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Fazit / Archiv | Beitrag vom 25.04.2012

Ein Versuch, mit Kunst die Politik zu domestizieren

Konsequent im Anspruch, auf eine klassische Kunstschau zu verzichten

Von Carsten Probst

Ein Werbeplakat der 7. Berlin Biennale
Ein Werbeplakat der 7. Berlin Biennale

Installationen und Kunstwerke der 7. Berlin Biennale sind an insgesamt sechs Orten in der Stadt zu sehen. Thema der Schau sind Interpretationen politischer Ereignisse und Missstände. Diese Thematik sorgte bereits im Vorfeld für herbe Kritik. Der Vorwurf: Die Biennale ist zum Politikum geworden.

Der Kunstkritiker Carsten Probst sieht in der Schau - ebenso wie der Kurator der Biennale, der polnische Videokünstler Artur Zmijewski - nicht eine geschlossene Kunstveranstaltung, sondern eher eine Auseinandersetzung mit den Ritualen des Kunstbetriebes. Zmijewski betrachte diesen Betrieb als etwas, das zu abgehoben und selbstverliebt sei.

Dabei setzt Zmijewski mit dieser Berlin Biennale seinen Anspruch sehr konsequent durch, die Politik zu domenstizieren und für jeden zugänglich zu machen, wie Probst glaubt:

"Er ist konsequent, indem er auf eine klassische Kunstschau verzichtet auf der einen Seite und stattdessen vielleicht diese Biennale selbst zu einem offenen Kunstwerk macht."


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