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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 24.09.2012

Eine geheime Truppe

Die GSG 9 gibt es seit 40 Jahren

Von Wolf-Sören Treusch

GSG 9 der Bundespolizei bei einer Übung (AP Archiv)
GSG 9 der Bundespolizei bei einer Übung (AP Archiv)

Sie sind furchtlos und schnell, geistig und seelisch topfit: die "Neuner". So nennen sie sich selbst - etwa 250 Elitepolizisten der Grenzschutzgruppe 9, kurz GSG 9. Für ein mittelmäßiges Gehalt arbeiten sie im absoluten Grenzbereich, ihr Auftrag ist die Bekämpfung von Terrorismus und schwerster Gewaltkriminalität. Die Öffentlichkeit erfährt darüber so gut wie nichts. Geheimhaltung gehört zum Grundprinzip.

Vor 40 Jahren wurde die Eliteeinheit gegründet, als Folge des Olympia-Attentats von München 1972. Die spektakuläre Geiselbefreiung von Mogadischu fünf Jahre später machte die GSG 9 weltberühmt. Misslungene Einsätze wie der in Bad Kleinen, bei dem 1993 ein RAF-Mitglied und ein Elitepolizist starben, schmälerten ihren Mythos kaum. Welche Rolle die GSG 9 im Sicherheitskonzept der Bundesrepublik von heute spielt, ist umstritten. 2009 scheiterte ein möglicher Einsatz gegen somalische Piraten am Kompetenzgerangel verschiedener Bundesbehörden.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Links:
Bundespolizei: GSG 9
Bundeszentrale für politische Bildung: Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland - Innere Sicherheit
Literatur:
R. Günzel/W. Walther/ U.K. Wegener: Geheime Krieger
Pour le Mérite-Verlag, 2006

Kai Hirschmann, Rolf Tophoven: Das Jahrzehnt des Terrorismus
Consulting Plus Verlag, 2010

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