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Fazit / Archiv | Beitrag vom 19.04.2009

Eine neue Bleibe für das Kölner Stadtarchiv

Leiterin hofft auf baldige Standort-Entscheidung

Bücher liegen unter der eingestürzten Hauswand des Historischen Kölner Stadtarchivs. (AP)
Bücher liegen unter der eingestürzten Hauswand des Historischen Kölner Stadtarchivs. (AP)

Bettina Schmidt-Czaia, Leiterin des Kölner Stadtarchivs, favorisiert als neuen Standort die Innenstadt. Das verbinde sich am besten mit dem Gedanken eines Bürgerarchivs, betonte sie. Schmidt-Czaia äußerte die Hoffnung, dass bei den Bergungsarbeiten insgesamt 70 bis 80 Prozent der Bestände gerettet werden könnten.

Die Leiterin des Kölner Stadtarchivs, Bettina Schmidt-Czaia, hofft auf eine zügige Entscheidung über einen Standort für den Neubau des am 3. März eingestürzten Archivs.

Man brauche eine Zukunftsperspektive und wolle sich nicht bis zur nächsten Kommunalwahl und darüber hinaus mit der puren Hoffnung auf einen Neubau herumquälen, sagte Schmidt-Czaia. "Wir brauchen einfach das auch als Motiv, um weiterarbeiten, um weiterkämpfen zu können für dieses Archiv."

Standort des Neubaus solle die Innenstadt sein, sagte die Historikerin. Das verbinde sich am besten mit dem Gedanken eines Bürgerarchivs. "Was eigentlich auch die Lehre dieser Geschehnisse der letzten Jahre gewesen ist, ist, dass das Archiv im Gedächtnis seiner Bürgerschaft, in den Gedanken seiner Bürgerschaft fest verankert sein muss, damit es nicht wieder in Vergessenheit gerät", so Schmidt-Czaia.

Die Leiterin des Stadtarchivs äußerte die Hoffnung, dass bei den Bergungsarbeiten insgesamt 70 bis 80 Prozent der Bestände gerettet werden könnten. Schmidt-Czaia würdigte außerdem die große Unterstützung seitens in- und ausländischer Archive. Diese sei "unglaublich", so die Historikerin. "Ich weiß von Stadtarchiven in der Lausitz, die eine Woche schließen, um mit der gesamten Mannschaft zu uns zu kommen."

Sie können das vollständige Gespräch mindestens bis zum 20.9.09 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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