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Montag, 30. Mai 2016MESZ20:19 Uhr

Literatur | Sendung am 19.06.2016 um 00:05 Uhr

Feature "Tangente Süd"Über das Verschwinden unverwechselbarer Orte

Von Eveline Passet und Raimund Petschner

Ein Mann steht am 27.03.2014 während eines Warnstreiks auf dem Flughafen in Stuttgart (Baden-Württemberg) neben seinem Gepäck. (picture alliance / dpa / Sebastian Kahnert)
In der Flughafenhalle des Flughafens Stuttgart. (picture alliance / dpa / Sebastian Kahnert)

Eine Umgehungsstraße, ein Apartmenthochhaus oder die Flughafenhalle – Erlebnisorte, die sich in der globalisierten Welt immer mehr ähneln. Auch in literarischen Texten bilden global standardisierte Räume das Umfeld oder eine Gegenwelt, in der sich die Figuren bewegen.

Wozu beschreiben, was jeder bis zum Überdruss kennt? Umgehungsstraßen und Schnellrestaurants, Apartmenthäuser und Flughafenhallen und vor den Toren der Stadt die Natur, eine agro-industrielle Fläche mit eingestreuten programmierten Idyllen ... Und dennoch gibt es Autoren, die trotz global standardisierter Räume unerschrocken oder auch mit Erschrecken an die Beschreibung unserer menschlichen Umgebung gehen.

Was haben Räume über die Gegenwart zu sagen? Was geht von den Räumen aus, so daß sie wie ein Set beim Film suggerieren, was geschehen darf oder geschehen muß? Was bedeuten die Räume, wenn die Figuren sprechen und der Plot seinen Lauf nimmt? In der osteuropäischen Literatur der Gegenwart findet sich nicht selten ein waches Staunen über den Raum. Er ist binnen weniger Jahre veraltet, steht voller Ruinen, sieht sich neuen Benutzungen, Belastungen, Bedeutungen ausgesetzt. Das fordert die Schriftsteller im Osten heraus. Und wie sieht es in der neueren deutschsprachigen Literatur aus?

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