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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 26.05.2008

Gut genormt und streng geregelt

Sinn und Unsinn von Normierung und Standardisierung

Von Adolf Stock

Bauzeichnung (Stock.XCHNG / miguel ugalde)
Bauzeichnung (Stock.XCHNG / miguel ugalde)

Normierungen erleichtern das Leben, aber sie regulieren es auch stark. Vom Bau- bis zum Gesundheitswesen, vom der Schraubenlänge bis zum PISA-Test: Standardisierungen greifen immer mehr um sich.

Begonnen hat alles im letzten Jahrhundert. Als zum Beispiel 1936 Ernst Neuferts Bauentwurfslehre erschien, wurde das Buch sofort zum Bestseller. Die Verfechter der Norm hatten endlich ihre Heilige Schrift, ein Nachschlagewerk, das die Größe eines Hasenstalls ebenso vorgab wie den Platzbedarf in Küche, Flur und Schlafzimmer. Ein Traum der Moderne wurde wahr, alles berechnen und kontrollieren zu können. Ist der bloße Funktionalismus am Ende ein Bleiklotz, der Kreativität und Produktivität verhindert? Wann und wo sind Normierung und Standardisierung sinnvoll und wann werden sie bürokratisch und autoritär?

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder als barrierefreies Textdokument

Links:
Deutsches Institut für Normung
Normierung im Bildungswesen
Normung wozu? (Österreichisches Normungsinstitut)

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