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Kulturnachrichten

Samstag, 19. Dezember 2015

Dirigent Kurt Masur ist tot

Der langjährige Gewandhauskapellmeister wurde 88 Jahre alt

Der Dirigent Kurt Masur ist tot. Er starb heute im Alter von 88 Jahren, wie seine Sprecherin Anna-Barbara Schmidt der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Die New Yorker Philharmoniker, bei denen er von 1991 bis 2002 wirkte, würdigten in einer Stellungnahme Masurs Lebenswerk. Während seiner elfjährigen Zeit als Chefdirigent des renommierten US-Orchesters habe Masur neue Standards gesetzt und ein Vermächtnis hinterlassen, dass immer noch nachwirke, erklärte der Präsident der Philharmoniker, Matthew VanBesien. Kurt Masur, der von 1970 bis 1996 Kapellmeister in Leipzig war, gehörte im Herbst 1989 zu den Unterzeichnern des Aufrufes "Keine Gewalt", mit dem Montagsdemonstranten und Staatsgewalt zum Dialog aufgefordert wurden. Masur litt in fortgeschrittenem Alter an der Parkinson-Krankheit. Im Frühjahr 2012 brach er sich bei einem Auftritt in Paris das Schulterblatt. Ein Jahr später stürzte er in Tel Aviv und brach sich die Hüfte. Bis zu seinem Tod war er Ehrendirigent in Leipzig. Die Beisetzung soll nach Angaben der New Yorker Philharmoniker im privaten Kreis stattfinden. Zudem soll es eine öffentliche Gedenkveranstaltung geben.

Nachrichtenagentur der Missionsorden stellt Arbeit ein

Die "Missionary International Service News Agency" wurde 1997 gegründet

Die in Rom ansässige internationale Nachrichtenagentur katholischer Missionsorden "Misna" stellt zum Jahresende ihre Arbeit ein. Das gab die Redaktion auf der Internetseite der Nachrichtenagentur bekannt. Die Entscheidung hätten die Eigentümer, die Comboni-Missionare und drei weitere Missionsorden, kurzfristig getroffen. Die Redaktion kritisierte die Entscheidung als "großen Fehler". Die Berichterstattung von der Südhalbkugel seien nötiger denn je. "Misna" berichte über jene "Ränder der Welt", die Papst Franziskus besonders am Herzen lägen. Die "Missionary International Service News Agency" wurde 1997 gegründet und bot auf seiner Internseite zuletzt Nachrichten in vier Sprachen, Italienisch, Englisch, Französisch und Spanisch. Die Agentur stützte sich auf ein Informantennetz aus Tausenden von Missionaren in Afrika und Asien. Dadurch konnte sie über viele Ereignisse aus erster Hand berichten, die in der übrigen Berichterstattung nicht oder nur am Rande vorkamen. Das machte sie vor allem für kirchliche Medien zur geschätzten Ergänzung.

MacGregor: Im Humboldtforum "die Welt neu denken"

MacGregor übernimmt im Januar die Leitung der Gründungsintendanz

Der Gründungsintendant des Humboldtforums in Berlin, Neil MacGregor (69), sieht in dem Vorhaben "die Chance, die ganze Welt neu zu denken". "Man hat mich eingeladen, ein Projekt mitzugestalten, das derzeit einzigartig und konkurrenzlos ist auf der ganzen Welt", sagte der britische Kunsthistoriker dem "Spiegel". Das alte Berliner Stadtschloss habe "zur Hauptstadt der Aggression, zur Hauptstadt der Nationalsozialisten, zur Hauptstadt der Zerstörung" gehört, sagte MacGregor. Nun sieht der Museumsexperte in dem Ort die Chance "für eine vollkommen neue Beziehung zwischen Deutschland und der Welt, eine Beziehung, die ihren Ursprung in einem anderen Deutschland hat, einem humanen, kultivierten und kosmopolitischen Deutschland". Im wiederaufgebauten Schloss in Berlins historischer Mitte soll das Humboldtforum ab 2019 als Kultur-und Ausstellungszentrum entstehen und unter anderem die Sammlungen für Asiatische Kunst und Völkerkunde aus den Museen in Berlin-Dahlem aufnehmen. MacGregor, bisher Direktor des British Museum in London, übernimmt im Januar die Leitung der Gründungsintendanz, der noch der Kunsthistoriker Horst Bredekamp und der Archäologe Hermann Parzinger angehören.

"Focus": Durchsuchung im Fall Gurlitt

Das Magazin berichtet, es werde gegen den Chef der Münchner Zollverwaltung ermittelt

Im Fall des inzwischen verstorbenen NS-Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt geht die bayerische Justiz offenbar auf Konfrontationskurs mit den Aufklärern der Bundes-Zollfahndung. Das Magazin "Focus" berichtete, die Staatsanwaltschaft München habe bereits vor zwei Monaten Räumlichkeiten der Zollfahnder in München und in Lindau durchsucht. Laut "Focus" geht es im Durchsuchungsbeschluss um den Vorwurf des Verrats von Dienstgeheimnissen. Ermittelt werde gegen den Chef der Münchner Zollverwaltung und seinen Sprecher. Sie sollen Interna aus dem Verfahren an den "Focus" weitergegeben haben. Zollfahnder hatten im Jahr 2010 bei einer Routinekontrolle in einem Zug aus Zürich einen mutmaßlichen Schwarzgeldtransfer Gurlitts entdeckt. Obwohl die Beamten der Zollfahndung die Staatsanwaltschaft Augsburg zu einer Razzia gedrängt hätten, seien fast zwei Jahre vergangen, ehe Gurlitts Schwabinger Wohnung durchsucht worden sei, schreibt das Blatt weiter. Bei der Durchsuchung wurden fast 1.300 Bilder entdeckt, bei etlichen davon soll es sich um NS-Raubkunst handeln, die Gurlitts Vater den Nazis abkaufte. Die Staatsanwaltschaft Augsburg habe den Fund damals mehr als ein Jahr geheimgehalten, schreibt der "Focus".

US-Kunstwerke nach fast 40 Jahren an Iran geliefert

Verbesserte Beziehungen wirken sich auch auf den Kunstmarkt aus

Fast 40 Jahre nach dem Kauf hat der Iran 14 Kunstwerke aus den USA in Empfang genommen. Die Lieferung sei Ergebnis einer Klage, die Vertreter des Iran vor zwei Jahren bei einem Gerichtshof eingereicht hätten, berichtete der staatliche Sender Press TV. Die Kunstwerke seien 1978 vom Museum für zeitgenössische Kunst in Teheran gekauft worden. Sie seien jedoch wegen der 1979 gekappten diplomatischen Beziehungen nicht geliefert worden. Damals hatten iranische Studenten die US-Botschaft in Teheran gestürmt. Zuletzt haben sich die Beziehungen zwischen den beiden Staaten nach Unterzeichnung der Atomvereinbarung im Juli ein wenig verbessert.

Gerichtsmediziner: US-Rockstar an Drogen gestorben

Ex-Sänger der Stone Temple Pilots Anfang Dezember tot aufgefunden

Zwei Wochen nach dem Tod von US-Rockstar Scott Weiland hat ein gerichtsmedizinisches Gutachten als Todesursache eine Überdosis verschiedener Drogen zusammen mit Alkohol festgestellt. In den sterblichen Überresten des 48-Jährigen seien Kokain, eine Party-Droge und Äthanol nachgewiesen worden, hieß es in dem Gutachen. Weiland sei an einer "Vergiftung durch verschiedene Drogen" gestorben. In dem Schlafraum des Tourbusses der Band Scott Weiland & The Wildabouts, in dem der ehemalige Sänger der Stone Temple Pilots Anfang Dezember aufgefunden worden war, wurde nach Angaben der Polizei Kokain entdeckt. Die Band war gerade in Bloomington im Bundesstaat Minnesota unterwegs. Weiland hinterließ zwei Kinder aus der Ehe mit seiner Ex-Frau Mary Forsberg. Während zahlreiche Musiker Weiland rühmende Abschiedsworte widmeten, erklärte Forsberg, er habe seine 13 und 15 Jahre alten Kinder vernachlässigt.

Neuer "Star Wars"-Film bricht zum Kinostart Rekorde

Am ersten Abend in Nordamerika 57 Millionen Dollar eingespielt

Der neue "Star Wars"-Film hat den besten Start der Kinogeschichte in Nordamerika hingelegt. "Episode VII - Das Erwachen der Macht" spielte am ersten Abend 57 Millionen Dollar (52 Millionen Euro) in den USA und Kanada ein, wie das Marktforschungsunternehmen Rentrak mitteilte. Die siebte Folge der legendären Science-Fiction-Reihe überholte damit "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2", der im Jahr 2011 mit Einnahmen in Höhe von 43,5 Millionen Dollar startete. Fans überall auf der Welt hatten der "Star Wars"-Fortsetzung entgegen gefiebert. Auch in Deutschland sorgte das neue "Star Wars"-Abenteuer für einen Rekord: Dem Fachmagazin "Blickpunkt: Film" zufolge lockte der Film am ersten Tag 560.000 Besucher in die Kinos und spielte damit 6,6 Millionen Euro ein.

Musiker spielen Cover-Version für Opfer von Paris

US-Rockband Eagles of Death Metal ruft zu Aktion auf

Rund einen Monat nach den islamistischen Anschlägen von Paris haben bekannte Musikgruppen eine Cover-Version eines Liedes der Band Eagles of Death Metal aufgenommen, um Geld für die Opfer der Attentate zu sammeln. Die US-Rockband Eagles of Death Metal, die am Abend der Anschläge im Pariser Konzertsaal Bataclan aufgetreten war, bekräftigte ihre Kampagne zur Interpretation ihres Songs "I Love You All the Time". 13 Bands nahmen bereits teil, darunter zwei in den USA sehr erfolgreiche Rockgruppen - Imagine Dragons und Florence and the Machine.
"Wir rufen unsere Freunde auf, ihre Zeit, ihr Talent und ihren guten Willen" zur Verfügung zu stellen, "um den Opfern dieser grauenhaften Taten in Paris zu helfen", erklärten die Eagles of Death Metal. Sie boten Links auf ihrer Internetseite an, um die Cover-Versionen zu kaufen. Ihren Angaben zufolge geht der gesamte Erlös an die Sweet Stuff Stiftung, die ursprünglich Musiker unterstützen sollte, sich nun aber um die Familien der Opfer von Paris sowie um Überlebende der Anschläge kümmert.

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