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Musik / Archiv | Beitrag vom 24.03.2014

FolkMährische Holunderbrüder

Bezobratri: "Desátý Den Trní"

Von Olga Hochweis

Cover "Desátý Den Trní" von Bezobratri
Cover "Desátý Den Trní" von Bezobratri

In ihrer tschechischen Heimat gelten die Bezobratri als ein Pendant zur polnischen "Warsaw Village Band". Verwegen, wild und sehr lebendig interpretieren sie alte und neue Volksmusik.

Mit ihrem vorangegangenen Album "Bezobav" von 2010 hat die Band Bezobratri aus Mähren den wichtigsten tschechischen Musikpreis, den "Andel" in der Kategorie Weltmusik gewonnen. Darauf interpretierten sie mit Virtuosität und größter Spielfreude mährische und slowakische Volksmusik.

Das neue Album geht einen Schritt weiter und setzt mit neuen Mitgliedern auch neue Akzente. Die Pfeifen und Flöten - zum Teil selbst gebaut aus Holunderholz und Namensgeber des Kollektivs (Bezobratri = Holunderbrüder) - sind zugunsten anderer Instrumente wie zum Beispiel Streichern, Akkordeon, Maultrommel oder dem Chalumeau in den Hintergrund getreten. Es klingt dunkler und weicher als die verwandte Klarinette.

Neukompositionen mit traditionellen Texten

Und noch eine weitere Neuerung gibt es: Bis auf eine einzige Ausnahme sind alle zwölf Lieder auf dem Album Neukompositionen. Sie stützen sich auf traditionell überlieferte Texte, die im mehrstimmigen oder solistischen Gesang wunderbar präsentiert werden. Die Texte sind diesmal nicht nur tschechischer und slowakischer Herkunft, sondern auch bosnisch und serbisch. Sie wurden harmonisch und melodisch mit deutlichem Balkan-Bezug vertont. Dazu Musik jenseits der Karpaten, aus Polen und der Ukraine.

Bei soviel neuen Elementen ist das Wichtigste geblieben: Die Virtuosität und die spielfreudige Hingabe der Gruppe sind so ausgeprägt wie ehedem – und auch das macht dieses Album so gelungen.

Label: Indies Scope Records


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