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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 31.01.2013

Freundschaft im Schatten von Stalingrad

Wolgograd und die Deutschen 70 Jahre später

Von Andrea Rehmsmeier

Die "Mutter Heimat"-Statue in Wolgograd, ein Mahnmal für die Schlacht um Stalingrad. (AP)
Die "Mutter Heimat"-Statue in Wolgograd, ein Mahnmal für die Schlacht um Stalingrad. (AP)

Es gibt wohl nur wenige Orte in Russland, in denen Einheimische deutschen Touristen mit soviel Freundlichkeit begegnen wie in Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad. In der kollektiven Erinnerung der Wolgograder werden heute oft deutsche Soldaten und Rotarmisten gleichermaßen zu Opfern zweier grausamer Kriegsherren gemacht.

Das Heulen der Katjuscha-Raketen ist noch immer nicht verhallt. Auf dem Mamajew-Hügel – dort, wo vor 70 Jahren die letzten Wehrmachtsoldaten entkräftet ihre Waffen fallen ließen – beschallen heute Lautsprecherboxen die weitläufige Gedenkstätte mit Kriegsgetöse, Heimatschnulzen und historischen Radioparolen.

Es ist der patriotische Soundtrack für einen Schlachtfeld-Tourismus, der seit Jahrzehnten Menschenmassen aus allen Teilen Russlands anzieht. Und auch das Schwert der "Mutter Heimat"-Statue schwebt bis heute weithin sichtbar über den Dächern von Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad. Die monumentale Stahlbeton-Kriegerin, die mit wütend aufgerissenem Mund ihre Söhne in den Krieg ruft, ist das Wahrzeichen der Stadt. Mit 85 Metern Höhe gehört "Mutter Heimat" zu den größten Statuen der Welt. Ameisenhaft klein wirkt dagegen das Schulmädchen, das an ihrem Fuß steht. Es reicht mit dem Scheitel gerade mal bis zum Zehennagel der schlanken Frauengestalt.

Wir haben gerade viel über das Denkmal "Mutter Heimat " gelernt, erzählt das Mädchen. Dass es 8000 Tonnen wiegt. Das alles findet sie interessant. Sie möchte mehr darüber erfahren, wie ihre Vorfahren für ihre Heimat gekämpft haben. Zuhause werde sie sich ein Buch besorgen, weil sie alles über den "Großen Vaterländischen Krieg" erfahren will.

Der "Große Vaterländische Krieg": Der patriotische Begriff ist in Russland bis heute eine gängige Umschreibung für den Zweiten Weltkrieg. Zur Zeit des Kalten Kriegs war der Mamajew-Hügel die Pilgerstätte der Militärsupermacht Sowjetunion. Der hart erkämpfte Sieg lieferte die ideologische Begründung für das Wettrüsten.

Auch im postsowjetischen Russland gehört ein Ausflug zum Schauplatz des Triumphes zum Standardprogramm vieler russischer Schulen. Doch inzwischen sind auch Touristen aus dem Ausland auf dem Mamajew-Hügel keine Seltenheit mehr. Viele kommen aus Deutschland.

Erinnerungskult hat kuriose Züge angenommen

Eine Gruppe Soldaten marschiert vorbei – den Blick starr geradeaus gerichtet, die Fußspitzen bis in Beckenhöhe hochgereckt. Doch Ehrfurcht rufen die Uniformierten heute nicht mehr hervor. In der "Halle des Ruhms" - einem mausoleumsartigen Gebäude, das neben der Mutter-Heimat-Statue steht - hat der Erinnerungskult längst kuriose Züge angenommen. Neben der baumhohen Fackel, die zum Gedenken an die Gefallenen lodert, sind Soldaten postiert. Hier stehen die Besucher Schlange, um sich ablichten zu lassen. Die Gedenkstätte des schwer erkämpften Siegs der Roten Armee über die Angreifer aus Deutschland – heute ist sie vor allem eine spektakuläre Fotokulisse fürs Familienalbum.

Ein junger Mann mit Kamera um den Hals sucht Kontakt zu den deutschen Touristen. Mit strahlendem Lächeln stellt er sich vor: Er heißt Vjatschesláv.

"Meine Großmutter hat den Krieg erlebt, sie hat mir davon erzählt. Ihr Mann ist gefallen. Einmal haben die deutschen Soldaten sie um Kartoffeln gebeten, und sie hat ihnen einen ganzen Sack voll überlassen. Sie waren freundlich. Soldaten sind doch einfache Leute, hat Großmutter gesagt. Sie haben doch keine Schuld."

Für Vjatschelav ist es bereits der fünfte Besuch am Mamajew-Hügel. Doch das Monumental-Denkmal von Mutter Heimat lässt ihn unbeeindruckt. Lieber mag der 30-Jährige die deutlich kleineren Skulpturen des Gedenkparks, die Schlachtenszenen nachbilden: Sie zeigen Kämpfende und Verwundete, Gefallene und Trauernde. Wenn er davor steht, sagt Vjatschelav, dann wünscht er sich, dass Deutsche und Russen künftig in Frieden leben.


"Ich selbst habe deutsch in der Schule gelernt und es hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Ich träume davon, einmal im Urlaub nach Deutschland zu fahren. Einige meiner alten Schulfreunde wohnen jetzt dort, wir chatten über Internet. Ich mag Deutschland wirklich sehr."

Deutsche besuchen Stalin-Museum

Am Rande des Gedenkparks, etwas abseits der Hauptwege, steht das Stalin-Museum. Hier gibt es Stalin-Büsten, Stalin-Fotos und die Originalmöbel aus Stalins Arbeitskabinett zu besichtigen. Vergilbte Flugblätter verkünden Durchhalte-Parolen, Schwarzweiß-Fotografien dokumentieren den Verlauf der Schlacht. Hier arbeitet Museumsführerin Tatjana Aronowa.

Zu Sowjetzeiten hat sie Gruppen aus allen Teilen Russlands durch die Ausstellung geführt. Doch seit auch viele Deutsche in das Stalin-Museum kommen, sagt sie, schaut sie anders auf Fotos der Ausstellung.

"Schauen Sie sich nur diese Fotografie an: Das sind die Soldaten, die wir heute Faschisten nennen – so junge Männer, zwischen 20 und 27 Jahre. Im Juli 1942 kamen sie an die Wolga, da war es hier über 30 Grad heiß. Und dann kam der Winter – mit viel Schnee und eisigen Temperaturen bis minus 40 Grad."

Kriegsveteranen, die Angehörigen gefallener Wehrmachtssoldaten, politisch interessierte Reisegruppen – viele reisen heute aus Deutschland an den Schauplatz der schicksalhaften Schlacht. Gerade viele junge Deutsche, ist Tatjana Aronova aufgefallen, stellen sich heute mit großer Ernsthaftigkeit die Frage nach der deutschen Kriegsschuld. Dann versucht sie, ihnen zu erklären, wie die Russen von heute den Kriegsgegner von damals sehen.


"Fünf Jahre lang ist auf dem Mamajew-Hügel kein Gras gewachsen, der Boden war getränkt mit dem Blut der Soldaten. Ich sage die reine Wahrheit, wenn ich heute den jungen Deutschen sage: Sie können stolz auf Ihre Großväter sein – es waren hervorragende Soldaten, die nicht aufgegeben haben. Ja, unsere Väter haben erst Russland befreit, und dann Europa. Und sie liegen begraben zwischen der Wolga und Berlin. Dank ihnen weiß die Welt, dass an der Wolga eine Stadt steht, die den Faschismus aufgehalten hat. Und dennoch: Bei meinen Stalingrad-Führungen vermeide ich den Begriff: die Deutschen. Weil wir Russen nie gegen das deutsche Volks gekämpft haben, sondern immer nur gegen die Faschisten."

Die Freundlichkeit der Wolgograder gegenüber Besuchern aus Deutschland ist auffällig – und das hat auch mit dem Tourismus zu tun. Die Stadt versteht es seit langem, aus ihrem Mythos Kapital zu schlagen. Ungewöhnlich unbürokratisch und preisgünstig für russische Verhältnisse kann man sich hier in kleinen Privatpensionen einmieten.

Vielvölkerstadt Wolgograd

Die Uferpromenade ist gesäumt von Restaurants und kleinen Bars. Auch sonst macht die sonnige Millionenmetropole einen weltoffenen Eindruck. Hier, wo der Kaukasus nicht fern ist, sieht man auf den Straßen russische, georgische, aserbaidschanische, armenische und auch viele asiatische Gesichter.

Schon das alte Stalingrad war eine Vielvölkerstadt. Auch viele Wolga-Deutsche wohnten hier. Doch nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion hatte Stalin die Wolga-Deutschen im Sommer 1941 nach Sibirien und Kasachstan deportierten lassen. So wollte er verhindern, dass sie sich mit ihren Landsleuten verbündeten. Auch andere ethnische Minderheiten, die an der Wolga lebten, gerieten in den Verdacht der Kollaboration mit der deutschen Wehrmacht. Kalmyken, Krimtataren, Inguschen und Tschetschenen teilten mit den Wolga-Deutschen das Schicksal der Deportation. Über drei Millionen Menschen wurden in den Jahren 1943/44 auf Stalins Befehl verschleppt. Viele kehrten aus der sibirischen Verbannung nie zurück.

"In dieser Gegend sind jede Menge Granaten runtergegangen, denn hier verlief die Frontlinie. In unserem Dorf waren die mit Deutschland verbündeten rumänischen Einheiten stationiert. Keine zwei Kilometer weiter hatten sich die Rotarmisten verschanzt."

Granatsplitter, Patronenhülsen und sogar der Schaft eines Maschinengewehrs: Sorgfältig aufgereiht liegen die Weltkriegsdevotionalien auf einem Holzbänkchen in der Abendsonne. Sie stecken in dieser Gegend überall im Boden, berichtet Sergej, und bei der Gartenarbeit liegen sie plötzlich auf dem Spaten.

Der sportliche 60-Jährige mit den schmalen, mongolischen Augen tritt auf die Straße hinaus, und lässt seinen Blick über die geduckten Häuschen schweifen, die sich an der Landstraße aufreihen. Die Siedlung liegt etwa 80 Kilometer südlich von Wolgograd, inmitten einer ansonsten menschenleeren Steppenlandschaft. Sie gehört zum Territorium von Kalmykien: Die autonome Republik im Süden der Russischen Föderation ist die Heimat des kleinen Mongolenvolks der Kalmyken, des einzigen mehrheitlich buddhistischen Volkes Europas.

"Drei oder vier Monate befand sich diese Siedlung unter deutscher Besatzung, das war im Sommer des Jahres 1942. Die Zeit der Okkupation war kurz, doch folgenreich: Im Gegensatz zu den Sowjets pflegten die Deutschen gute Beziehungen zu uns Kalmyken. Unter Stalin waren unsere buddhistischen Tempel geschlossen. Viele Kalmyken waren als Kulaken verfolgt worden, das Vieh wurde beschlagnahmt. Unter deutscher Okkupation dagegen haben die Tempel wieder eröffnet, und die Kolchosen haben gearbeitet."


Kollaboration mit den Deutschen war Ausnahme

Zwangskollektivierung, Säuberungsaktionen und Schauprozesse hatten seit Anfang der 1920er-Jahre Hunderttausenden das Leben gekostet. Als dann die Deutschen und die verbündeten rumänischen Einheiten an der Wolga Dorf um Dorf besetzten, müssen viele Kalmyken insgeheim gehofft haben, dass sich die neuen Besatzer weniger brutal in ihr Leben einmischen, glaubt Sergej. Tatsächlich sollen vereinzelt kalmykische Reitereinheiten die Deutsche Wehrmacht gegen das repressive Stalinsche Regime unterstützt haben.

"Trotzdem glaube ich, dass nur wenige Kalmyken tatsächlich mit der Wehrmacht kollaboriert haben. Aber Stalin brauchte eine Rechtfertigung für den desaströsen Kriegsverlauf – so schnell, wie es den Deutschen damals gelungen war, große Teile Russlands zu besetzen. Schließlich hatte der Krieg gerade am 22. Juni 1941 begonnen, im August 1942 waren die Deutschen schon an der Wolga. Wie viele Rotarmisten sind in dieser kurzen Zeit gefallen, oder in Kriegsgefangenschaft geraten! Und so lautete die Propaganda: Der Verräter wegen verlieren wir den Krieg."

Stalins Strafaktion erfolgte, als seine Armee die Schlacht um Stalingrad längst gewonnen hatte: Am 27. Dezember 1943 wurden über 100 000 Kalmyken in Viehwaggons in einem 16-tätigen Transports nach Sibirien deportiert. Zehntausende starben auf dem Weg an Kälte und Hunger. Sergej selbst wurde in der Verbannung in Sibirien geboren. Erst nach Stalins Tod durften er und seine Landsleute in ihre alte Heimat zurückkehren.

Händeschütteln mit Regionalpolitikern, buddhistische Mönche mit strahlendem Kameralächeln, Zusammenkünfte mit gut gelaunten Delegationen – das Album, in dem die alte Frau blättert, dokumentiert in bunten Schnappschüssen 20 Jahren Kulturarbeit. Die kleine Stiftung, die Nina Sandscheríkovna Uljánova gegründet hat, trägt den Namen "Das Erbe", und hat ihre Büroräume in der kalmykischen Hauptstadt Elistá.

"Was sind das nur für hübsche Fotos! Das hier ist ein deutscher Pastor. Und hier besuchen mich Vertreter des Deutschen Zentrums in Wolgograd. Diese Frau ist auch eine Russlanddeutsche. Während der Zeit der Verbannung waren wir zusammen in Sibirien. Diese hier sind alle meine deutschen Freundinnen – ja, meine Freundinnen … "

Das harte Schicksal der Wolga-Deutschen

Nina Sandschаrikovna Ulanova blickt von ihrem Fotoalbum auf: Wenn die greise Kalmykin von den "Deutschen" schwärmt, dann denkt sie dabei weder an Touristen noch an Wehrmachtssoldaten. Sie meint die Wolga-Deutschen – ihre alten Nachbarn, mit denen sie in dem Stalingrad ihrer Kindheit Tür an Tür wohnte. Solange, bis diese kurz nach Kriegsausbruch, im Sommer 1941, bei Nacht und Nebel von Soldaten abgeholt und verschleppt wurden. Damals, in der Stalin-Ära, waren nächtliche Verhaftungen unter willkürlichen Vorwänden Teil einer repressiven Politik. Nina kramt das verblichene Schwarzweiß-Porträt einer Frau mit mongolischen Gesichtszügen hervor: Ihre Mutter.

"Mama muss ein blühendes Paradies in sich getragen haben, so eine Lebenseinstellung hatte sie. Ständig wurde sie verhört, und ihre Wohnung durchsucht. Ihr Mann: verhaftet. Ihr Bruder: verhaftet. Ihr Vater: als Kulake im Straflager. All das hat sie still ertragen, nie habe ich von ihr ein böses Wort gehört. Zeit meines Lebens habe ich mich gefragt: Wie schafft sie das nur? Soviel Gutes aus dem Leben herauszuziehen! Meine Stiftung habe ich für Mama gegründet. Weil sie mich gelehrt hat, was für bemerkenswerte, göttliche Menschen unsere Vorfahren waren."

Als die Front im September 1942 Stalingrad erreichte, da waren Ninas männliche Familienmitglieder verhaftet, die damals Zehnjährige war mit ihrer Mutter allein. Je erbitterter die Kämpfe tobten, desto mehr richtete sich die Stalinsche Propaganda gegen die Kalmyken. Kollaboration mit dem Feind, lautete der Vorwurf.

"Ich habe überhaupt nichts verstanden. Erst sollte mein Vater ein Volksverräter sein, und jetzt wir alle! Dabei habe ich selbst die deutschen Truppen nicht einmal zu Gesicht bekommen! Nur die Bomben, die mal von der deutschen, und mal von unserer Seite kamen. Zu dieser Zeit haben wir in Erdlöchern gelebt. Die Rote Armee verfolgte die Taktik der Verbrannten Erde. Ich weiß noch, wie wir geschrien haben: 'Ihr könnte doch unsere Häuser nicht abbrennen, der Winter steht vor der Tür!'. Und die Soldaten: 'So lautet der Befehl, die Faschisten kommen!'. Sie haben alles niedergebrannt. Und wir fanden uns in Erdlöchern wieder."

Doch die Verbrennung der Wohnhäuser war nur der Anfang. Stalins Vergeltung traf die Kalmyken, als die Schlacht um Stalingrad längst entschieden war. Am 28. Dezember 1943 verloren die Kalmyken ihre Heimat.

"Es war der 28. Dezember, um vier Uhr morgens. Die Nacht war dunkel, und wir haben in Erdlöchern gelebt. Soldaten haben uns geweckt: 'Unverzüglich in die Waggons!'. In dieser Nacht herrschten 42 Grad Frost, der Schnee lag knietief. Über zwei Wochen waren wir unterwegs. Wie viele sind gestorben auf diesem Weg, wir waren mehr Tote als Lebendige! Das strenge Regime, die überfüllten Waggons, die Soldaten mit ihren Gewehren und ihren Hunden. Und diese Kälte! Und keiner versteht, was überhaupt los ist. 13 Jahre später heißt es dann: Wir sind rehabilitiert, und können nach Hause zurückkehren. Rehabilitiert wegen nicht begangener Straftaten? Was soll denn das für eine Rechtfertigung sein?"

Ein Denkmal für ehemalige Stadtbewohner

Nina Sandschernikovna schweigt. Dann legt sie mit entschlossener Geste die Schwarzweiß-Fotos beiseite. Vor zwei Jahren hat sie mit Spendengeldern und Stiftungsmitteln eine buddhistische Stupa errichten lassen. Das Denkmal steht heute in dem Wolgograder Stadtteil Alt-Sarepta, das in dem Stalingrad ihrer Kindheit als das Viertel der Wolga-Deutschen galt. Die Stupa soll an die früheren Stadtbewohner von Stalingrad erinnern, sagt Nina: für die Wolga-Deutschen, und für die unzähligen Namenlosen, die in den schicksalhaften 30er- und 40er-Jahren zwischen die Fronten zweiter Diktaturen gerieten. Und natürlich für ihre eigenen Vorfahren, die Kalmyken.

"So eine Babuschka bin ich! Vor 400 Jahren sind die Kalmyken an die Wolga gekommen. Sie haben für das Russische Reich gekämpft, sie haben Russland geliebt, sie sind als Helden ausgezeichnet worden. Aber in Wolgograd interessiert sich niemand für sie. Also habe ich mir gesagt: Ich brauche Geld für eine Stiftung. Dann bin ich nach Wolgograd gefahren, und ein Denkmal aufgestellt. Ich habe getan, was getan werden musste."

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