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Fazit / Archiv | Beitrag vom 02.06.2010

"Forgetting Dad"

Jörg Taszman über einen schonungslosen Familienfilm

Zwei Jahrzehnte, nachdem Richard Minnich bei einem Autounfall sein Gedächtnis verloren hat, macht sich sein Sohn Rick auf die Suche nach der Identität des Vaters. War der Gedächtnisverlust nur vorgetäuscht, damit Richard seine Familie verlassen und ein neues Leben beginnen konnte?

Deutschland 2008, Regie: Rick Minnich, Matt Sweetwood, Darsteller: Rick Minnich, Loretta Minnich, Lora Young, Justin Minnich, Pam Shields, Jan Emamian, Payman Emamian, Anne Minnich, Länge: 84 Minuten

Regisseur Rick Minnich ist Amerikaner und kam 1990 als 22-Jähriger nach Berlin. Er verliebte sich in eine Potsdamerin und blieb in Deutschland, studierte Film an der HFF in Babelsberg und hat bereits einige sehr originelle Dokumentarfilme gedreht, die fast ausschließlich in den USA spielen.

Im gleichen Jahr in dem der junge Rick Minnich in Deutschland blieb, hatte sein Vater Richard einen Autounfall. Er litt unter Amnesie und erkannte seine Kinder aus erster und zweiter Ehe nicht mehr wieder. Er nannte sich fortan "The New Richard". Sein Sohn wollte dann nach zehn Jahren einen Film über seinen Vater drehen, der ihm im Laufe der Dreharbeiten verbot, ihn weiter zu filmen und später sogar den Kontakt völlig abbrach.

Bei Interviews mit seiner Familie tauchten Zweifel auf. Spielt der neue Richard den Gedächtnisverlust nur vor, um sich völlig abzukapseln, mit seiner dritten Ehefrau ein neues Leben zu beginnen und nicht in einen Bankenskandal verwickelt zu werden, bei dem er als Zeuge und ehemaliger Mitarbeiter einer Bank die Kredite aufkaufte, aussagen sollte?

Wie in einem Familienkrimi geht Rick Minnich auf die Spuren seines alten und neuen Vaters. Er hat so viele Fragen und findet nicht immer die Antworten, die er sich erhofft ... Heraus kommt ein spannendes, berührendes Puzzle über die Suche nach dem Vater, die auch beim Zuschauer Assoziationen nach den eigenen Vätern und dem Vater in uns weckt.


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