Berlin. Die Kurzfilme können als DVD über katholische und evangelische Medienzentralen ausgeliehen werden oder sie sind unter www.medienzentralen.de online abrufbar.

New Yorker MoMa gibt Kirchner-Gemälde an Erben zurück

Rechtmäßiger Besitzer floh vor den Nazis in die USA

Das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) gibt ein Gemälde des Malers Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) an die Erben des deutschen Kunstsammlers Max Fischer zurück. Nachdem die Erben sich vor einigen Jahren an das Museum gewandt hatten, habe nun eine Einigung über das zwischen 1917 und 1918 entstandene Gemälde "Sandhügel am Engadin" erzielt werden können, teilte das MoMA mit. Fischer habe das Bild bei seiner Flucht vor den Nationalsozialisten aus Deutschland in die USA zurücklassen musste. Über einen Kunsthändler und eine Galerie gelangte es ans MoMA, ohne das Fischer davon wusste. "Es fühlt sich nicht wie ein Verlust an", sagte MoMA-Direktor Glenn Lowry der "New York Times". "Es fühlt sich an, als ob wir das Richtige machen."

New Yorker Museum feiert französische Stil-Ikone

Ehrung von Jacqueline de Ribes

Star-Fotograf Richard Avedon lichtete sie ab, der Schriftsteller Truman Capote schwärmte von ihr, und Designer wie Giorgio Armani, Pierre Balmain und Yves Saint Laurent entwarfen für sie prachtvolle Abendroben: Jacqueline de Ribes gilt als eine der bedeutendsten Stil-Ikonen des 20. Jahrhunderts. Ab morgen feiert das New Yorker Metropolitan Museum die 1929 geborene Französin mit einer großen Ausstellung. Ihre Herangehensweise an Kleidung könne als Performance-Kunst angesehen werden, sagte Harold Koda, Kurator im Metropolitan Museum. Als eine der ersten kombinierte sie zum Beispiel Haute Couture mit günstigerer Mode. Die Ausstellung zeigt Fotos, Filme und vor allem Stücke aus der Garderobe der Modeliebhaberin. Sie ist bis 21. Februar zu sehen.

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