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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 22.02.2014

GesundheitDas wäre doch gelacht!

Die unterschätzte Kraft des Humors

Gäste: Katrin Hansmeier, Schauspielerin und Humor- und Kommunikationstrainerin sowie Paul Kustermann, Clown Trainer und Regisseur

Wussten Sie, dass wir Menschen beim Lachen bis zu 80 Muskeln trainieren? Dass Kinder bis zu 400 mal am Tag lachen, Erwachsene gerade mal 15 mal? Dass eine Minute Lachen so gesund ist wie zehn Minuten Joggen?

Lachen ist gesund und setzt Glücksgefühle frei, es baut Stresshormone ab und verbessert die Immunabwehr. Es dämpft Schmerzen und versorgt den Körper mit  Sauerstoff – kurz: Lachen ist die beste Medizin! Das wissen wir  auch alles, aber warum geht uns der Humor im Alltag dennoch so oft flöten? Wie können wir uns den Humor bewahren und im richtigen Moment einsetzen - in brenzligen Situationen, bei Stress und Streit, ob privat oder im Job? Wie können wir mit Humor souveräner und zufriedener durch Leben gehen?

"Humor ist die Fähigkeit des  Menschen den Unzulänglichkeiten dieser Welt mit einer heiteren Gelassenheit zu begegnen", lautet einer der Wahlsprüche von Katrin Hansmeier. Die Schauspielerin ist Kommunikations- und Humortrainerin am Deutschen Institut für Humor in Leipzig. Das dortige Seminarangebot richtet sich an Firmen, Verwaltungen, an Chefs ebenso wie an Angestellte, aber auch an Ärzte und Pflegepersonal.

"Es geht oft  um stressige Situationen, um Krisenmanagement, um eine gute Lernatmosphäre nach innen und nach außen. Auch für alle, die mit Publikum zu tun haben - im Krankenhaus, in Firmen - ist Humor ein gutes Mittel. Auch mit schwierigen Kunden umzugehen. Wo dann der Humor sagt, 'Prima, jetzt kann ich mich austoben!'. Humor ist auch ein Entspannungsmittel bis hin zur Burnout-Prophylaxe."

"Lachen tut einfach gut"

"Wer in einen schweren Lebensabschnitt gerät, braucht nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch Freunde. Und nichts schmiedet so schnell und stark zusammen, wie Lachen“, sagt Paul Kustermann. Der Schauspieler und Pantomime besucht seit Mitte der 90er-Jahre als Klinikclown Krankenhauspatienten und Bewohner von Seniorenheimen und Psychiatriestationen. Der Mitbegründer der Clowns-Initiative "ROTE NASEN" erfreut sein Publikum dann als "Willi, seine Eiligkeit" – mit Kunsttücken und Liedern, die er auf seiner Ukulele spielt. Seit mehreren Jahren arbeitet der gebürtige US-Amerikaner auch als Humortrainer in der Pflege, sei es als Lehrer für Klinikclowns oder für das Personal in sozialen Einrichtungen und Kliniken.

Seine Erfahrung: "Im Alter haben viele so viel erlebt, dass manchmal die Neugier auf der Strecke bleibt. Aber die hört nicht auf! Und  es ist ganz spannend: Oft funktioniert noch der kognitive Aspekt, die Erzählung, schlagfertig zu sein - es gibt auch witzige Anekdoten. Und wenn man mit dementen Menschen zu tun hat, verlässt man die Sprachebene; sie sind emotional sehr sensibel, und man lacht sehr viel. Humor ist auch ein gutes Werkzeug für die Angehörigen, die oft sehr traurig sind.“

Sein Motto: "Lachen verbindet, Lachen bewegt, Lachen tut einfach gut."

"Das wäre doch gelacht! Die unterschätzte Kraft des Humors" - Darüber spricht Gisela Steinhauer heute von 9 Uhr 05 bis 11 Uhr mit Katrin Hansmeier und Paul Kustermann. Hörerinnen können sich beteiligen unter der Telefonnummer 00800 2254  2254  oder per E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de

Mehr zum Thema:
09.02.2013 | RELIGIONEN | ARCHIV
"Ein anarchisches Element"
Wie man lernt, andere zum Lachen zu bringen

Informationenen über das Deutsche Institut für Humor: 
www.humorinstitut.de


Informationen zu Paul Kustermann: 
www.paulkustermann.de

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