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Kulturnachrichten

Sonntag, 14. Februar 2016

Verwirrung um italienischen ESC-Teilnehmer

Sieger-Band des San Remo-Festivals tritt nicht an

Nach einer Hängepartie hat der TV-Sender Rai1 die Verwirrung um den italienischen Teilnehmer beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) beendet. Die Sängerin Francesca Michielin, die beim Festival von San Remo Zweite wurde, werde Italien beim ESC-Finale am 14. Mai in Stockholm vertreten, kündigte Rai1-Direktor Giancarlo Leone an. Zuvor herrschte Verwirrung über den italienischen Teilnehmer, weil unklar war, ob die Sieger-Band von San Remo, Stadio, am ESC teilnehmen will. Leone selbst hatte zunächst behauptet, Stadio werde nicht teilnehmen, anschließend aber verkündet, es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Die Musiker hingegen erklärten: "Wir würden sehr gerne am Eurovision Song Contest teilnehmen, aber wir haben schon eine Tour geplant. Wir würden uns freuen, wenn stattdessen ein junger Künstler teilnehmen würde."

Liedermacher Heinrich Kröher gestorben

Kröher war ein Teil des Duos Hein und Oss

Der Liedermacher Heinrich Kröher, der mit seinem Zwillingsbruder als Duo Hein und Oss auftrat, ist tot. Der Pfälzer Künstler starb im Alter von 88 Jahren in seiner Heimatstadt Pirmasens, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Kreis der Familie erfuhr. Hein und Oss (Oskar) Kröher standen über Jahrzehnte gemeinsam auf der Bühne und sangen zur Gitarre Volkslieder. Ihr Repertoire, mit dem sie seit den 1960er Jahren mehr als 15 Langspielplatten und CDs aufnahmen, umfasst Arbeiterlieder, Freiheitslieder der 1848er Revolution, Seemannsmusik, Cowboysongs, Chansons und vieles mehr. Heinrich Kröher hatte sich zuletzt weitgehend von der Bühne zurückgezogen. Er starb nach kurzer Krankheit.

Julia Jentsch half Erfahrung als Mutter bei "24 Wochen"

Film von Anne Zohra Berrached ist einziger deutscher Beitrag im Berlinale-Wettbewerb

Die Schauspielerin Julia Jentsch hat es bei dem Abtreibungsdrama "24 Wochen" geholfen, dass sie selbst Mutter ist. Das erzählte Jentsch am Rande der Berlinale. Der Wettbewerbsfilm der Erfurter Regisseurin Anne Zohra Berrached handelt von einem Paar, das erfährt, dass sein Kind mit dem Downsyndrom und einem Herzfehler zur Welt kommen wird. Sowohl die Regisseurin als auch die Hauptdarstellerin sprachen dazu mit Betroffenen über das Thema Spätabtreibung. Die Geschichten der Betroffenen hätten sie sehr bewegt, beim Lesen des Drehbuchs habe sie geweint, so die Schauspielerin. Beeindruckt waren die Kritiker auch von Jentschs Film-Partner Bjarne Mädel, der sonst eher aus lustigen Rollen wie in "Mord mit Aussicht" bekannt ist. Er habe sich über die Rolle gefreut und überhaupt nicht gezögert, sie anzunehmen. Bei dem Film habe er tolle Frauen um sich gehabt - und versucht, nicht zu stören. "24 Wochen" ist der einzige deutsche Beitrag im Berlinale-Wettbewerb.

Nur jeder fünfte Kinofilm von einer Frau

Bei Auftragsproduktionen der öffentlich-rechtlichen Anstalten liegt der Wert noch tiefer

Die Bemühungen um mehr Frauenpower bei Film und Fernsehen haben bisher wenig gefruchtet. Nach einem Bericht des Bundesverbands Regie führte 2014 noch nicht einmal bei jedem fünften deutschen Kinofilm eine Frau Regie (19 Prozent). Zwischen 2010 und 2013 lag der Anteil immerhin bei 22 Prozent, teilte der Verband am Rande der Berlinale mit. Bei den Auftragsproduktionen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten für Spielfilme und Serien liegen die Werte noch niedriger: Bei der ARD kamen die Frauen mit 11,2 Prozent zum Zuge, beim ZDF mit 8,4 Prozent. Der Verein Pro Quote Regie erklärte dazu: "Nur verbindliche Quotenvorgaben können die Schieflage bei der Vergabe von Regieaufträgen beseitigen und dafür sorgen, dass mehr Filmemacherinnen zum Zuge kommen."

Indie-Band Viola Beach tödlich verunglückt

Auto mit Musikern und Manager stürzt in Schweden in Kanal

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Schweden sind alle Mitglieder der britischen Indie-Band Viola Beach ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, stürzte das Auto mit fünf Männern an Bord in Södertälje im Süden von Stockholm von einer Brücke in einen Kanal. Der Wagen mit den Männern habe sich mit großer Geschwindigkeit einer beweglichen Brücke genähert, die für den darunter fahrenden Schiffsverkehr geöffnet und danach noch nicht wieder ganz geschlossen worden war. Das Fahrzeug durchbrach die Schranke und stürzte in den Kanal. Viola Beach war am Freitag auf einem Festival im schwedischen Norrköping aufgetreten und danach offenbar auf dem Rückweg nach Großbritannien.

Tageszeitung "Die Welt" trennt sich von Mitarbeiter

Redakteur hatte sich der AfD als Berater angeboten

Die Tageszeitung "Die Welt" trennt sich von ihrem Redakteur Günther Lachmann. Das bestätigte Chefredakteur Stefan Aust der Deutschen Presse-Agentur. Hintergrund der Entscheidung sind Vorwürfe, Lachmann habe sich der AfD als Berater angeboten. Aust sprach von einem "groben Verstoß gegen journalistische Grundsätze". Die Affäre ins Rollen gebracht hatte der nordrhein-westfälische AfD-Vorsitzende Marcus Pretzell. Auf Facebook behauptete er Ende Januar: "Herr Lachmann wollte zwar die AfD mit Frauke Petry und Jörg Meuthen beraten, aber er wollte seinen Job als Journalist bei "Die Welt" nicht aufgeben und dort weiter verantwortlich sein für die Berichterstattung über die AfD." Nach Angaben Austs wies Lachmann die Beschuldigungen zunächst zurück und gab zudem eine Eidesstattliche Versicherung ab. Am Samstag habe der Redakteur dann aber die Echtheit mehrerer Mails an die AfD bestätigt. "Aus den Mails geht klar hervor, dass Lachmann der AfD eine Art Konzeptvorschlag für eine Neuausrichtung der Partei geschrieben hat", sagte Aust.

Brand im Hamburger Golden Pudel Club

Bei dem Feuer in der Nacht zum Sonntag wurde niemand verletzt

Im Musikclub Golden Pudel Club am Hamburger Fischmarkt hat es in der Nacht zum Sonntag gebrannt. Verletzt wurde niemand. Der Kultclub sei durch das Feuer auch nicht vollständig zerstört worden, sagte ein Polizeisprecher. Alle Menschen, die sich im Gebäude aufhielten, retteten sich rechtzeitig ins Freie. Wie viele Menschen sich im Gebäude befanden und wie groß der entstandene Schaden ist, war vorerst unklar. Der "Golden Pudel Club" ist in der Hamburger Musik- und Künstlerszene eine Institution. Ende der 80-er Jahre wurde er von Rocko Schamoni und Schorsch Kamerun gegründet. Für die Musiker der sogenannten Hamburger Schule wurde er ebenso zum zweiten Wohnzimmer wie für viele prominente DJs und Künstler. Er sollte im April versteigert werden. Hintergrund sind unterschiedliche Positionen der Besitzer zur Zukunft des Clubs und des angrenzenden Areals.

Bühne der Staatsoper Stuttgart soll erweitert werden

Experten gehen von einer siebenjährigen Sanierungszeit aus

Die millionenschwere Generalsanierung der Staatsoper Stuttgart soll mit einem massiven Ausbau der Bühne einhergehen. Pläne sehen vor, die Seitenfassade des mehr als 100 Jahre alten Gebäudes in Richtung Landtag zu versetzen sowie nach hinten Teile des Kulissengebäudes zu nutzen. Bei einer Sitzung soll der Verwaltungsrat der baden-württembergischen Staatstheater - dem weltgrößten Dreispartenhaus - an diesem Montag seine Entscheidung bekanntgeben. Geklärt werden müssten in den nächsten Schritten noch die Schließzeiten der Oper und die Frage einer Ausweichspielstätte. Der Verwaltungsrat entscheidet auch über die Nachfolge des Stuttgarter Opernintendanten Jossi Wieler, der 2018 aufhört. Eine Findungskommission empfiehlt Viktor Schoner. Er ist bisher Künstlerischer Betriebsdirektor der Bayerischen Staatsoper München und stellt sich am Montag in Stuttgart vor.

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