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Feiertag / Archiv | Beitrag vom 27.12.2015

ErzmärtyrerDer Siegeszug des Stephanus

Von Gunnar Lammert-Türk

Bischöfe und Priester sitzen mit Gesangbüchern und Bibeln in der Hand im Kölner Dom.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
Stephanus wird in der kathlischen Kirche verehrt. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Der heilige Stephanus wird in der katholischen Kirche als erster christlicher Märtyrer verehrt. Ende Dezember wird dem Diakon der Jerusalemer Urgemeinde gedacht. Eine Erinnerung von Gunnar Lammert-Türk.

"Der ist für uns insofern ein großes Vorbild, dass wir nun seine Gedanken an die Verfolger auch denken, nicht nur an die Verfolgten, sondern an die Verfolger, und dass Gott ihnen die Augen aufmacht, aufmachen möge. Bei allem, was wir an Verfolgung und an Grausamkeiten erleben- wir haben die Hoffnung, und wir dürfen auch diese Hoffnung nicht verlieren, dass Gott ihnen einen Moment schenkt, wo sie drüber nachdenken über ihre Taten und eine Umkehr erfahren."

Amill Gorgis ist Mitglied der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Berlin. In den letzten Jahren haben syrische Christen viel Leid erfahren und erfahren es weiterhin. Sie wurden und werden getötet, gequält, um ihr Hab und Gut gebracht. Die Landschaften und Orte, in denen sie zuhause waren, werden verwüstet, ihre Kirchen zerstört. Viele müssen aus ihrer Heimat fliehen. Nach wie vor hoffen sie darauf, dass ihre Peiniger erkennen, dass das, was sie an Verbrechen begehen, nicht Gottes Wille sein kann. Ihre Hoffnung gründen sie auch auf den Heiligen Stephanus, den ersten Märtyrer der Christenheit, der für seine Verfolger gebetet hat:

"Auch in dieser schweren Stunde war Jesus ihm ein Vorbild. Und sagte: 'Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.' Und das Gleiche denken wir schon in diesen Tagen, diese Menschen wissen nicht, was sie tun - oder sie sind sehr verblendet - , und hoffen sehr, dass Gott Erbarmen hat."

Amill Gorgis spielt auf eine Stelle im Neuen Testament an. In der Apostelgeschichte des Lukas wird von der Steinigung des Stephanus erzählt. Der Armenpfleger und Evangelist der Jerusalemer Urgemeinde war seiner Predigten wegen angezeigt und vor den Hohen Rat der jüdischen Gemeinde gebracht worden. Unter dem Vorwurf der Gotteslästerung wurde Stephanus vor den Toren Jerusalems um 40 nach Christus gesteinigt. Wie sein Vorbild Christus, der am Kreuz bat: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!, bat Stephanus: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Als erster christlicher Märtyrer wurde er zum Ur- und Vorbild aller Christen, die für ihren Glauben ihr Leben ließen. So fand er in den ersten christlichen Jahrhunderten im Jerusalemer Gebiet und im Mittelmeerraum Verehrung, aber noch recht begrenzt und ohne große Ausstrahlung. Das änderte sich im Jahr 415 schlagartig. Kirchenhistoriker Stefan Samerski erklärt, wie es dazu kam:

"Es gibt da eine schöne Legende und zwar: In der Nähe von Jerusalem, 30 Kilometer west-lich, existierte eine christliche Kirche mit einem griechischen Pfarrer, der hieß Lucianos. Und der hatte also 415 einen Traum gehabt, in dem er aufgefordert wurde von einem Rabbi aus dem ersten Jahrhundert nach Christus, die Gebeine des heiligen Stephanus zu erheben oder erheben zu lassen. Und dieser Traum hat sich dreimal wiederholt, und dann dachte sich der Lucianos: Da ist schon was dran, das muss ich dem Bischof melden, dem Bischof von Jerusalem. Das tat er auch und dieser ließ sich tatsächlich dazu bewegen, in diesen Ort, Beth Gamel heißt der, zu gehen und dort die Gebeine des heiligen Stephanus, des Protomärtyrers, auszugraben. Man fand sie auch und hat sie dann feierlich, im Triumphzug geradezu, nach Jerusalem gebracht."

Der Rabbi in der Legende ist Gamaliel. Von ihm wird in der Apostelgeschichte erzählt, dass er sich in Jerusalem dem Hohen Rat gegenüber für die angefeindeten Apostel eingesetzt hat. Der Überlieferung nach bestattete er Stephanus in einem Grab auf seinem Land. Nikodemus, ein anderer gelehrter Jude, der nach dem Johannesevangelium ein heimlicher Anhänger von Jesus war, half ihm dabei. Gamaliel erwähnt in der Legende den verwahrlosten Zustand des Stephanusgrabes – ein Hinweis darauf, dass die Stephanus-Verehrung eher nachlässig geschah. Am dritten August 415 wurden seine Gebeine ausgegraben. Nach Jerusalem überführt, wie es Rabbi Gamaliel im Traum des Priesters Lucianos verlangt hatte, wurden sie am 26. Dezember desselben Jahres, zunächst in die Zionskirche.

Ein paar Jahre nach der Überführung der Gebeine des Stephanus in die Zionskirche in Jerusalem gelangten sie in eine prächtige Kirche, die die griechische Kaiserin Eudokia errichten ließ, um den Erzmärtyrer in der Hauptstadt des Christentums gebührend zu ehren.

"Und wo hat man die gebaut? Außerhalb der Stadt und zwar am Damaskustor, wo wir sie heute noch, die Ruinen zumindest beziehungsweise die Grundmauern, finden können, denn dieser Ort vor dem Damaskustor, der ist eigentlich von der christlichen Tradition her, von der westlichen christlichen Tradition her, der Ort des Martyriums des Stephanus."

In der Apostelgeschichte ist nur zu lesen, dass die Steinigung vor der Stadt geschah. Die Ostkirchentradition nahm an, dass sie im Osten, vor dem Löwentor im Kidrontal, stattfand, wo heute noch eine orthodoxe Kirche den vermuteten Platz markiert. Die westliche Tradition, der die Kaiserin folgte, legte sich auf den Norden von Jerusalem vor dem Damaskustor fest. So war Stephanus aus seinem vernachlässigten Grab an den Ort seines Leidens und seines Zeugnisses zurückgekehrt, der als zentraler Ort der Verehrung seiner Bedeutung entsprechend herausgehoben wurde. Der Bau der Kirche war eine wichtige Station auf dem Siegeszug, den Stephanus nun im großen Stil antrat. Befördert wurde er auch durch Augustinus, der als Bischof in seiner nordafrikanischen Diözese mehrere Stephanus geweihte Kirchen vorfand, zu denen eifrig gewallfahrt wurde. Nachdem er diese Phänomene kritisch untersucht hatte, teilte er über Predigten sein Urteil mit, so Kirchenhistoriker Stefan Samerski:

//"Dieser Stephanus, das ist wirklich ein bedeutender Mann gewesen. Wir haben hier die Reli-quien, und das scheint mir ganz in Ordnung zu sein, denn über seine Wunder könnte er Bände schreiben. Die Begeisterung dieser Gläubigen, die zu dem Stephanus, zu den Reliquien dort, pilgerten, die hat ihn scheinbar auch angesteckt, so dass er diesen Stephanus gepriesen hatte in mehreren Predigten, die wir heute noch haben. Das half der Stephanusverehrung, denn Augustinus war im Mittelalter einer der meist gelesenen Autoren, und gerade seine Predigten wurden im Mittelalter fleißig abgeschrieben und als Predigtvorlagen auch benutzt. Und dadurch hat Stephanus gerade im Abendland eine enorme Aufwertung erhalten."

Auch Rom ehrte Stephanus

Neben Jerusalem, Nordafrika und Konstantinopel wurde auch in Rom dafür gesorgt, dass Stephanus seiner Bedeutung entsprechend wahrgenommen wird. Es gab bereits im dritten christlichen Jahrhundert einen römischen Bischof, der sich nach dem Erzmärtyrer benannte und in der zweiten Hälfte des fünften Jahrhunderts wurde ihm zu Ehren die Kirche San Stefano Rotondo geweiht. Deutlicher aber zeigte sich sein Stellenwert in der Übertragung von Reliquien in die Kirche San Lorenzo fuori le mura. Sie wurden dort um 585 in die Krypta neben die des Märtyrerdiakons Laurentius aus dem dritten Jahrhundert gelegt. Das Ur- und Vorbild kam gewissermaßen zu seinem populären Nachahmer. Eine Legende bestätigte diese Deutung mit der Angabe, der Leichnam des heiligen Laurentius sei zur Seite gerückt, um Stephanus Platz zu machen. Nachdem er seinen Siegszug im Mittelmeergebiet vollbracht hatte, eroberte sich Stephanus im Mittelalter den übrigen europäischen Raum. Hier wurden ihm nicht nur viele Kirchen errichtet und Orte nach ihm benannt, es kam auch zu einer Verknüpfung zwischen ihm und dem christlichen Herrscheramt der Könige und Kaiser, angefangen bei den Karolingern, erläutert Stefan Samerski:

"Wir haben noch ein einziges Stück aus dem Königsschatz der Karolinger, und das ist die Stephansbursa. Die ist jetzt vor kurzem noch mal untersucht worden und man hat herausgefunden, dass sie mit Edelsteinen bedeckt ist, die Vorderseite, die das himmlische Jerusalem widerspiegeln sollen. Diese Stephansbursa ist eigentlich wie so eine kleine Handtasche in Metall. Und in dieser Tasche, die aufklappbar ist und die einen Holzkern hat, dort war Erde drin aus Jerusalem, die mit dem Blut des Erzmärtyrers Stephanus getränkt sein soll."

Karl der Große und seine Nachfolger bezogen sich auf Jerusalem. Deshalb zeigte die Vorderseite der Stephansbursa die Stadt nach der Offenbarung des Johannes als den Ort der zukünftigen verklärten Welt. Es war aber auch Jerusalem als Ort des Todes und der Auferstehung Christi gemeint, den sich die Kaiser, die den Titel vicarius Christi, Stellvertreter oder besser Gehilfe Christi, trugen, vor Augen stellten. Und es war der Ort, an dem Stephanus, seinem Vorbild und Herrn folgend, für seinen Glauben gestorben und so selbst zum Vorbild der Christen, auch der christlichen Herrscher, geworden war. Diese Verbindung wurde bei jedem neuen Herrschaftsantritt in einem Zeremoniell zum Ausdruck gebracht.

"In der Karolingerzeit wurde die Bursa unter den Thron geschoben, das heißt, auf dieser Stephansbursa mit der Erde aus Jerusalem hat der Kaiser Platz genommen. Und diese Thronsetzung, dieses Platznehmen des Kaisers oder des römischen Königs auf diesem Thron, ist konstitutiv für die Amtsausübung eigentlich des Kaisers. Erst, wenn der auf dem Thron gesessen hat, und man sagt traditionell, so lang auf dem Thron gesessen hatte, wie man ein Vaterunser betet, ist jemand rechtmäßiger Kaiser beziehungsweise römischer König."

Die Verbindung des christlichen Herrscheramtes mit dem Erzmärtyrer Stephanus wurde im Krönungszeremoniell der mittelalterlichen Könige und Kaiser und bei den Habsburgern bis zum Ende ihrer Herrschaft beibehalten. Deshalb kann die Stephansbursa heute in der Wiener Schatzkammer bewundert werden. Diese Verbindung wurde aber weit früher hergestellt, nämlich bei der Überführung der ausgegrabenen Gebeine in die Jerusalemer Zionskirche, wie Kirchenhistoriker Stefan Samerski erklärt:

"Sie wurden auf den Zion gebracht, und der Zion ist ja schon seit dem Alten Testament, eigentlich seit dem 10. Jahrhundert vor Christus, der Ort des Königs David, der ja auch von den Christen als heiliger König verehrt worden ist. Hier, auf diesem zentralen Punkt des Judentums und des Christentums, dorthin auf diesen Zionsberg, in diese Davidsstadt, werden die Gebeine des heiligen Stephanus gebracht und dort ausgestellt und zur Verehrung dargeboten. Gleichzeitig wurde aber auch auf diesem Zion die Davidstradition hoch gehalten, nicht nur, weil der Zion eine Gründung des Königs David ist, sondern weil man dort auch sein Grab zeigte, so dass man diesen Stephanus dem ersten großen König von Israel, dem König David, an die Seite stellte."

Stephanus eignet sich schon durch seinen Namen für eine Verbindung mit Königen und zum Verleihen königlicher Ehren, bedeutet er doch so viel wie "Krone, Kranz" beziehungsweise "der Gekrönte, der Bekränzte". Der Königsheilige prägte besonders den Donauraum. Regensburg, Wien und Passau zeugen mit ihren Kirchen davon. Von Passau, wo 720 die neu erbaute Bischofskirche dem Märtyrer geweiht wurde, brachten Missionare seine Verehrung nach Ungarn, dessen Großfürst Vajk als erster ungarischer christlicher König den Namen Stephanus annahm. Der Bezug zu Stephanus verhalf den christlichen Herrschern freilich nicht immer dazu, in seinem Sinn zu handeln und ihren Feinden zu vergeben. Aber sein Bild hatten sie und ihre Untertanen vielerorts in den Kirchen vor Augen.

"Schon in der Spätantike haben wir in Rom Darstellungen in ganz alten Marienkirchen, wo der Stephanus dargestellt ist, als Diakon erkennbar mit den Steinen in der Hand, das waren die Folterinstrumente sozusagen, mit denen er zu Tode gesteinigt worden ist. Das setzt sich dann im Mittelalter sehr stark und intensiv fort und vor allen Dingen in der Barockzeit hat er immer diese Steine in der Hand, woran man ihn erkennen kann. Und das andere ist eben seine liturgische Gewandung als Diakon, seine Dalmatik, die er trägt. Daran können wir zweifelsfrei erkennen, dass es der heilige Stephanus ist."

Unmittelbare Nähe zu Christus

Nicht nur durch die Bilder, die Stephanus mit der Dalmatik, einem oft weißen, manches Mal aber auch reich bestickten farbigen Obergewand zeigen, und durch die ihm geweihten Kirchen war Stephanus ausgesprochen populär. Auch der Tag seiner Verehrung im Kirchenjahr trug dazu bei. Der Überlieferung nach sind seine Reliquien am 26. Dezember 415 in Jerusalem angekommen. Wichtiger aber war, so der Kirchenhistoriker, etwas anderes:

"Um das Geburtsfest Jesu Christi hat die Kirche ganz bewusst verschiedene wichtige Heilige gruppiert. Der heilige Johannes, der Evangelist, nach der Geburt Christi, dort hat er seinen Gedenktag, um diese Nähe zu Christus auch auszudrücken. Und es ist bezeichnend, dass man den Stephanus eben auch in die Nähe des Geburtsfestes Jesu gerückt hatte, weil er in der Spätantike schon so eine herausragende Bedeutung gehabt hatte, vor allen Dingen eben nach der Auffindung der Gebeine im Jahre 415."

Mit seinem Festtag ist Stephanus in unmittelbare Nähe zu Christus gerückt worden, dem er in seinem Martyrium so nahe kam, vor allem durch sein Gebet für die Peiniger. Vielen verfolgten Christen war und ist er Trost und Beistand. Bis heute, stellt Kirchenhistoriker Samerski fest:

"Papst Franziskus hat sich diesem Anliegen der Stephanusverehrung besonders gewidmet, indem er sagt, Christenverfolgung hat es immer gegeben, in allen Jahrhunderten, in den meisten Regionen der Welt bis heute. Wichtig ist aber, dass man da nicht stehen bleibt, sondern auch seinen Feinden bereit ist zu verzeihen. Das macht ja eigentlich nach christli-chen Gesichtspunkten erst einen großen Menschen, einen Märtyrer, einen Heiligen aus. Und als solchen hat man den Stephanus entdeckt, als den großen Patron der Märtyrerkirche, die aber auch bereit ist, begangenes Unrecht zu verzeihen."

Märtyrerkirchen sind heute vor allem die Kirchen des Nahen Ostens. Schon vor langer Zeit sagte einer der großen Gelehrten der syrischen Kirche: Es ist ein Wunder, dass die syrische Kirche bis heute besteht. Und dass sie besteht, verdankt sie zwei Dingen: dem Schatz ihrer Liturgie und dem Vorbild der Märtyrer. Der syrisch-orthodoxe Christ Amill Gorgis bestätigt diese Einschätzung:

"Das ist tatsächlich sehr tief in der Seele der Christen im Orient verankert. Sie wissen wohl, dass viele um den Preis ihres Lebens treu zum Glauben geblieben sind. Und sie stehen heute noch vor dieser Entscheidung: Wenn sie konvertieren, dann können sie am Leben bleiben - oder sie müssen sterben."

Das gilt insbesondere für die Christen in Syrien und im Irak. Amill Gorgis erzählt ein Beispiel aus der nordirakischen Stadt Mossul, in der noch vor einigen Jahren 50.000 Christen lebten.
Dann kamen die IS-Kämpfer. In 48 Stunden mussten sich die Christen entscheiden zu konvertieren und so das, was ihre Vorfahren und sie sich erarbeitet haben, zu behalten oder dies alles zu verlieren und Kopfsteuern zu bezahlen aus dem, was sie sich täglich erarbeiten.

"Aber das ist eigentlich nur eine theoretische Option, weil, wenn sie dort als Christen bleiben, dann bekommen sie keine Beschäftigung, weil sie als unrein gelten. Die dritte Möglichkeit ist die, dass sie die Stadt verlassen, aber nur mit dem, was sie am Leib haben. Sie dürfen nichts mitnehmen. Und die vierte Möglichkeit, wenn sie alle drei Dinge nicht akzeptieren, dann müssen sie sterben. Und so haben fast 99,9 Prozent der Christen, entschieden, die Stadt zu verlassen - nur mit dem, was sie am Leib hatten. Und haben wirklich auf alles verzichtet, was sie sich erarbeitet haben."

Amill Gorgis hätte ähnliches von Syrien erzählen können. Es geschieht dort seit Jahren. Nicht immer kommen die Christen, selbst wenn sie auf Hab und Gut verzichten, mit dem Leben davon. Jeden Sonntag erwähnt die syrisch-orthodoxe Kirche Stephanus in ihren Fürbitten. Und am Stephanustag heißt es in der Liturgie:

"Der erste unter den Märtyrern ist Stephanus. Wegen der Wahrheit wurde er gesteinigt. Und jetzt kann er sich oben erfreuen mit seinem Meister, dem Bräutigam in der Höhe. O Märtyrer, der Du im Sterben lagst und hast gebetet für Deine Steiniger, so wie Dein Meister es Dich gelehrt hat, dass Du betest für die, die Dich verfolgen."

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