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Fazit | Beitrag vom 18.01.2016

Frankfurter Kulturpolitik Goethes romantische Seite

Felix Semmelroth im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

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Auf dem Bild "Goethe in der römischen Campagna" von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein liegt Goethe hingebettet vor einer italienischen Landschaft (picture alliance / dpa/ Boris Roessler)
Die Verehrung für Goethe lockt viele Touristen in seine Geburtstadt Frankfurt. Das Ölgemälde "Goethe in der römischen Campagna" von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein hängt im Frankfurter Städel. (picture alliance / dpa/ Boris Roessler)

Johann Wolfgang von Goethe soll in Frankfurt am Main als Romantiker neu entdeckt werden, sagt der Kulturdezernent der Stadt, Felix Semmelroth. Dort entsteht ein Romantikmuseum, das in einem Neubau neben dem Goethehaus unterkommen soll.

"Das ist die Möglichkeit, Goethe, gerade Goethe eben in Frankfurt, in Deutschland auch als Romantiker zu zeigen", sagte der Kulturdezernent der Stadt, Felix Semmelroth, im Deutschlandradio Kultur. Goethe werde gerade in Deutschland meist als Klassiker vorgestellt. Das gelte aber nicht für Frankreich oder Großbritannien, wo man ihn sehr wohl als Romantiker wahrnehme. In der Main-Metropole soll an historisch bedeutender Stelle, im Großen Hirschgraben, ein Neubau für das Romantikmuseum entstehen, der an das Goethehaus grenzt. Es soll 2018 eröffnet werden.  

Bedeutende Romantiksammlung

Semmelroth sagte, das  Geburtshaus  des Johann Wolfgang von Goethe verfüge über die wahrscheinlich beste und bedeutendste Romantiksammlung in Deutschland. Dort seien auch Joseph von Eichendorf (1756-1818), Clemens Brentano (1778-1842) und andere Romantiker mit Faksimiles vertreten sowie eine große Gemäldesammlung. "In diesem Romantikmuseum wollen wir erstens die großartige Sammlung natürlich einer Öffentlichkeit zugänglich machen, aber zum anderen eben auch Goethe neu entdecken lassen."

Stadt der Mäzene

Der Kulturdezernent verwies auf die große Tradition des Mäzenatentums in Frankfurt. "Das ist natürlich gut für alle, die hier leben und arbeiten", sagte er. Auch der Stadtkämmerer wisse um die Bedeutung Frankfurts als Kulturstadt und was dies für die Lebensqualität der Bevölkerung bedeute. "Aber überzeugen muss ich immer wieder das Stadtparlament", sagte Semmelroth. "Das ist wesentlich schwerer zu überzeugen manchmal als der Kämmerer, weil dort auch andere Prioritäten gelegentlich gesetzt werden." Seine Auffassung werde nicht immer geteilt, dass Kultur Teil der Daseinsvorsorge in der Kommunalpolitik sei.

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