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Kulturnachrichten

Sonntag, 28. Februar 2016

Erfurt: Interreligiöser Streit wegen Wolfram-Figur

Erst Freitag wurde der jüdische Ursprung der Bronzeplastik aus dem Dom bekannt

Seit Freitag ist bekannt, dass die berühmte Wolfram-Figur im Erfurter Dom jüdischen Ursprungs ist, jetzt gibt es Streit um die Bronzeplastik: Der Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Erfurt, Thomas Kretschmer, wies die Rückgabewünsche der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen entschieden ab. Deren Vorsitzender Reinhard Schramm hatte in den vergangenen Tagen Gespräche zu diesem Thema angekündigt. "So kann die Zusammenarbeit zwischen den Religionen nicht laufen", sagte Kretschmer dem Evangelischen Pressedienst. Aus dem Hinweis eines Wissenschaftlers würden Eigentumsansprüche abgeleitet, die die jahrhundertealte Geschichte des Doms und der Stadt Erfurt ignorierten.

LA: Müller und Grütters werben für deutschen Film

Berliner Bürgermeister und Kulturstaatsministerum sehen harte Konkurrenz

Für Deutschland als Drehort und Berlin als Filmstadt werben der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Hollywood. "Die deutsche Filmkunst kann sich im Ausland sehen lassen", sagte Grütters in Los Angeles. Müller betonte in einem Pressegespräch, dass die Filmförderung nicht nur eine kulturelle Frage, sondern wegen der damit verbundenen Arbeitsplätze auch eine wirtschaftspolitische Relevanz habe. Es gäbe einen "harten Konkurrenzkampf" mit osteuropäischen Ländern, aber auch mit Kanada, Großbritannien und Frankreich, die mit Steuervergünstigungen und großen Summen Projekte an Land ziehen würden. Er wolle bei seinen Gesprächen die hohe Qualität der Berliner Filmbranche herausstellen, sagte Müller.

Markus L. Frank wird Generalmusikdirektor in Dessau

Frank war am Anhaltischen Theater bereits Generalmusikdirektor und Kapellmeister

Markus L. Frank, Generalmusikdirektor in Nordhausen/Sondershausen, kehrt nach Dessau-Roßlau zurück. Der Hornist wird Generalmusikdirektor der Anhaltischen Philharmonie am Anhaltischen Theater, wie die Bühne mitteilte. Sein Vorgänger, der Niederländer Antony Hermus, hatte im vergangenen Sommer nach sechs Jahren seinen Vertrag beendet. Frank, der 2003 bis 2008 bereits 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater war, tritt seinen neuen Job am 1. August 2016 an.

"Spotlight" räumt bei den Spirit Awards ab

Alternativer Filmpreis zeichnet Produktionen unter 20 Millionen aus

"Spotlight" hat bei der Vergabe der Independent Spirit Awards die meisten Trophäen abgeräumt: als bester Film, für Regie (Tom McCarthy), Drehbuch und Schnitt. Der Film über die Aufdeckung der Zeitung "The Boston Globe" von Missbrauch durch katholische Priester erhielt zudem den Robert-Altman-Preis, der unter anderem das Schauspieler-Ensemble würdigt. Die Spirit Awards sind Hollywoods Alternativauszeichnung für Filmproduktionen, die nicht mehr als 20 Millionen Dollar gekostet haben. Sie werden traditionell in einem Festzelt am Strand von Los Angeles verliehen. Der junge Nachwuchsschauspieler Abraham Attah aus Ghana, der in "Beasts of No Nation" einen traumatisierten Kindersoldaten spielt, holte die Trophäe als bester Hauptdarsteller. Brie Larson gewann den Preis als beste Hauptdarstellerin in dem Indie-Drama "Room", als Mutter, die mit ihrem kleinen Sohn in einem Zimmer gefangen gehalten wird.

"Goldene Himbeeren" in Los Angeles vergeben

"Fifty Shades of Grey" gewinnt gleich fünf Schmäh-Preise

Der Erotik-Film "Fifty Shades of Grey" war mit fünf Trophäen der Abräumer bei der Verleihung des Schmäh-Preises "Goldene Himbeere". Die Adaption der Erotik-Trilogie von E.L. James gewann die unbeliebte Auszeichnung als schlechtester Film, für das schlechteste Drehbuch, den schlechtesten Schauspieler und die schlechteste Schauspielerin. Zudem wurden beide Darsteller Jamie Dornan und Dakota Johnson auch noch mit dem Preis als schlechtestes Schauspieler-Duo ausgezeichnet. Den Preis als schlechtesten Film teilt sich der Erotik-Streifen mit dem Superhelden-Flop "Fantastic Four".

Helen Mirren: Oscar-Debatte wird Wirkung zeigen

Hollywoodstar sieht in Preisverleihung heute Abend den richtigen Rahmen für politische Reden

Die Debatte über die Nominierung ausschließlich weißer Schauspieler für die Oscars wird nach Ansicht von Hollywoodstar Helen Mirren Wirkung zeigen. "Da wird jetzt was passieren", sagte die 70-jährige Britin der "Welt am Sonntag". Die Oscar-Academy will die Zahl der Frauen und Minderheiten in der Organisation bis 2020 verdoppeln. Die Oscar-Preisträgerin sieht in der Filmpreisverleihung den richtigen Rahmen für politische Reden. Sie habe die Schauspielerin Patricia Arquette im vergangenen Jahr für ihre Forderung bei der Verleihung nach gleichen Löhnen für Frauen "bewundert". Diese Rede "hatte Auswirkungen bis in die Politik", sagte Mirren. Die diesjährigen Oscar-Nominierungen haben für Empörung gesorgt, weil die Filmakademie keinen einzigen schwarzen Schauspieler und keine schwarze Schauspielerin berücksichtigte - obwohl mehrere zuvor zu den Favoriten gezählt worden waren.

Stefan Lisewski gestorben

Brecht-Darsteller starb im Alter von 82 Jahren

Der Schauspieler Stefan Lisewski ist tot. Er starb bereits am Freitag im Alter von 82 Jahren in Berlin, wie das Berliner Ensemble am Abend mitteilte. Mehr als 500 Mal verkörperte Lisewski, der an der Staatlichen Schauspielschule Berlin-Schöneweide sein Handwerk gelernt hatte, den Mackie Messer in der "Dreigroschenoper". Er wirkte auch in anderen Brecht-Stücken wie "Mutter Courage", "Die Gewehre der Frau Carrar", "Die Mutter", "Galilei", "Puntila" oder im "Kaukasischen Kreidekreis" mit. Lisewski stand auch vor der Kamera: unter anderem in der DEFA-Verfilmung "Die Leiden des jungen Werthers" und in einigen Krimis aus Reihe "Polizeiruf 110".

DiCaprio und Larson sind Favoriten für die Oscars

Heute Abend werden in Los Angeles die Filmpreise vergeben

Im Dolby Theatre in Los Angeles werden am heutigen Sonntagabend die 88. Oscars vergeben. Als Favoriten in den Hauptrollen-Kategorien gelten Leonardo DiCaprio ("The Revenant - Der Rückkehrer") und Brie Larson ("Raum"). Auch etliche andere große Namen der Filmbranche sind im Rennen, darunter Matt Damon, Jennifer Lawrence und Vorjahressieger Eddie Redmayne. "Revenant"-Regisseur Alejandro G. Iñárritu könnte in diesem Jahr die Titelverteidigung in der Kategorie "Beste Regie" schaffen - 2015 hatte er bereits mit "Birdman" gewonnen. Im Kampf um den Oscar für den besten Film gelten "Spotlight" und "The Big Short" als seine Hauptkonkurrenten. Die diesjährige Preisverleihung wird von Chris Rock moderiert. Nach Kritik an einem Fehlen von schwarzen Darstellern unter den Nominierten engagierte die US-Filmakademie eine Reihe afroamerikanischer Stars für die Präsentation der Preisträger. Unter anderem sollen Morgan Freeman, Whoopi Goldberg und Kevin Hart die Preise überreichen.

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