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Interview / Archiv | Beitrag vom 23.10.2015

FlüchtlingeDie Bibliothek als Ort der Begegnung und Bildung

Nicole Leinich im Gespräch mit Marianne Allweiss und André Hatting

Bücher liegen am 23.04.2014 zum Welttag des Buches in der früheren Stadtbibliothek in Calbe/Saale (Sachsen-Anhalt) auf einer Waage. (picture alliance / dpa / Jens Wolf)
Bibliotheken wollen ihr Integrationspotenzial für Flüchtlinge nutzen (picture alliance / dpa / Jens Wolf)

Kostenlose Leseausweise, Gratis-Wlan, Treffen im Café: Knapp zwei Dutzend deutsche Büchereien haben spezielle Angebote für Flüchtlinge entwickelt. Darunter auch die Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen.

"Wir haben einen extra Arbeitskreis Integration gebildet 2013, haben schon dauerhafte Angebote", sagt Bibliothekarin Nicole Leinich aus Villingen-Schwenningen. So erhielten Flüchtlinge kostenlose Leseausweise. Auch biete die Bibliothek kostenlose Internetnutzung und kostenloses Wlan, "was rege genutzt wird". Ferner verfüge die Bücherei über Bücher in zwölf Sprachen, darunter auch arabische.  Außerdem gebe es ein großes Angebot an Sprachkursen. Hier seien die Ausleihzahlen in die Höhe geschnellt.

"Die Flüchtlinge sind immer sehr freundlich und höflich"

Aus ihrer Begegnung mit Flüchtlingen in der Bibliothek kann Nicole Leinich nur Positives berichten. "Die Flüchtlinge sind immer sehr freundlich, sehr höflich, bedanken sich für alles, was wir ihnen bieten. Es gab noch nichts, was man da jetzt hätte beanstanden können."

Demnächst soll es auch ein regelmäßiges Flüchtlingscafé in der Bibliothek geben, damit sich Einheimische und Flüchtlinge begegnen können.

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