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Tonart | Beitrag vom 22.07.2014

Grüner HügelDer spezielle Wagnerklang

Tonmeister über die Proben zu den Bayreuther Festspielen

Moderation: Carsten Beyer

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Ein Plastik-Wagner des Künstlers Ottmar Hörl "dirigiert" vor dem Königsportal des Festspielhauses auf dem Grünen Hügel in Bayreuth (Bayern). (picture alliance / dpa)

Am Freitag beginnen die Wagner-Festspiele in Bayreuth. Auch wenn 2014 keine spektakuläre Premiere ansteht, sind die Vorstellungen ausverkauft. Der Saal des Festspielhauses sei besonders "hallig", sagt Wolfram Nehls. Die Stimmen der Sänger hätten so einen besonderen Klang.

Für Wagner-Fans sind die Festspiele in Bayreuth ein Muss - obwohl seine Opern auch auf den Bühnen der großen Opernhäuser zu finden sind. Was macht die Faszination des Meisters aus? Für die einen ist es der Opernstoff selbst, die Inszenierung, die ja auch fast immer für Aufsehen sorgt. Andere hingegen schwören auf den besonderen Wagnerklang. 

Im letzten Jahr veröffentlichten PentaTone classics und Deutschlandradio Kultur den Zyklus der"Bayreuther Werke Richard Wagners – vom Holländer bis zum Parsifal und das in konzertanter Fassung. Über drei Jahre lang führte Marek Janowski mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Rundfunkchor Berlin und bekannten Solisten die Werke in der Berliner Philharmonie auf.

Tonmeister war dabei Wolfram Nehls, der sich derzeit in Bayreuth die Generalproben anhört. Er sagt: "Es klingt hier wirklich komplett anders." Die Streicher klängen sehr schön und kompakt, die Bläser weiter entfernt, wodurch sich eine andere Balance ergebe. Dadurch kämen die Sänger besser rüber. Der Saal sei "halliger" als jedes normale Opernhaus und verleihe den Sängern so mehr Raumklang.

Eine besondere Rolle spiele auch der Graben. "Dadurch, dass die Bläser weiter unten sind und oben nicht so ankommen, können die auch lauter spielen", so Nehls. So müssten die Musiker sich nicht ständig zurücknehmen. "Die geben auch durchaus richtig Gas da unten."

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