Dienstag, 30. Juni 2015MESZ05:31 Uhr

Zeitfragen

TabubruchWenn die Mutter nach der Trennung auszieht
Eine junge Mutter steht mit gepackter Reisetasche an der offenen Wohnungstür. Sie verlässt ihre Familie. (imago / Paul von Stroheim)

Wenn ein Paar sich trennt, bleiben die Kinder meist bei der Mutter. Eine Frau, die die Erziehung dem Vater überlässt, stößt auf viel Kritik. Das Mutterbild in Deutschland ist im Wandel - und unsere Erwartungen sind höher denn je.Mehr

EU-RegionalentwicklungVerordnete Solidarität
Nach 62 Jahren verschwinden an der deutsch-polnischen Grenze bei Hintersee (Kreis Uecker-Randow) die Grenzanlagen (Foto vom 20.11.2007). Ein Baggerfahrer nimmt unter Aufsicht von Straßenbaumamt und Bundespolizei das alte Straßenpflaster nach Stettin (Szczecin) auf, damit die Straße erneuert und der Grenzübergang am 21. Dezember eröffnet werden kann. Dem Wegfall der Grenzkontrollen nach Polen sehen die Menschen entlang der «grünen Grenze» weitgehend gelassen entgegen. Die Bürgermeisterin befürchtet in Hintersee aber Probleme, falls auch Lkw dort fahren dürfen. Hintergrund ist der Beitritt von neun europäischen Staaten und Malta zum Schengen-Abkommen der EU. Foto: Winfried Wagner dpa/lmv (zu lmv-Korr.-Bericht vom 21.11.2007) +++(c) dpa - Report+++ (picture alliance / dpa / Winfried Wagner)

350 Milliarden Euro hat der Europäische Fonds für Regionalentwicklung bis 2020 zur Verfügung. Das Geld dient zur Angleichung der Lebensbedingungen in den unterschiedlich entwickelten Ländern Europas, wovon unter anderem auch die ostdeutschen Bundesländer profitieren. Mehr

EU-Fördermittel"EFRE hab ich noch nie gehört"
Das Rathaus von Weißwasser in der sächsischen Lausitz, einst die bedeutendste Glasmacherstadt der Lausitz und ein wichtiger DDR-Industriestandort (dpa / Matthias Hiekel)

Die Kleinstadt Weißwasser in Sachsen will an das große Geld. Acht Millionen Euro sollen in der neuen Förderperiode aus dem EU-Topf EFRE fließen. Die Stadt ist ein erfolgreicher Antragsteller, aber die Bürger wissen wenig über die EU-Hilfen.Mehr

weitere Beiträge

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 26.05.2008

Gut genormt und streng geregelt

Sinn und Unsinn von Normierung und Standardisierung

Von Adolf Stock

Bauzeichnung (Stock.XCHNG / miguel ugalde)
Bauzeichnung (Stock.XCHNG / miguel ugalde)

Normierungen erleichtern das Leben, aber sie regulieren es auch stark. Vom Bau- bis zum Gesundheitswesen, vom der Schraubenlänge bis zum PISA-Test: Standardisierungen greifen immer mehr um sich.

Begonnen hat alles im letzten Jahrhundert. Als zum Beispiel 1936 Ernst Neuferts Bauentwurfslehre erschien, wurde das Buch sofort zum Bestseller. Die Verfechter der Norm hatten endlich ihre Heilige Schrift, ein Nachschlagewerk, das die Größe eines Hasenstalls ebenso vorgab wie den Platzbedarf in Küche, Flur und Schlafzimmer. Ein Traum der Moderne wurde wahr, alles berechnen und kontrollieren zu können. Ist der bloße Funktionalismus am Ende ein Bleiklotz, der Kreativität und Produktivität verhindert? Wann und wo sind Normierung und Standardisierung sinnvoll und wann werden sie bürokratisch und autoritär?

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder als barrierefreies Textdokument

Links:
Deutsches Institut für Normung
Normierung im Bildungswesen
Normung wozu? (Österreichisches Normungsinstitut)

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