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Donnerstag, 26. Mai 2016MESZ10:44 Uhr

Kulturnachrichten

Montag, 8. Februar 2016

Gestohlene Bilder von Markus Lüpertz wieder da

Unbekannt hatten auf sie einfach wieder auf dem Ateliergelände abgestellt

Der Künstler Markus Lüpertz hat fast alle der Anfang Dezember aus seinem Brandenburger Atelier in Teltow gestohlenen Kunstwerke zurück. Sie seien auf dem frei zugänglichen Gelände von Unbekannten wieder abgestellt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft heute mit.Der 74 Jahre alte Lüpertz hatte seine gestohlenen Werke bereits Ende Januar wieder entdeckt. Die Polizei sicherte Spuren. Nach den Angaben laufen die Ermittlungen noch. Unklar ist weiter der Verbleib eines Bildes. Bei dem Einbruch waren rund 30 Bilder, Zeichnungen, Aquarelle, Grafiken und Skulpturen im Gesamtwert von mindestens einigen Hunderttausend Euro gestohlen worden. Der Künstler hatte an die Täter appelliert, das Diebesgut einfach zurückzugeben. Lüpertz ist einer der bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstler. Von 1988 bis 2009 war er Rektor der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.

Roger Willemsen gestorben

Publizist und Moderator starb an Krebs

Der Schriftsteller und Publizist Roger Willemsen ist tot. Das teilte ein Sprecher der S. Fischer Verlages in Frankfurt am Main mit. Demnach starb Willemsen am Sonntag im Alter von 60 Jahren in seinem Haus im schleswig-holsteinischen Wentorf bei Hamburg an den Folgen einer Krebserkrankung. Diese hatte er drei Tage nach seinem Geburtstag am 15. August öffentlich gemacht. Der 1955 in Bonn geborene Willemsen machte sich einen Namen als Journalist, Buchautor und Kulturkritiker. Einem größeren Publikum wurde er ab den 1990er Jahren im Fernsehen mit einer Sendung bekannt, in der er aufsehenerregende Interviews führte. Darüber hinaus moderierte er zahllose Kulturveranstaltungen und -sendungen, schrieb Bücher und war als Dozent tätig. Zu einem Bestseller wurde 2014 sein Buch "Das hohe Haus", für das er ein Jahr lang die Arbeit des Bundestags von der Zuschauertribüne aus verfolgt hatte.

Zahlreiche Rosenmontagszüge wegen Sturmtief abgesagt

Kölner Zug ohne Pferde und Großfiguren

Das Sturmtief "Ruzica" hat vielen Narren am heutigen Rosenmontag kräftig die Laune verdorben. In den Karnevalshochburgen Düsseldorf und Mainz wurden nach Warnungen vor schweren Sturmböen die Rosenmontagsumzüge ganz abgesagt. In Köln machte sich "de Zoch" dagegen wie geplant um 10.00 Uhr auf den Weg. Einschränkungen gab es aber auch dort: So durften wegen des Sturms Pferde in diesem Jahr nicht mitlaufen. Großfiguren, Schilder und Fahnen durften ebenfalls nicht mitgeführt werden. Trotz der Wettervorhersagen säumten zehntausende Menschen die Straßen. Bis zum letzten Moment warteten die Verantwortlichen in Düsseldorf. Am Morgen kam dann vom Comitee Düsseldorfer Carneval aber die für viele Narren enttäuschende Nachricht: "De Zoch kütt leider nit." Der Rosenmontagszug soll aber nachgeholt werden. Der Termin für die Neuauflage werde kurzfristig bekanntgegeben, erklärte das Comitee. Die für ihren oft bissigen Spott berühmten Mottowagen präsentierten die Macher des Rosenmontagszuges trotzdem vor dem Rathaus. Ein Wagen zeigte Bundeskanzlerin Angela Merkel, die von einer "Flüchtlingswelle" erfasst wird. Ein anderes Motiv griff die Silvester-Gewalt in Köln auf: An eine Rakete waren dabei zwei "Sexual-Täter" gebunden, an die Zündschnur hielt eine Frau ein brennendes Streichholz.

Christiane zu Salm kauft Nicolai Verlag

Der Berliner Verlag gilt als einer der ältesten Buchverlage Deutschlands

Die Unternehmerin Christiane zu Salm hat den Berliner Nicolai Verlag gekauft. Die ehemalige MTV-Chefin ist Tochter eines Mainzer Verlegers und gelernte Verlagsbuchhändlerin. Mit dem Erwerb des Verlages kehre sie nach ihren Erfolgen im Fernseh-Business zu den Anfängen ihres unternehmerischen Wirkens zurück, heißt es in der Mitteilung. Zu Salm hat auch Erfahrung als Autorin: Als ehrenamtliche Sterbebegleiterin schrieb sie den Bestseller "Dieser Mensch war ich". Nicolai wurde 1713 in Berlin gegründet und gilt als einer der ältesten Buchverlage Deutschlands. Sein Programm umfasst Titel aus Architektur, Kunst, Fotografie, Kultur- und Zeitgeschichte. Zuletzt war der Verleger Andreas von Stedmann Geschäftsführer, außerdem gab es stille Gesellschafter. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Kartenverkauf für Berlinale hat begonnen

Film-Fans campierten schon nachts vor den Schaltern

Wenige Tage vor Beginn der Berlinale hat der Kartenverkauf für das Filmfestival begonnen. In Berlin warteten Fans schon am frühen Morgen stundenlang vor den Ticketschaltern - um 10.00 Uhr begann der Verkauf. Auch online gab es die ersten Karten, die ersten Veranstaltungen waren bereits nach Minuten ausverkauft. Es gibt aber noch nicht alle Tickets - viele können erst drei Tage im Voraus gekauft werden. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin werden am Donnerstag eröffnet. Bis zum 21. Februar sind rund 400 Filme zu sehen. In der Hauptstadt werden unter anderem George Clooney, Julianne Moore und Meryl Streep erwartet, die in diesem Jahr Präsidentin der Berlinale-Jury ist.

Britische Popsängerin Adele erfolgreichste Musikerin 2015

Album "25" bricht Verkaufsrekorde

Die britische Sängerin Adele war 2015 offiziell die meistgekaufte Musikerin der Welt. Wie der Weltverband der Phonoindustrie (IFPI) mitteilte, habe Adele die meisten Titel verkauft, obwohl ihr neues Album "25" erst am 20. November veröffentlicht wurde. Die Sängerin weigerte sich zudem in einem ungewöhnlichen Schritt, das Album auf Streamingdienste zu stellen. Das Album war Adeles erstes seit mehr als vier Jahren. In den USA und Großbritannien brach es die bisherigen Rekorde für Plattenverkäufe in der ersten Woche. Auf Platz zwei der meistgekauften Musiker landete der britische Sänger und Songwriter Ed Sheeran mit seiner Ballade "Thinking Out Loud". US-Popsängerin Taylor Swift, die im Vorjahr mit ihrem Album "1989" an der Spitze lag, kam diesmal auf Platz drei. Auf dem vierten und fünften Platz folgten der kanadische Popsänger Justin Bieber und die britische Boyband One Direction.

Skulptur von Wieland Förster gestohlen

Kunstwerk ist Teil des Penthesilea-Zyklus

Eine Plastik des Bildhauers Wieland Förster ist aus dem Garten des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder) gestohlen worden. Nach Angaben einer Museumssprecherin gehört die Skulptur - zwei liegende Torsi - zum Penthesilea-Zyklus. Der heute 85-jährige Förster hatte ihn in den 1980-er Jahren zum Kleist-Stück "Penthesilea" geschaffen. Die drei anderen Plastiken stehen vor dem Gebäude. Die Diebe entfernten die Bronzefigur in der Nacht zum Samstag von einem Betonsockel, wie die Polizei mitteilte.

Dankesrede von Dunja Hayali sorgt für Aufsehen

Hayali erhielt eine Goldenen Kamera für ihre objektive Berichterstattung über die Flüchtlingskrise

Mit Tränen in den Augen hat die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali (41) bei der Gala der Goldenen Kamera eine Rede gegen Hass und "Lügenpresse"-Vorwürfe gehalten. Hayali wandte sich direkt an die Kritiker. "Seien Sie offen!", bat sie. "Legen Sie doch gern den Finger in die Wunde und streiten Sie mit uns, diskutieren Sie mit uns, weisen Sie uns auf Fehler hin. Wir sind Journalisten, wir sind keine Übermenschen, wir machen Fehler - deshalb sind wir aber noch lange keine Lügner." Die Worte der 41-Jährigen rissen die Gala-Gäste, darunter viele Journalisten und Schauspieler, von den Rängen und spiegelten sich in betroffenen Gesichtern. Die ZDF-Moderatorin, Tochter irakischer Auswanderer und geboren in Deutschland, war für ihre objektive Berichterstattung über die Flüchtlingskrise mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet worden.

Bester Animationsfilm des Jahres gekürt

"Alles steht Kopf" gewann zudem in neun weiteren Kategorien

Der Pixar-Film "Alles steht Kopf" ("Inside Out") ist bei der Verleihung der Annie Awards für Animationsfilme als bester Film des Jahres geehrt worden. Er setzte sich in Los Angeles gegen "Anomalisa", "Shaun das Schaf", "Arlo& Spot" und "Die Peanuts" durch. "Alles steht Kopf" gewann zudem in neun weiteren Kategorien. Für die beste Animation einer Figur wurde das Team von "The Revenant- Der Rückkehrer" ausgezeichnet. Darin greift ein Bär Leonardo DiCaprio an. Den Preis für den besten Animationsfilm eines Indie-Studios ging an "Boy and the World" aus Brasilien. Für die besten Effekte in einem Realfilm wurde "The Avengers: Age of Ultron" ausgezeichnet.

Mannheimer Musikband gewinnt erneut Jewrovision

Der größte Gesangs- und Tanzwettbewerb in Europa für jüdische Jugendliche fand zum 15. Mal statt

Beim Jewrovision-Musikwettbewerb hat sich der Vorjahressieger aus Mannheim erneut durchgesetzt. Vor heimischer Kulisse überzeugte die Band "Or Chadash feat. JuJuBa" mit einem HipHop-Act. Jewrovision ist der nach eigenen Angaben größte Gesangs- und Tanzwettbewerb in Europa für jüdische Jugendliche. Wie der Zentralrat der Juden in Deutschland als Veranstalter mitteilte, belegte den zweiten Platz das Jugendzentrum Chai Hannover. Auf Platz drei kam Amichai Frankfurt am Main. Der Preis für das beste Vorstellungsvideo ging nach Hamburg an das Jugendzentrum Chasak. Die Jewrovision ist nach dem Vorbild des Eurovision Song Contest (ESC) organisiert und stand diesmal unter dem Motto "Next Generation- Ledor Wador". Rund 1.200 junge Leute aus 60 jüdischen Gemeinden aus ganz Deutschland nahmen an dem 2002 ins Leben gerufenen Wettbewerb teil. Seit 2013 ist der Zentralrat der Juden in Deutschland Veranstalter.

"Truman" triumphiert bei spanischen Filmpreisen

Mehrere Oscar-Gewinner erhielten derweil keine Goyas

Die Tragikomödie "Truman" um einen sterbenskranken Mann, der für seinen geliebten Hund einen neuen Besitzer sucht, hat bei der 30. Verleihung der spanischen Goya-Filmpreise triumphiert. Das Werk des katalanischen Regisseurs und Drehbuchautors Cesc Gay (48) erhielt in Madrid fünf Preise, darunter die Auszeichnungen für den besten Film, die beste Regie und das beste Original-Drehbuch. Drei Oscar-Gewinner gingen derweil leer aus. Die Französin Juliette Binoche (51) war für ihre Arbeit in "Nobody Wants the Night" ebenso wie die 41-jährige Spanierin Penélope Cruz ("Ma ma") als beste Hauptdarstellerin nominiert. Beide zogen jedoch den Kürzeren gegen die junge Spanierin Natalia de Molina (25), die im Film "Techo y Comida" (Dach und Essen) in der Rolle einer arbeitslosen alleinerziehenden Mutter glänzt und nach ihrer Auszeichnungen als "Entdeckung" vor zwei Jahren bereits ihren zweiten Goya bekam.

"The Revenant" bester Film des Jahres

Directors Guild of America ehrt Regisseur Iñárritu

Das Rachedrama "The Revenant" hat drei Wochen vor den Oscars einen wichtigen Preis gewonnen. Regisseur Alejandro González Iñárritu erhielt für den Western-Thriller mit Leonardo DiCaprio von der US-Regisseurs-Gewerkschaft DGA die Auszeichnung für den besten Film des Jahres. Es ist Iñárritus zweiter Sieg in Folge. Als bester Dokumentarfilm setzte sich überraschend "Cartel Land" von Matthew Heineman gegen die Musik-Doku "Amy" durch. Den Preis für die Regie eines Debütfilms erhielt Alex Garland für "Ex Machina". Die Preise der Directors Guild of America gelten als wichtiger Gradmesser für die Oscars, die am 28. Februar verliehen werden.

Singer-Songwriter Dan Hicks gestorben

Der Mitentwickler des "San Francisco Sound" wurde 74 Jahre alt

Der amerikanische Singer-Songwriter Dan Hicks ist gestern im Alter von 74 Jahren gestorben. Dies teilte seine Frau CT Hicks auf dessen Webseite und seiner Facebook-Seite mit. Seit zwei Jahren hatte der langjähriger Musiker mit Rachen- und Leberkrebs zu kämpfen gehabt. In den 60er Jahren gehörte Hicks der US-Rockband The Charlatans an, die gemeinsam mit Jefferson Airplane, Grateful Dead und anderen Gruppen an der Entwicklung des psychedelischen "San Francisco Sound" maßgeblich beteiligt war. Später gründete er die Band Hot Licks, die einige erfolgreiche Alben herausbrachte, sich jedoch 1973 auf dem Höhepunkt ihrer Popularität auflöste.

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