Seit 01:05 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
 
 

Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 29.01.2016

Hanns-Christian GungaHelfen Sie als Weltraummediziner auch den Erdenbürgern?

Moderation: Katrin Heise

Der Weltraummediziner Hanns-Christian Gunga (Foto: privat)
Der Weltraummediziner Hanns-Christian Gunga (Foto: privat)

"Das ist die ultimative Präventivmedizin", sagt Hanns-Christian Gunga über sein Fachgebiet. Er ist zwar Mediziner, beschäftigt sich aber ausschließlich mit gesunden Menschen. Ihn interessiert, wie Menschen auf Extremsituationen reagieren.

Zum Beispiel wenn sie schwerelos im All schweben, Hunderte von Metern unter der Erde extreme Hitze ertragen müssen oder auf über 5000 Meter hohen Berggipfeln an Atemnot und Kälte leiden.

Der 61-jährige ist Direktor des Institutes für Physiologie am Zentrum für Weltraummedizin und Extreme Umwelten in Berlin. Mit den Astronauten auf der ISS haben er und sein Team zur Zeit regelmäßigen Kontakt, weil sie untersuchen, ob sich die Körpertemperatur im All verändert und welche Folgen das haben könnte.

Ein Zitat aus dem Gespräch: "Die Erdanziehung hat unseren ganzen Bauplan beeinflusst. Zum Beispiel 60 Prozent unserer gesamten Muskulatur brauchen wir nur, um aufrecht zu gehen. Die Astronauten sind in einem System, das man den freien Fall nennt. Sie fallen permanent um die Erde herum. Und der Gravitationsvektor, der zur Erde hinzeigt, der wird ausgeglichen durch die Beschleunigung. Sie sind ja nicht ruhend, sondern bewegen sich selbst mit 28.000 Stundenkilometern. Sie haben in der Raumstation eine Schwerelosigkeit. Und diese wirkt sich dann auf den Körper in jedem Organ aus. Um das mal ganz plakativ zu sagen: In jedem Organsystem haben wir irgendeinen Einfluss der Gravitation."

Mehr zum Thema

Pascal Hugues - Warum liegt Ihnen als Französin Deutschland am Herzen?
(Deutschlandradio Kultur, Im Gespräch, 28.01.2016)

Musiker und Autor Jascha Nemtsov - Kann Musik geistiger Widerstand sein?
(Deutschlandradio Kultur, Im Gespräch, 27.01.2016)

Argyris Sfountouris - Wie konnten Sie das Massaker von Distomo überleben?
(Deutschlandradio Kultur, Im Gespräch, 26.01.2016)

Ex-Politiker Uwe-Karsten Heye - "Ich wollte zeigen, was die Nazis angerichtet haben"
(Deutschlandradio Kultur, Im Gespräch, 25.01.2016)

Nacht-Talker Jürgen Domian - Gespräche mit Todkranken und Perversen
(Deutschlandradio Kultur, Im Gespräch, 22.01.2016)

Lianne Kolf - Wie wurden Sie zur ersten Literaturagentin Deutschlands?
(Deutschlandradio Kultur, Im Gespräch, 20.01.2016)

Opernprojekt mit Flüchtlingen - "Der Mozart ist wirklich universell"
(Deutschlandradio Kultur, Im Gespräch, 19.01.2016)

Im Gespräch

Adriana Lettrari"Wendekind" als Europäerin 2016
Adriana Lettrari im Studio von Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio Kultur / Manuel Czauderna)

Adriana Lettrari möchte gehört werden. Sie war zehn Jahre alt, als aus zwei deutschen Ländern eines wurde und 30, als sie sich in das öffentliche Erinnern an die friedliche Revolution von 1989 einzumischen begann. Wir sprechen mit der frischgekürten "Frau Europas 2016".Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur