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Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.01.2011

"Fasten auf Italienisch"

Französischer Mix aus Komödie und Identitätsdrama

Von Jörg Taszman

Kad Merad spielt die Hauptrolle in "Fasten auf Italienisch". (AP)
Kad Merad spielt die Hauptrolle in "Fasten auf Italienisch". (AP)

Alle lieben den Autohändler Dino Fabrizzi. Er ist Italiener, charmant, ein wenig mysteriös, ein genialer Verkäufer von Maseratis und treuer Mann seiner Freundin Hélene. Das Problem ist nur: Dino ist ein notorischer Lügner.

Eigentlich heißt Dino Mourad Ben Saoud und ist Algerier. Fast jedes Wochenende spielt er für seine Eltern in Marseille den in Rom lebenden Geschäftsmann, und lässt sich am Flughafen abholen. Als ihn dann sein Vater bittet, für ihn im Ramadan zu fasten, gehen die Probleme erst richtig los.

Dino/Ben Saoud ist eine Paraderolle für den vielseitigen Kad Merad ("Willkommen bei den Scht’is", "Der kleine Nick"). Zunächst komisch und überdreht, verleiht er seiner Figur zunehmend ernste und melancholische Züge, als seine doppelte Identität auffliegt und er zu seinen ursprünglichen Wurzeln stehen muss. Die Mischung aus Komödie und Identitätsdrama ist ebenso riskant wie gelungen und am Ende auch berührend. In Frankreich waren über eine Million Zuschauer zu Recht angetan.

Frankreich 2010; Regie: Olivier Barroux; Hauptdarsteller: Kad Merad, Valérie Benguigui, Roland Giraud; Länge: 112 Minuten

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