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Interview / Archiv | Beitrag vom 07.08.2007

Foodwatch lobt geplantes Gentechnikgesetz

Wolfschmidt: Gut für Verbraucherrechte

Protest gegen den Anbau von Genmais (AP Archiv/Paul Langrock, Zenit, Greenpeace)
Protest gegen den Anbau von Genmais (AP Archiv/Paul Langrock, Zenit, Greenpeace)

Einen Tag vor dem Beschluss des neuen Gentechnikgesetzes durch das Bundeskabinett hat der Geschäftsführer der Verbraucherorganisation Foodwatch, Matthias Wolfschmidt, die geplante Kennzeichnung von entsprechenden Lebensmitteln ausdrücklich begrüßt. Das sei eine "sehr gute" Nachricht für die Verbraucher, sagt Wolfschmidt im Deutschlandradio Kultur.

"Wir sind gar nicht so unzufrieden mit dem, was auf dem Tisch liegt. Wir sind nicht für oder gegen Gentechnik auf dem Acker, sondern wir wollen, dass die Bürger das beim Einkauf selbst entscheiden." Deshalb sei der Vorschlag von Bundesagrarminister Seehofer (CSU) ein "echter Fortschritt".

Für die Verbraucherorganisation zähle nicht ein bestimmter Abstand beim Anbau zwischen Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen zu den nicht veränderten. Innerhalb der Länder der Europäischen Union gebe es darüber Uneinigkeiten. "Der Abstand muss so gestaltet sein, dass wir noch in 20 Jahren die Möglichkeit haben, uns für oder gegen Gentechnik zu entscheiden. Das heißt, auch in 20 Jahren muss eine Landwirtschaft möglich sein, die ohne Gentechnik veränderte Pflanzen produziert."

Wolfschmidt bezeichnete den morgigen Tag als einen "guten Tag für die Verbraucherrechte". Dabei gehe es darum, ob man mit seinem Kauf die Ausdehnung der Agrargentechnologie unterstützen wolle oder nicht. "Und deswegen ist es ein guter Tag."

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