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Kulturpresseschau

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Fazit

Elaine SturtevantDie Crazy Cat ihrer Generation
Die Künstlerin Elaine Sturtevant posiert am 04.06.2011 in Venedig bei der Eröffnung der 54.Kunstbiennale Venedig vor der Preisverleihung für die Fotografen.

Das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt zeigt das grafische Werk Elaine Sturtevants - einschließlich 80 bisher noch nicht veröffentlichter Zeichnungen. Für Kurator Mario Kramer war die Künstlerin ein Augenöffner.Mehr

Goethe 2.0Das Leben eines Universalgenies digital
Auf dem Bild "Goethe in der römischen Campagna" von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein liegt Goethe hingebettet vor einer italienischen Landschaft

Es ist eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik: "Propyläen. Forschungsplattform zu Goethes Biographica", nennt es sich. Wird der moderne Mensch den alten Dichter durch die digitalen Medien besser verstehen? Mehr

Filme der WocheSolidarität in den 80ern und heute
Die belgischen Brüder Jean-Pierre (l) and Luc Dardenne (r) bei der Vorstellung ihres Films "Zwei Tage, eine Nacht" beim Valladolid International Film Festival in Spanien, aufgenommen am 18.10.2014

Engagement, Kooperation und Mitgefühl auf der Leinwand: Das mitreißende britische Sozialdrama "Pride" punktet mit Spaß und Pointen; "Zwei Tage, eine Nacht" der Gebrüder Dardenne zeigt den Kampf einer Angeschlagenen in einem Klima sozialer Kälte.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.08.2012

"Eminent politische Figur"

FAZ-Korrespondent Matthias Rüb zum Tod des US-Intellektuellen Gore Vidal

Der US-Schriftsteller Gore Vidal
Der US-Schriftsteller Gore Vidal (picture alliance / dpa / Abaca Alessia Paradisi)

Er war ein hochgeschätzter Autor und schrieb Romane, Theaterstücke, Drehbücher und Essays. Zudem war Gore Vidal aber auch ein politischer Provokateur, der sich selbst als einen unmittelbaren Nachfahren der großen amerikanischen Gründerväter sah und daraus auch keinen Hehl machte.

Aufgrund seiner großen politischen und intellektuellen Bedeutung sei der Tod Vidals, so berichtet Matthias Rüb, Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in Washington, nicht nur das Aufmacher-Thema bei den einschlägigen Kulturmagazinen. Auch auf den politischen Seiten werde Vidal als "Nummer-Eins-Nachricht" behandelt:

"Man sieht, wie wichtig sein Ableben genommen wird, dass er eine bedeutende politische Figur auch gewesen ist - nicht nur eine Figur 'larger than life' - größer als das Leben, als Literat, als 'homme de lettres', als Provokateur, sondern auch als eminent politische Figur, dessen größte Werke vielleicht seine fiktiven Romane über eine ganze Reihe von amerikanischen Präsidenten sind."

In seinen Romanen habe Vidal gründliche historische Forschung mit fiktiven Elementen verbunden - dies werde von der Literaturwissenschaft, aber auch von der historiographischen Forschung bis heute anerkannt, sagte Rüb.

Vidal, der auf seiten der Demokraten stand und Kennedy im Wahlkampf unterstützte, habe sich selbst als Nachfahren der großen Gründerväter der USA gesehen. Politisch links stehend, habe er mehrere Versuche unternommen, direkt in die Politik einzusteigen, sei aber immer wieder gescheitert. So habe er seinen unerfüllbaren Wunsch, politisch tätig zu werden, auf anderen Feldern befriedigt. Trotzdem habe er immer daran geglaubt, ein großer Politiker zu sein, der einfach keine Wähler fand. Eine seiner markantesten Aussagen habe gelautet:

"Es gibt kein menschliches Problem, das nicht gelöst werden könnte, wenn die Leute doch einmal auf mich hören würden."


Das vollständige Gespräch mit Matthias Rüb können Sie mindestens bis zum 1.2.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.


Weitere Informationen zum Tod von Gore Vidal auf dradio.de:

Aktuell: US-Autor Gore Vidal ist tot - Schriftsteller stirbt mit 86 Jahren

"Er war ein blendender Diskutierer" - Literaturkritikerin Sigrid Löffler zum Tod des amerikanischen Schriftstellers Gore Vidal

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US-Autor Gore Vidal ist tot
"Er war ein blendender Diskutierer"