Seit 20:03 Uhr Konzert
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 20:03 Uhr Konzert
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 23.10.2015

FlüchtlingeDie Bibliothek als Ort der Begegnung und Bildung

Nicole Leinich im Gespräch mit Marianne Allweiss und André Hatting

Bücher liegen am 23.04.2014 zum Welttag des Buches in der früheren Stadtbibliothek in Calbe/Saale (Sachsen-Anhalt) auf einer Waage. (picture alliance / dpa / Jens Wolf)
Bibliotheken wollen ihr Integrationspotenzial für Flüchtlinge nutzen (picture alliance / dpa / Jens Wolf)

Kostenlose Leseausweise, Gratis-Wlan, Treffen im Café: Knapp zwei Dutzend deutsche Büchereien haben spezielle Angebote für Flüchtlinge entwickelt. Darunter auch die Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen.

"Wir haben einen extra Arbeitskreis Integration gebildet 2013, haben schon dauerhafte Angebote", sagt Bibliothekarin Nicole Leinich aus Villingen-Schwenningen. So erhielten Flüchtlinge kostenlose Leseausweise. Auch biete die Bibliothek kostenlose Internetnutzung und kostenloses Wlan, "was rege genutzt wird". Ferner verfüge die Bücherei über Bücher in zwölf Sprachen, darunter auch arabische.  Außerdem gebe es ein großes Angebot an Sprachkursen. Hier seien die Ausleihzahlen in die Höhe geschnellt.

"Die Flüchtlinge sind immer sehr freundlich und höflich"

Aus ihrer Begegnung mit Flüchtlingen in der Bibliothek kann Nicole Leinich nur Positives berichten. "Die Flüchtlinge sind immer sehr freundlich, sehr höflich, bedanken sich für alles, was wir ihnen bieten. Es gab noch nichts, was man da jetzt hätte beanstanden können."

Demnächst soll es auch ein regelmäßiges Flüchtlingscafé in der Bibliothek geben, damit sich Einheimische und Flüchtlinge begegnen können.

Mehr zum Thema

Musik verbindet - Wie ein Frauenchor Flüchtlinge integriert
(Deutschlandradio Kultur, Länderreport, 22.10.2015)

Grosser Andrang - Buchmesse lädt am Abschlusstag Flüchtlinge ein
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 18.10.2015)

Interview

Papier und GedächtnisSelber schreiben macht schlau
Ein Neunjähriger schreibt in ein Schulheft (Imago)

Längst gehört es zum Alltag: Schreiben auf dem Computer, Handy, Tablet. Damit tun wir allerdings unserem Gedächtnis keinen Gefallen, weiß der Biologe Martin Korte. Er erklärt, warum wir immer noch zu Papier und Stift greifen sollten. Mehr

Digitales ZeitalterWas wäre Kunst ohne Papier?
Eine Hand zeichnet etwas mit einem Bleistift auf Papier. (imago/stock&people/Westend61)

Zeichnen, kritzeln, notieren: Papier scheint unverzichtbar für kreatives Schaffen. Kann man es digital ersetzen? Kunst werde es weiter geben, meint der Literaturkritiker Lothar Müller. Doch sie werde sich auf jeden Fall verändern. Mehr

Proteste in RusslandDie Wut der jungen Generation
Junge Demonstranten in Moskau rufen Slogans bei einer der landesweiten Anti-Korruptions-Protestkundgebungen in Russland (Imago )

Der Russlandexperte Stefan Meister sieht in den Demonstrationen in Russland vom Wochenende den Beginn einer neuen Art von Protesten: spontan und nicht organisiert. Vor allem junge Leute gingen auf die Straße - aus Wut über die Arroganz der Eliten.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur