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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 20.01.2015

Fabienne FreymadlWarum wird eine Sozialarbeiterin Domina?

Moderation: Britta Bürger

Die Sexarbeiterin Fabienne Freymadl (privat)
Die Sexarbeiterin Fabienne Freymadl (privat)

Sie war Werbefotografin, Sozialarbeiterin und Feuerkünstlerin, heute ist sie eine gefragte Domina. Fabienne Freymadl alias Lady Velvet Steel hat sich beruflich häufig neu orientiert, bis sie die passende Arbeit gefunden hat.

Als Sprecherin des Berufsverbandes erotische und sexuelle Dienstleistungen redet Fabienne Freymadl mit Politikern, hält Vorträge und belebt so manche Diskussionsrunde. Vor allem aber vertritt sie die Interessen der Sexarbeiterinnen in Deutschland.

"Ich bin privat im SM-Bereich unterwegs, und das war schon immer Teil meiner Neigung", sagt Fabienne Freymadl. Die Arbeit als Domina habe sie begonnen, um ihr Studium der Sozialarbeit zu finanzieren.

Fabienne Freymadl alias Lady Velvet im Studio von Deutschlandradio Kultur (Deutschlandradio - Andreas Buron)Fabienne Freymadl alias Lady Velvet im Studio von Deutschlandradio Kultur (Deutschlandradio - Andreas Buron)

Diese Ausbildung hilft ihr wiederum heute bei ihrem Job: So nähmen Sozialarbeiter, wenn sie Beziehungsarbeit anbieten, eine Haltung professioneller Distanz ein. Das tue sie als Domina auch. "Ich biete meinem Gast mich als Leinwand für seine Projektionen, für seine Fantasien an. Diese Leinwand hat eine ganz klare Grenze. Über diese Grenze gehe ich nicht hinaus", betonte Freymadl. Nach der Session löse sie sich davon wieder, zum Beispiel indem sie mit dem "Gast" in einem ausführlichen Nachgespräch das Erlebte aufarbeite.

Mehr zum Thema:

Das Geschäft mit dem Sex - Verbieten oder akzeptieren?
(Deutschlandradio Kultur, Die Reportage, 16.11.2014)

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