Seit 16:05 Uhr Echtzeit
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 16:05 Uhr Echtzeit
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 14.05.2010

Gerhart Baum: "Die FDP muss alles tun, um im Spiel zu bleiben"

Ehemaliger Vize-FDP-Chef plädiert für Regierungsbeteiligung der Liberalen in NRW

Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP), aufgenommen am 10. Oktober 2007 in Karlsruhe. (AP)
Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP), aufgenommen am 10. Oktober 2007 in Karlsruhe. (AP)

Der ehemalige stellvertretende FDP-Vorsitzende Gerhart Baum spricht sich für eine Regierungsbeteiligung der nordrhein-westfälischen FDP innerhalb einer Jamaika-Koalition aus. "Die FDP muss alles tun, um im Spiel zu bleiben – nicht unter allen Bedingungen, aber sie muss das ausloten", sagte er.

"Es kommt jetzt darauf an, in einer tiefen Krise, in der Europa und die Welt steckt, dass wir in Nordrhein-Westfalen eine handlungsfähige Regierung bekommen und dass wir auch in Berlin eine handlungsfähige Regierung haben", so der frühere Bundesinnenminister. Denn eine große Koalition in NRW würde auch die Position der FDP in Berlin schwächen.

Zudem halte er die Linkspartei "für keinen akzeptablen Koalitionspartner". Und gerade weil er das verhindern wolle, solle die FDP eine Regierungsbeteiligung und "kompromissfähige Positionen" bedenken. Die FDP solle sich nicht in einem "Lager verschanzen". Das habe er nie verstanden.

Dass die Kanzlerin den Wunsch der Bundes-FDP nach Steuersenkungen kassiert habe, sei "ein Signal, dass sie FDP hat hinnehmen müssen". Sie sei nun in der Realität angekommen, so Baum. Er betonte: "Wir stehen vor ganzen harten Entscheidungen." Für Koalitionsspielchen alter Art sei überhaupt kein Raum mehr.

Sie können das vollständige Gespräch mindestens bis zum 14.10.2010 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

Interview

Hofer provoziert Van der BellenDie Kunst der Lüge
Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen vor dem TV-Duell. (AP / Ronald Zak)

Radikalisierung und Verrohung der Sprache - so analysiert der Kulturwissenschaftler und Ökonom Walter Ötsch den Wahlkampf um das Bundespräsidentenamt in Österreich. FPÖ-Kandidat Norbert Hofer habe mit seiner "Crash-Rhetorik" und absurden Vorwürfen dazu beigetragen. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur