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Fazit / Archiv | Beitrag vom 04.05.2011

Eine Studie der Melancholie

Neu im Kino: "Im Regen des Südens" von Paula Hernandez

Gesehen von Anke Leweke

Filmszene aus "Im Regen des Südens" (Kairos Filmverleih)
Filmszene aus "Im Regen des Südens" (Kairos Filmverleih)

Es gießt in Strömen, der Scheibenwischer ist permanent im Einsatz, die Lichter der Autos verschwimmen im Regen. Man spürt, dass die junge Frau hinterm Steuer mitgenommen, angeschlagen ist, dass das Auto ihr aber auch Schutz bietet.

Plötzlich steigt ein Mann zu ihr ins Auto. Er hat eine offene Wunde an der Hand und will nicht von der Polizei gesehen werden. Man wird nicht erfahren, was passiert. Ohnehin erzählt uns dieser Film keine Geschichte. Vielmehr wird man diese beiden Menschen, die ohne viele Worte zu machen, ihre Seelenverwandtschaft entdecken, für ein paar Tage begleiten. Ohne Ziel lässt man sich mit ihnen durch Buenos Aires treiben.

"Im Regen des Südens" will durch seine Atmosphäre, durch seine Stimmung überzeugen. Es ist eine Studie der Melancholie und es ist erstaunlich, wie viele Facetten Paula Hernandez dieser Stimmung abgewinnt.

Argentinien 2008. Regie: Paula Hernández. Darsteller: Valeria Bertuccelli, Ernesto Alterio, Matías Umpierrez, Osvaldo Djeredjian, u.a. Länge: 110 Minuten

Filmhomepage "Im Regen des Südens"

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