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Lange Nacht | Beitrag vom 12.03.2016

Eine Lange Nacht über Mediation und MigrationVom Konflikt zum Dialog

Von Blanka Weber

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Hände symbolisieren eine Streitschlichtung. (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt )
Die Arbeit eines Mediators ist zwischen zerstrittenen Partnern zu vermitteln. Die geschaffene Balance fördert ein Erarbeiten einer gemeinsam akzeptierten Konfliktlösung im Dialog. (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt )

Mediation ist ein Mittel und eine Chance, Konflikte zwischen Menschen jenseits von Rechtsanwälten und Gerichten zu klären. Mediation ist ein altes Geschäft. Schon der attische Grieche Solon (um 600 vor Christus) beschäftigte sich mit der Frage, wie in der Gesellschaft zwischen "oben" und "unten" Gerechtigkeit geschaffen werden kann.

Etwa wie Güter fair verteilt werden und eine Balance zwischen dem Volk und denen "da oben" funktionieren kann. Es ist das ewige Bemühen um Recht haben und Recht geben, um ideellen oder materiellen Ausgleich.  

Wenn heute Mediatoren um Rat gefragt werden, geht es um Streit wegen Firmenanteilen, familiäre Unternehmensnachfolge, frustrierte Mitarbeiter, Mobbing, Probleme zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen. Ohne Mediation könnte alles dies zu endlosen Streitigkeiten führen. Der Markt der Mediatoren boomt: Es gibt Schulmediatoren, Konfliktlotsen, Mediatoren, die spezialisiert sind auf Arbeitsrecht, auf Familienrecht, Wirtschaft oder Verwaltung.

Inzwischen werden Vermittlungen zwischen verschiedenen Kulturen, nicht nur in Flüchtlingsunterkünften, immer wichtiger.

Lange Nacht

Eine Lange Nacht über Natalia Ginzburg Stimmen des Abends
Die italienische Schriftstellerin Natalia Ginzburg am 9.11.1989. Sie wurde am 14.7.1916 in Palermo geboren und starb am 8.10.1991 in Rom. | (dpa / picture alliance / ansa Ianni)

So subtil wie psychologisch genau - und nicht ohne Witz - beschrieb Natalia Ginzburg (1916 - 1991), was zwischen Menschen geschieht, die sich nahe stehen. Ihre Erzählungen und Romane berichten vom Mussolini-Faschismus, vom Krieg und vom Winter in den Abruzzen, wohin die junge Mutter zweier Kinder ihrem Mann in die Verbannung folgte. Mehr

Eine Lange Nacht über den Monte VeritàJungbrunnen für Entrückte
Die undatierte Aufnahme zeigt das Bild "Blick von Certenago" des deutschen Schriftstellers Hermann Hesse aus dem Jahr 1927. (picture alliance / dpa / Museum im Kulturspeicher Würzburg)

Angeführt von Henri Oedenkoven, einem zivilisationsmüden Industriellensohn aus Antwerpen, war im Jahr 1900 eine Handvoll Aussteiger ins Tessin gezogen. Sie wollten sich dort den Traum vom selbstgeschaffenen Paradies erfüllen, kauften sich einen verwilderten Hügel über Ascona und machten ihn zu ihrem 'Berg der Wahrheit', Monte Verità. Mehr

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