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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 04.02.2009

"Glaubensfrage"

Anke Lewke über das Aufeinanderprallen zweier Weltbilder

Meryl Streep als verkniffene Ordensschwester und Philipp Seymour Hoffman als zwielichtiger Priester, das macht erst einmal neugierig. Der Autor und Regisseur John Patrick Shanley wurde für sein Bühnenstück "Glaubensfrage" bereits mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Nun hat er es mit diesen beiden großartigen Schauspielern auch verfilmt.

Regie: John Patrick Shanley. Darsteller: Mit Meryl Streep, Philipp Seymour Hoffman, Amy Adams, USA 2009, 104 Minuten

Im Wesentlichen geht es um den Kampf zwischen Priester und Nonne auf einer katholischen Schule in der Bronx Anfang der sechziger Jahre. Während Schwester Aloysius Beauvier (Meryl Streep) ein strenges, auf Angst und Einschüchterung beruhendes Regiment führt, ist Pater Brendan Flynn (Philipp Seymour Hoffman) ein eher liberaler, weltoffener Geistlicher. Vorbildlich setzt er sich für den ersten farbigen Schüler der Schule ein. Als Beauvier den Pater des Kindesmissbrauchs verdächtigt, kommt es zur Auseinandersetzung und Eskalation - auch zweier Weltbilder.

Leider gelingt es Regisseur Shanley nicht, die eigentlich komplexen Fragen der Geschichte "Wann reicht es zu glauben, wann braucht man Sicherheit? Wie gehe ich mit dem Zweifel um?" auch filmisch umzusetzen. "Glaubensfrage" ist biederes Schuss-Gegenschuss-Kino, in dem es selbst den beiden herausragenden Darstellern nicht immer gelingt, die szenische Spannung zu halten.

Filmhomepage "Glaubensfrage"

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