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Kulturpresseschau

Sony-HackBittere Niederlage für die Freiheit der Kunst
Poster von "The Interview".

Man wünschte sich, es sei Satire, Pegida aber ist bitter ernst gemeint - die WELT versucht sich an einer Polemik. Die WELT versucht sich an einer Polemik. Das andere ist Satire, wurde nur leider völlig falsch verstanden: "The Interview" ist abgesetzt, dabei hätte der Film die beste Slapstick-Szene des Jahres geboten, findet die SZ. Mehr

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Fazit

Sopranistin Nicole Chevalier"Menschen sind am tollsten"
Sopranistin Nicole Chevalier in Berlin Berliner Bühnen

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Hate Poetry in DresdenPost von Pegida
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In etlichen Großstädten sind Mely Kiyak und ihre "Hate-Poetry-Kollegen" eine Institution. Regelmäßig lesen die Journalisten öffentlich aus beleidigenden Briefen ihrer Leser vor. Nun tritt die Gruppe in Dresden auf - und gibt dem Publikum Einblicke in die Briefe von Pegida-Anhängern.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.08.2012

"Eminent politische Figur"

FAZ-Korrespondent Matthias Rüb zum Tod des US-Intellektuellen Gore Vidal

Der US-Schriftsteller Gore Vidal
Der US-Schriftsteller Gore Vidal (picture alliance / dpa / Abaca Alessia Paradisi)

Er war ein hochgeschätzter Autor und schrieb Romane, Theaterstücke, Drehbücher und Essays. Zudem war Gore Vidal aber auch ein politischer Provokateur, der sich selbst als einen unmittelbaren Nachfahren der großen amerikanischen Gründerväter sah und daraus auch keinen Hehl machte.

Aufgrund seiner großen politischen und intellektuellen Bedeutung sei der Tod Vidals, so berichtet Matthias Rüb, Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in Washington, nicht nur das Aufmacher-Thema bei den einschlägigen Kulturmagazinen. Auch auf den politischen Seiten werde Vidal als "Nummer-Eins-Nachricht" behandelt:

"Man sieht, wie wichtig sein Ableben genommen wird, dass er eine bedeutende politische Figur auch gewesen ist - nicht nur eine Figur 'larger than life' - größer als das Leben, als Literat, als 'homme de lettres', als Provokateur, sondern auch als eminent politische Figur, dessen größte Werke vielleicht seine fiktiven Romane über eine ganze Reihe von amerikanischen Präsidenten sind."

In seinen Romanen habe Vidal gründliche historische Forschung mit fiktiven Elementen verbunden - dies werde von der Literaturwissenschaft, aber auch von der historiographischen Forschung bis heute anerkannt, sagte Rüb.

Vidal, der auf seiten der Demokraten stand und Kennedy im Wahlkampf unterstützte, habe sich selbst als Nachfahren der großen Gründerväter der USA gesehen. Politisch links stehend, habe er mehrere Versuche unternommen, direkt in die Politik einzusteigen, sei aber immer wieder gescheitert. So habe er seinen unerfüllbaren Wunsch, politisch tätig zu werden, auf anderen Feldern befriedigt. Trotzdem habe er immer daran geglaubt, ein großer Politiker zu sein, der einfach keine Wähler fand. Eine seiner markantesten Aussagen habe gelautet:

"Es gibt kein menschliches Problem, das nicht gelöst werden könnte, wenn die Leute doch einmal auf mich hören würden."


Das vollständige Gespräch mit Matthias Rüb können Sie mindestens bis zum 1.2.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.


Weitere Informationen zum Tod von Gore Vidal auf dradio.de:

Aktuell: US-Autor Gore Vidal ist tot - Schriftsteller stirbt mit 86 Jahren

"Er war ein blendender Diskutierer" - Literaturkritikerin Sigrid Löffler zum Tod des amerikanischen Schriftstellers Gore Vidal

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US-Autor Gore Vidal ist tot
"Er war ein blendender Diskutierer"