Donnerstag, 18. September 2014MESZ09:44 Uhr

Elektronische Welten

MedizinKrank gespielt
Eine Geige, eine Flöte, eine Mundharmonika und ein Banjo liegen auf einem Notenblatt.  

Einige leiden unter Kreuzschmerzen, andere bekommen verkrümmte Finger: Viele Musiker leiden unter Berufskrankheiten. Wissenschaftler der ETH Zürich wollen den Ursachen häufiger Beschwerden auf den Grund gehen.Mehr

EmpfehlungenAbenteuer, Strategie, Denkspiel
Das Exemplar einer durchsichtigen Sonderedition des ersten Gameboys ist am 14.04.2014 im Computerspielmuseum in Berlin in einer Vitrine zu sehen.

Im Sommer gibt es wenig Neues auf dem Spielemarkt, wir haben dennoch drei Spiele gefunden. Man kann sich als strategisch denkender Ermittler austoben, sich auf eine gefährliche Insel begeben oder ein Männchen durch ein Level zum Ausgang führen. Mehr

GefahrgutEin Roboter für den Treibstofftransport
Mitarbeiter in der PCK Raffinerie GmbH im brandenburgischen Schwedt 

Roboter gibt es heute in vielen Bereichen. Auch die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt will künftig eine mobile Maschine einsetzen. Dort soll sich ein Roboter sogar in komplexen Situationen von selbst zurechtfinden.Mehr

weitere Beiträge

Wissenschaft und Technik

Drogen"Kommt ein guter Rauch"
Vier E-Shishas

Eine E-Shisha ist wesentlich kleiner als die orientalische Wasserpfeife und ähnelt in der Funktion einer elektronischen Zigarette. Die meist sehr bunten elektronischen Shishas machen Jugendliche glücklich − Eltern und Suchtexperten sind hingegen besorgt.Mehr

weitere Beiträge

Breitband

Im Internet vervielfältigen sich neue Inhalte, Formen und Vertriebswege. Darüber hinaus beschleunigt die Digitalisierung die Konvergenz der traditionellen Kanäle Zeitung, Hörfunk und Fernsehen. Breitband ist ein wöchentliches, aktuelles Magazin, das diese vielschichtigen Prozesse aufzeigt, analysiert und einordnet.

Elektronische Welten / Archiv | Beitrag vom 15.06.2012

Ein scharfes Nervenkitzel-Movie

"Point Blank - Aus kurzer Distanz" von Fred Cavayé auf DVD

Von Hans-Ulrich Pönack

Schauspielerin Elena Anaya and "Point Blank"-Regisseur Fred Cavaye
Schauspielerin Elena Anaya and "Point Blank"-Regisseur Fred Cavaye (picture alliance / dpa /Juan Carlos Cardenas)

"Point Blank - Aus kurzer Distanz" bietet brillantes, französisches Hochspannungskino, das an den Nerven mächtig angenehm zerrt. In Tempo, Typen, Bewegung und vor allem in den Action-Motiven ein prima emotionaler "Ruckzuck-Thriller".

Mit "Point Blank" bezeichnet man das Abfeuern einer Waffe aus nächster Nähe. Im Original heißt der Film "À bout portant", also "Aus kürzester Entfernung". Der Co-Drehbuch-Autor und Regisseur Fred Cavayé, Bretone des Jahrgangs 1967, ist bei uns etwas bekannt, denn sein Debütfilm "Ohne Schuld" hatte bei uns im Februar 2010 auch auf DVD deutsche Premiere.

Übrigens: "Ohne Schuld" wurde umgehend von Hollywood aufgekauft und für das US-Remake "72 Stunden - The Next Three Days" (mit Russell Crowe) benutzt, das hierzulande zunächst im Kino anlief und dann erst auf DVD herauskam. Und: Die Rechte für "Point Blank - Aus kurzer Distanz" hat sich Hollywood auch bereits gesichert.

Nadia und Samuel Pierret sind ein glückliches Ehepaar. Man freut sich auf das erste Kind. Samuel ist Pflegehelfer in einem Pariser Krankenhaus. Als das Unfallopfer Hugo Sartet eingeliefert wird, beginnt für ihn der Stress: Erst kann er einen Anschlag auf ihn verhindern, dann wird seine hochschwangere Frau entführt. Der "Handy-Wunsch" des Entführers: Hugo Sartet 'rausschaffen und gegen seine Ehefrau austauschen.

Samuel tut wie ihm befohlen, gilt nun aber für die Polizei als Verdächtiger. Denn inzwischen hat man die Identität von Sartet entdeckt, einem kriminellen Hochkaräter. Und "darußen" läuft nun ein hektischer "Thrill" ab, auch weil die "verschiedene" Polizei ihr eigenes kriminelles, blutiges Ding durchzieht.

Von wegen "Freund und Helfer". Samuel sieht sich in einem korrupten, schmutzigen Alptraum, muss sich sogar mit dem "erfahrenen" Hugo Sartet zusammentun, um sich halbwegs gegen die brutalen Verfolger behaupten zu können. Eigentlich völlig unschuldig, muss er nun selbst illegale Mittel anwenden, um seine Frau doch noch "herauspauken" zu können.

"Point Blank - Aus kurzer Distanz" bietet brillantes, französisches Hochspannungskino, das an den Nerven mächtig angenehm zerrt. In Tempo, Typen, Bewegung und vor allem in den (METRO- und letztlich Polizeirevier-)Action-Motiven ein prima emotionaler "Ruckzuck-Thriller": In nicht einmal 90, ständig unterhaltsamen Minuten auf beste Suspense gebracht, kann er "Hollywood" Klasse-Paroli bieten.

Und so jubelt auch Hauptdarsteller Gilles Lellouche (38/"Kleine wahre Lügen") im "Making Of"-Bonusmaterial süffisant-triumphierend anläßlich einer gelungenen Fenstersprung-Szene: "Wie die Amerikaner! Wie die Amerikaner"! Ein scharfes Nervenkitzel-Movie, das prächtig fetzt und abhetzt.

Point Blank - Aus kurzer Distanz
Frankreich 2010, Regie: Fred Cavayé, Darsteller: Gilles Lellouche, Roschdy Zem, Gérard Lanvin, Elena Anaya, DVD, FSK ab 16 Jahren, 84 Minuten