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Musikmesse Frankfurt | Beitrag vom 09.04.2016

Gespräche und Musik Die lebendige Vielfalt der Musikkultur Syriens

Unter den Menschen, die aus dem vom Krieg zerstörten Land zu uns nach Europa flüchten, sind auch sehr viele hochqualifizierte Musikerinnen und Musiker.

Zwei von ihnen stellt Deutschlandradio Kultur auf der Großen Bühne des Messestandes von Deutschlandradio und Conbrio am Sonnabend, den 9. 4., um 11 Uhr vor – den Cellisten Athil Hamdan und den Sänger und Instrumentalisten Ibrahim Keivo. Im Schaffen dieser beiden Musiker wird der enorme Reichtum der syrischen Kultur eindrucksvoll, wenn auch nur ansatzweise deutlich.

Der syrische Cellist Athil Hamdan (Deutschlandradio / Manfred Hilling)Der syrische Cellist Athil Hamdan (Deutschlandradio / Manfred Hilling)

Athil Hamdan war bis zu seiner Ausreise vor gut einem halben Jahr Dekan der Musikhochschule Damaskus. Er hat in seiner Heimatstadt  und in Moskau und Odessa Cello studiert. Neben seiner Arbeit als Hochschullehrer hat er als Solist und Solocellist des Syrischen Nationalorchesters das (westlich-)klassische Musikleben des Landes geprägt, nicht zuletzt durch seine enge Beziehung zu zeitgenössischen Komponisten des Landes. Einen kleinen Ausschnitt aus dieser Szene wird Athil Hamdan in Frankfurt präsentieren, unter anderem ein Solo-Stück des in Krakau lebenden Komponisten Zaid Jabri, der ebenfalls aus Damaskus stammt.

Der syrische Sänger und Instrumentalist Ibrahim Keivo (Deutschlandradio / Manfred Hilling)Der syrische Sänger und Instrumentalist Ibrahim Keivo (Deutschlandradio / Manfred Hilling)

Ibrahim Keivo wiederum ist ein Repräsentant der äußerst vielfältigen traditionellen Musikkultur Syriens, speziell des multikulturellen Nordostens des Landes. Keivo stammt aus der Region "al-Dschasira" und hat nach seinen Studien unter anderem in Aleppo bei Nouri Iskandar in der Stadt Al-Hassakeh Musiklehrer ausgebildet. Zugleich komponiert er und sammelt traditionelle Lieder aller Sprachen, Kulturen und Konfessionen des Landes. Er spricht und singt Botani- und Kurmandji-Kurdisch, Armenisch, Assyrisch, Türkisch und verschiedene arabische Dialekte. In Frankfurt wird er eigene Stücke vorstellen, die er der musikalischen Tradition der Städte und Dörfer nachempfunden hat und die sich nicht zuletzt mit der tragischen Geschichte der vielen dort lebenden oder jetzt nicht mehr dort lebenden Menschen auseinandersetzt.

Athil Hamdan, Violoncello (Berlin, Damaskus)
Ibrahim Keivo, Baglama und Bouzuk (Lemgo, al-Hasaka)
Moderation: Volker Michael

Samstag, 9. April, 11 Uhr
Halle 8.0 E50

Tonart

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