Seit 17:07 Uhr Studio 9
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 17:07 Uhr Studio 9
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 11.04.2007

"Es ist nicht eine durchgängige Handschrift"

Film-Kritiker Rimmele über den neuen Grundgesetz-Film "GG 19"

Moderation: Jürgen Liebing

Der Film-Kritiker Markus Rimmele hat den Film "GG 19", der sich um die 19 Grundrechte-Artikel des Grundgesetzes dreht, gelobt. Das Gesamtbild sei eine sehr schöne Mischung, sagte Rimmele.

Jürgen Liebing: Herr Rimmele, wie kann man auf die Idee kommen, das Grundgesetz, also Paragrafen, zu verfilmen?

Markus Rimmele: Ja, also das war eine Idee des Produzenten, Harald Siebler, in Berlin. Ein Nachwuchsproduzent, und der hat den 55. Geburtstag des Grundgesetzes vor drei Jahren zum Anlass genommen, dieses Projekt also in Angriff zu nehmen. Man muss dazu sagen: Er hat ja nicht das ganze Grundgesetz verfilmt, das wäre wahrscheinlich auch gar nicht möglich. Er hat wirklich nur die 19 ersten Artikel verfilmen wollen. Und das ist jetzt also auch passiert. Das heißt: Das ist der Grundrechtekatalog, und da sind eben 19 Episoden, zusammengefasst in einem Film, entstanden.

(…)

Liebing: 19 Episoden von 19 Regisseuren, 19 Handschriften auch, es sind überwiegend junge Regisseure und Regisseurinnen. Ein paar gestandene Schauspieler und Schauspielerinnen wirken mit. Gibt es da denn zu entdecken (…) auch filmische Handschriften?

Rimmele: Die sind tatsächlich sehr unterschiedlich, die filmischen Handschriften. Also, es ist teilweise von einem ganz harten Realismus geht es hin in wirklich ganz surreale Bilderwelten. Also, das ist sehr unterschiedlich. Es ist jetzt nichts dabei, was man vielleicht noch nie gesehen hätte. Aber in dem Gesamtbild, das ganze Panorama, was entsteht, ist es eine schöne Mischung. Also, das finde ich sehr wohltuend. Es ist nicht eine durchgängige Handschrift, es sind viele verschiedene. Das soll es auch sein. (…)


Das vollständige Gespräch mit Markus Rimmele können Sie für begrenzte Zeit in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsSind Museen wie Kinder im Sandkasten?
(Fredrik von Erichsen dpa/lhe (zu dpa-lhe 7137)

Im Umgang mit Raubkunst verhielten sich die Museen wie streitende Kinder im Sandkasten, sagt John Graykowski im Interview mit der "Zeit". Das Feuilleton der "FAZ" hat sich mit dem Hass auf alte Menschen beschäftigt - der sei eine Art neuer Rassismus, heißt es. Mehr

weitere Beiträge

Fazit

Neu im KinoPure Perfektion aus China
Filmszene aus "The Assassin" des chinesisch-taiwanesischen Regisseurs Hou Hsiao-Hsien, der 2015 auf den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. Das Foto zeigt die Hauptdarstellerin Shu Qi (picture alliance/dpa/Cannes Film Festival)

Als berauschender Bilderreigen wurde "The Assassin" bereits 2015 in Cannes gefeiert. Jetzt läuft er in Deutschland an, und unser Filmkritiker lobt: Der Film sei reine Schönheit und könne es mit der Wucht eines Shakespeare-Dramas aufnehmen.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur