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Forschung und Gesellschaft / Archiv | Beitrag vom 13.01.2011

Geister und Seele

Die Herausforderungen transkultureller Psychiatrie

Von Andrea Westhoff

Was tun, wenn nach Auffassung eines Patienten der Kontakt mit den "Geistern" der Ahnen gestört ist? (Stock.XCHNG / Andy Heyward)
Was tun, wenn nach Auffassung eines Patienten der Kontakt mit den "Geistern" der Ahnen gestört ist? (Stock.XCHNG / Andy Heyward)

In Deutschland leben derzeit etwa 16 Millionen Migranten, einige von ihnen sind oder werden psychisch krank. Das wirft eine Reihe von Problemen auf: Zunächst das der sprachlichen Verständigung zwischen Patienten, Ärzten und Therapeuten. Je nach kultureller Herkunft äußern Patienten psychische Erkrankungen unterschiedlich.

In der westlichen Diagnostik ist man stärker auf die einzelnen Organe fokussiert, in anderen Kulturkreisen werden Krankheiten häufig mit übernatürlichen Ereignissen erklärt.

Der Kontakt mit "Geistern" der Ahnen gilt in vielen Kulturen als "normal", kann aber derart gestört sein, dass der Betreffende dennoch schwere seelische Qualen leidet. Doch wie behandelt man einen bösen Blick oder einen Schadenszauber?

Die Auseinandersetzung mit veränderten Bewusstseinszuständen in verschiedenen Kulturen macht deutlich, dass die moderne Psychiatrie noch über wenig geeignete Erklärungsmodelle verfügt.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

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