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Konzert / Archiv | Beitrag vom 19.02.2016

Festival für György KurtágBotschaften des verstorbenen Fräuleins

Dritter Abend aus der Hanns-Eisler-Hochschule Berlin

Das ECHO Ensemble spielt mit der Sopranistin Anna Korondi ein Stück von Gyorgy Kurtág unter Leitung von Manuel Nawri. (Astrid Ackermann/Hanns-Eisler-Hochschule )
Das ECHO Ensemble spielt mit der Sopranistin Anna Korondi ein Stück von Gyorgy Kurtág unter Leitung von Manuel Nawri. (Astrid Ackermann/Hanns-Eisler-Hochschule )

Der dritte Teil des Festes für György Kurtág - aufgenommen im vergangenen Dezember u.a. mit seinem selten zu hörenden Liederzyklus "Die Botschaften des verstorbenen Fräuleins R. V. Troussova".

György Kurtág wird 90. Am 19. Februar 2016 feiert die Musikwelt einen der wichtigsten lebenden Komponisten.  Mit seinem Streichquartett Op.1, den Kafka-Fragmente op.24, Stele op.33 oder seinen Liederzyklen schrieb Kurtág große Werke in kleinsten Formaten: Bestürzende und zugleich  überwältigende Mikrokosmen von großem Reichtum.

Kurtágs Kunst ist "affirmativ, das Leben bejahend, doch hart durchlitten, niemals zur Apologie neigend", schreibt Istvan Balázs in seinem Gespräch mit der ungarischen Sopranistin Adrienne Csengery, die viele Werke des Komponisten uraufgeführt hat.

Der Ungar György Kurtág gehört zu den Stillen, die auf sanften Sohlen daherkommen, auf einmal mit ihren Werken da sind und dafür sorgen, dass genau jene Werke auch nach Jahrzehnten noch so frisch wirken wie am Tag der Premiere.
1926 wurde Kurtág in der Vielvölkerregion Lugoj unweit der rumänisch-jugoslawischen Grenze geboren. Er studierte in Temeschwar und ging 1946 nach Budapest, um Komposition, Klavier und Kammermusik zu studieren. Seine internationale Karriere begann aber erst, als andere Komponisten – Kurtág ist ein Altersgenosse der Darmstädter Generation -  schon längst ihre Pension bekamen. Noch in Darmstadt wurde der Ungar eher müde beklatscht. An Stockhausen gemessen schien er dem Publikum "längst überholt".

Pierre Boulez entdeckte den ungarischen Komponisten für das europäische Musikleben. U.a. führte er 1981 in Paris auch "Die Botschaften des verstorbenen Fräuleins R. V. Troussova" auf – das gilt als der internationale Durchbruch für Kurtág. Die russischen Verse nach Texten von Rimma Dalos erzählen die Geschichte einer unerfüllten Liebe in kurzen, subtilen Episoden.
Dieser selten aufgeführte und sehr expressive Liederzyklus beendete im Dezember des vergangenen Jahres das Kurtág-Festival der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" mit dem Titel "... denn inniger ist, achtsamer auch". Im Konzert von Deutschlandradio Kultur hören Sie u.a. den Abschlussabend dieses Festivals. Roland Moser und auch Peter Eötvös erzählen von ihren persönlichen Begegnungen mit György Kurtág. 

 

Für György Kurtág

Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin

Aufzeichnung vom 12. Dezember 2015

 

György Kurtág

 

Bläser-Quintett op. 2

Xylinos Quintett

 

"Signs, Games and Messages" für Violine

Maia Cabeza, Violine

Mayumi Kanagawa, Violine

 

"Játékok III-VI" für Klavier

Ron Masim Huang, Klavier

Väinö Jalkanen, Klavier

Seoyoung Jang, Klavier

Jeongwhan Kim, Klavier

Junwen Wang, Klavier

 

"Signs, Games and Messages" für Streichtrio

Lluis Castán Cochs, Violine

Miquel Jordà Saún, Viola

Jesús Miralles Roger, Violoncello

 

Bagatellen op.14d

Sojeong Son, Flöte

Anna Promnitz, Kontrabass

Väinö Jalkanen, Klavier

 

Sechs Moments musicaux für Streichquartett op.44

Klee Quartett

 

ca. 21.15 Konzertpause, darin: "Es ist der nicht zu planende Weg", Eberhard Feltz im Gespräch mit Roland Moser

 

György Kurtág

 

"Officium breve in memoriam Andreae Szervánszky" op.28

Kuss Quartett

 

"Die Botschaften des verstorbenen Fräuleins R.V.Troussova" für Sopran und Kammerensemble op. 17

Anna Korondi, Sopran

ECHO Ensemble

Leitung: Manuel Nawri

Konzert

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