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Religionen / Archiv | Beitrag vom 24.04.2010

Ein menschenfreundlicher Theologe

Johann Peter Hebel zum 250. Geburtstag

Von Susanne Mack

Hebbels Geschichten waren oft heiter. (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)
Hebbels Geschichten waren oft heiter. (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Die Texte von Johann Peter Hebel finden sich auch nach 200 Jahren in den Lesebüchern unserer Schulen. Besonders im Religions- und im Ethikunterricht wird Hebel gern genommen. Seine Geschichten bieten Anlass, zu schmunzeln und zu diskutieren.

"Reiche Leute haben doch manchmal auch allerlei Lasten und Krankheiten auszustehen, von denen gottlob der arme Mann nichts weiß. Denn es gibt Krankheiten, die nicht in der Luft stecken, sondern in den vollen Schüsseln und Gläsern. Und in den weichen Sesseln und seidenen Betten!"

Der Auftakt zu Hebels Geschichte über einen gutbetuchten Schlemmer aus Amsterdam.

"Den ganzen Vormittag saß dieser reiche Mann im Lehnsessel und rauchte Tabak. Oder hatte Maulaffen feil zum Fenster hinaus, aß aber zu Mittag doch wie ein Drescher. Und die Nachbarn sagten manchmal: 'Windet es draußen, oder schnauft der Nachbar so?'"

Wen wundert’s: der Mann wird krank. Und kein Arzt in ganz Amsterdam kann ihm helfen.

"Endlich hörte er von einem Arzt, der hundert Stund weit weg wohnte. Der sei so geschickt, dass die Kranken gesund werden, wenn er sie nur recht anschaue. Zu dem Arzt fasste der Mann ein Zutrauen und schrieb ihm seinen Umstand.

Der Arzt merkte bald, was Ihm fehle, nämlich nicht Arznei, sondern Mäßigkeit und Bewegung, und sagte: 'Wart', dich will ich bald kuriert haben!' Deswegen schrieb er ihm ein Brieflein folgenden Inhalts:

'Guter Freund, Ihr habt ein bös’ Tier im Bauch, einen Lindwurm mit sieben Mäulern. Mit dem Lindwurm muss ich selber reden, und Ihr müsst zu mir kommen. Aber für’s erste: So dürft Ihr nicht fahren oder auf dem Rösslein reiten, sondern auf des Schuhmachers Rappen! Sonst schüttelt Ihr den Lindwurm. Und er beißt Euch die Eingeweide ab, sieben Därme auf einmal. Fürs andere - dürft Ihr nicht mehr essen, als zweimal des Tages einen Teller voll Gemüse, mittags ein Bratwürstlein dazu, und nachts ein Ei, und am Morgen ein Fleischsüpplein mit Schnittlauch drauf. Was Ihr mehr esset, davon wird nur der Lindwurm größer, also dass er Euch die Leber verdrückt! Und der Schneider hat Euch nimmer viel anzumessen, aber der Schreiner. - Dies ist mein Rat, und wenn Ihr mir nicht folgt, so hört Ihr im anderen Frühjahr den Kuckuck nimmer schreien. Tut, was Ihr wollt!'"


"Und – augenzwinkernd- merkt der Patient natürlich, dass das gelogen ist, aber er hält sich an dieses Rezept: bewegt sich viel, isst nicht mehr so viel - und wird gesund! – Ja, das war ’ne kleine Notlüge des Arztes!"

Franz Littmann aus Karlsruhe, Hebel-Biograf. Er arbeitet gerade an einer Neuausgabe seiner Werke.

In Hebels Geschichte vom geheilten Patienten ist dieser nicht etwa entrüstet über die kleine Notlüge seines Arztes, im Gegenteil: er bedankt sich für die Lektion:

"Der reiche Fremdling sagte: 'Herr Doktor, Ihr seid ein feiner Kauz, und ich versteh' Euch wohl.' Und hat nachher dem Rat gefolgt. Und 87 Jahre, vier Monate, zehn Tage gelebt, wie ein Fisch im Wasser so gesund. Und hat alle Neujahr dem Arzt 20 Dublonen zum Gruß geschickt."

"Johann Peter Hebel hat eine Philosophie des 'Sowohl-als-auch'. Walter Benjamin hat es mal eine 'situative Ethik' genannt. Also, eine Ethik von Fall zu Fall. - Im Gegensatz, sag’ ich mal jetzt, zu sehr vielen Morallehren, von Kant angefangen, bis, was weiß ich, heutigen Philosophen. Die eben einfach eine Moral predigen und sagen:'Das musst Du tun und jenes musst Du lassen!'"

Franz Littmann. Was den Aufklärer Kant betrifft: die Ideen des Meisterdenkers aus Königsberg waren dem Aufklärer Hebel durchaus nicht gleichgültig.

"Ich habe angefangen, die kantische Philosophie zu studieren. Auf Anraten eines sehr gelehrten Ungarn, der sich hier aufhält. - Und lies es nun wieder bleiben. Auf Anraten meiner selbst."

Hebel 1797 in einem Brief an einen Freund. Für Hebels Geschmack war der Kantianismus wohl zu akademisch, zu weit entfernt vom wirklichen Leben, vielleicht auch eine Spur zu radikal und zu pathetisch: "Du sollst nicht lügen! Und wenn die Welt darüber in Trümmer zerfallen sollte!" (so hat Iohann Gottlieb Fichte formuliert, der bei Kant in die Schule ging ) – solche Sätze hat man von Hebel nicht gehört.

Schauspielern, phantasieren, Märchen erzählen, über- oder übertreiben um einer heilsamen Lehre willen – bei Hebel ist das erlaubt. Manchmal heiligt der Zweck eben die Mittel. "Flunkern für den guten Zweck!" So eine Parole auszugeben, scheint für einen Theologen eher ungewöhnlich. Und Hebel war Theologe. Am 10. Mai 1760 in Basel geboren, erwacht sein christlicher Glaube schon in früher Kindheit. Durch das Vorbild der Mutter.

"Sie hat mich Beten gelehrt. Sie hat mich gelehrt, an Gott zu glauben. Auf Gott vertrauen. An seine Allgegenwart denken."

F. Littmann: "Die Mutter ist gestorben, da war er 13 1/2 Jahre. Und kam dann auf das Gymnasium hier nach Karlsruhe. Blieb hier vier Jahre, ging dann nach Erlangen, hat dort studiert. Und ist dann zu seiner ersten Hauslehrer-Stelle nach Hertingen im Markgräfler-Land. Und danach als Präzeptorats-Vikar nach Lörrach an das Pädagogium. - Also, er wollte eigentlich Pfarrer werden, und ist aber Lehrer geworden."

1791 wird Hebel vom badischen Landesherrn, Markgraf Karl Friedrich, nach Karlsruhe berufen. An jenes Gymnasium, das er selbst als Schüler besucht hat.

F. Littmann: "Wurde dort Lehrer, sogar Direktor! Und bis zum Schluss seines Lebens eigentlich hat er unterrichtet. 1826 ist er dann gestorben."

Schon zu Lebzeiten wird Gymnasialdirektor Hebel über die badischen Landesgrenzen hinaus in ganz Deutschland bekannt – vor allem durch ein schmales Büchlein:

"Das Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes … "

… erstmals erschienen 1811 bei Cotta in Stuttgart. In diesem Büchlein hat Hebel Geschichten zusammengestellt, die er ursprünglich für einen Kalender schrieb, den …

" … Kurfürstlich-badisch gnädigst privilegierten Landkalender für die badische Markgrafschaft lutherischen Anteils."

Karl Friedrich von Baden, Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches, ließ ihn alljährlich für seine Untertanen drucken und hätte ihn gern in jedem Haushalt gesehen. 1808 wird Hebel gebeten, an diesem Kalender mitzuarbeiten.

"Der damals ein bisschen rumdümpelte. Also, der hatte eine Auflage von 15.000, und man hat dann einfach probiert: Wie kann man die Auflage steigern? Und Hebel hat dann ein paar Gutachten geschrieben, Vorschläge gemacht, was man verbessern kann. Er hat dafür gesorgt, dass das illustriert wird, dass da rote Farbe verwendet wird, dass da Geschichten reinkommen, die die Leute interessieren: also Mordsgeschichten, Sensationen, Lawinen-Unglücke. Also, er hat sich, mit einem Wort, orientiert am Geschmack des Publikums, hat sich gesagt: Ich muss drauf achten, dass der Kalender den Leuten gefällt! Und das war sein Erfolgsrezept eigentlich."

Franz Littmann. Von 15.000 auf 50.000, in einem Jahr, ist die Auflage des Kalenders gewachsen, nachdem Hebel die Redaktion übernommen hatte.

"Der rheinländischen Hausfreund!"

Auf diesen Namen hat Hebel den Kalender umgetauft. Weil er verbindlicher klingt und liebenswürdiger als "badischer Landkalender". Auch war ihm klar: Ein Kalender für’s Volk muss vom Alltag des Volkes erzählen. Hebels Geschichten ergreifen nicht selten auch Partei für die Interessen der kleinen Leute. Ein "gefährlichen Klassiker", hat Heinrich Böll von seinem Dichter-Kollegen Hebel gesagt:

"Johann Peter Hebel. Dieser dieser friedliche, sanfte, liebenswürdige Autor klassischer Kalendergeschichten: Wer wittert da nicht die süßen Verlockungen der Anarchie? Wenn Zundel-Heiner und Zundel-Frieder nachts auf Tour gehen. Oder wenn der Barbierlehrling dem patzig-protzigen Räuber, diesem Herrn, das Messer an die Kehle hält. - Vorsicht bei Erzählern, auch klassischen!"

Nehmen wir Hebels Geschichte vom "Mittagessen im Hof". Da ist die Rede von einem Herrn und seinem Diener. Der Herr egozentrisch, oft schlecht gelaunt, sein Diener selbstbewusst und gewitzt.

Der Herr kommt nach Hause, der Diener setzt ihm das Mittagessen vor. Dem Herrn schmeckt die Suppe nicht, er packt die Schüssel und schleudert sie durch’s offene Fenster in den Hof. – Und der Diener? Greift das Fleisch, das Brot, den Wein, das Tischtuch und wirft alles der Suppenschüssel hinterher.

"'Verwegener! Was soll das sein?', fragte der Herr, und fuhr mit drohendem Zorn von dem Sessel auf. Aber der Bediente erwiderte kalt und ruhig: 'Verzeihen Sie mir, wenn ich ihre Meinung nicht erraten habe. Ich glaubte nicht anders als sie wollten heute in dem Hof speisen. - Die Luft ist so heiter, der Himmel so blau und sehen sie nur wie lieblich der Apfelbaum blüht, und wie fröhlich die Bienen ihren Mittag halten.'"

In Hebels Kalender gibt es nicht nur Geschichten über kluges und dummes Verhalten und über Moral und Amoral. Es gibt auch Tipps, wie man Gartengemüse vor Schädlingen schützt, Weinreben korrekt verschneidet oder woran man eine Giftschlage von weitem erkennt. Manchmal sind die Ratschläge für Haus und Garten auch mit den ethischen Lehren verwoben. – Wie hier zum Beispiel, in Hebels Kalenderblatt über die Spinnen:

"Die Spinne ist ein verachtetes Tier. Viele Menschen fürchten sich davor, und doch ist sie auch ein merkwürdiges Geschöpf und hat in der Welt ihren Nutzen. – Zum Beispiel, die Spinne hat nicht zwei Augen, sondern acht. Mancher wird dabei denken, da sei es keine Kunst, dass sie die Fliegen und Mücken, die an ihren Fäden hängen bleiben, so geschwind erblickt und zu erhaschen weiß. Allein dass macht’s nicht aus. Denn eine Fliege hat nach den Untersuchungen der Naturkundigen viele hundert Augen! Und nimmt doch das Netz nicht in acht, und ihre Feindin, die groß genug darin sitzt. – Was folgt daraus? Es gehören nicht nur Augen, sondern auch Verstand und Geschickt dazu, wenn man glücklich durch die Welt kommen und in keine verborgenen Fallstricke geraten will.

Ein Gefangener machte einst in seinem Kerker eine Spinne so zahm, dass sie seine Stimme kannte und allemal kam, wenn er sie lockte und etwas für sie hatte. Sie verkürzte ihm an einem Ort, wo kein Freund zu ihm kommen konnte, manche traurige Stunde. - Aber als der Kerkermeister es merkte, brachte er sie ums Leben."


Was ist verabscheuungswürdig? Ein solches Tier, das doch noch einem Unglücklichen einiges Vergnügen machen kann? Oder ein solcher Mensch, der dem Unglücklichen auch dieses Vergnügen missgönnt und zerstört?

Ein anderer Gefangener, der sonst nichts zu tun wusste, gab lange Zeit auf die Spinnen acht und merkte, dass sie auch Wetterpropheten seien. Bald ließen sie sich sehen und arbeiteten, bald nicht. Einmal spannen sie träg’, ein andermal hurtig, lange Fäden oder kurze, einmal näher zusammen, ein andermal weit auseinander, so oder so, und endlich konnte er daran erkennen, was für Wetter kommt: Sturm, Regen oder Sonnenschein, anhaltend oder veränderlich, also auch dazu sind sie gut.

Und wenn sich jemand verwundet hat, und findet geschwind ein Spinnengewebe, das er auf die blutende Wunde legen kann, so ist er doch auch froh darüber. Wenn es rein ist, so kann es Blut und Schmerzen stillen. Wenn es aber voller Staub ist, so schmerzt es noch mehr, weil der unreine Staub in die Wunde kommt."

"'Hausfreund' - ein schlichter Name, aber ein tiefes und weitsinniges Wort. Kraft einer wundersamen Hellhörigkeit hat Hebel den Namen 'Hausfreund' gefunden. Und das erregend Mehrdeutige des Namens festgehalten, denn Hebel wählte den Namen für den von ihm herausgegebenen badischen Landkalender. Doch zugleich erkannte Hebel in dem Kalender das Wort für seine eigene dichterische Bestimmung."

Martin Heidegger 1956 in einer Rundfunk-Sendung.

Wer ist ein "Hausfreund"? Erstmal einer, der eine Sprache spricht, die seinen Gastgeber erreicht und berührt. Ihn unterhält, ihm Neuigkeiten übermittelt und ihm mit gutem Rat zur Seite steht, ohne zu schulmeistern. - Hebel hat dieses seltene Talent, dieser Ansicht ist auch Elias Canetti:

"Seine Sprache ist so, als wäre sie um seinetwillen eben entstanden. Ihre Frische sucht in der Literatur ihresgleichen. Er kennt keine müden Worte. Sie erschlaffen so wenig wie sie vor Hochmut bersten, und was man von Sprache überhaupt denken möchte, bei ihm ist es Wahrheit geworden. Jede Geschichte, die man von ihm liest, erfüllt und entlässt einen mit Erwartung."

Littmann: "Ja, die Sprache ist unglaublich raffiniert, muss man sagen. Sie hat den Anschein des Naiven und des Mündlichen, das ist aber konstruiert, das ist hochintelligent gemacht. Es wirkt so, als würden da Leute miteinander reden, als würde der 'Hausfreund' mit dem Leser reden. Der meldet sich ja auch dauernd, und kommentiert, und fragt den Leser: 'Und hast Du jetzt gedacht, und würdest Du jetzt machen? – Nein, nein so geht’s nicht!' - Also, das ist kein Vortragsstil, sondern den Stil, den man im Wirtshaus findet. Oder auf der Straße oder zwischen dem Herrn und dem Diener. - Das macht er ganz raffiniert und kunstvoll. Das ist dann auch das, was Kafka, Canetti und Heidegger und alle Leute gut finden.

Mit dem 'Schatzkästlein' ist Hebel berühmt geworden. Eigentlich sind es die Kalender-Geschichten, die er von 1808 – 1811 hatte, die hat er dem Cotta, dem Verleger gegeben, und dann hat man eben das 'Schatzkästlein' herausgegeben. Und viele denken, das ist der ganze Hebel, wenn sie das 'Schatzkästlein' gelesen haben. Das ist wirklich nur ein kleiner Ausschnitt."

Hebel hat auch zwei Bände Geschichten aus der Bibel publiziert, sie in eigener Sprache nachempfunden. Hier ist der Christ und Theologe ganz in seinem Element, zum Beispiel wenn er von Abraham und seinem Neffen Lot erzählt:

"Abraham war ein Sohn des Taran und hatte zwei Brüder: Nahor und Haran. Haran starb und hinterließ einen Sohn namens Loth.

Abraham und Loth wohnten in einem Lande, das Mesopotamien heißt und waren sehr reiche Leute an Herden, an Silber und Gold. - Aber Abraham hatte in seinem Gemüt einen noch viel größeren, inwendigen Reichtum. Denn er war ein gottesfürchtiger Mann, redlich und großmütig gegen jeden, der mit ihm zu tun hatte. Voll Vertrauen auf Gott und guten Zutrauens zu den Menschen, weil er es selbst redlich meinte mit Gott und mit den Menschen. Wegen dieser schönen Eigenschaften war er Gott angenehm, den Menschen wert und mit sich selbst im Frieden. Dies ist der große Reichtum, der mehr beglückt und weiter reicht als Gold und Silber."

Spätestens hier wird klar: Die "situative Ethik" des Johann Peter Hebel, von der Walter Benjamin spricht baut auf die Moralität des Christentums. – Franz Littmann:

"Ein Theologe, der ein Menschenfreund ist! - Eine menschenfreundliche Theologie, eine menschenfreundliche Aufklärung, die geht nicht aus von irgendwelchen Dogmen und hält daran fest, sondern sie geht von der Situation aus: 'Wie können wir damit umgehen?'"

Manchmal erreicht man den christlichen Zweck womöglich leichter durch liebevoll-ironische Zuwendung als durch eine staubtrockene Predigt.

Das ist die Moral von Hebels Geschichte über ein Ehepaar, das sich dauernd streitet, manchmal sogar handgreiflich wird, bis ihm der Gemeindepfarrer wohl zu helfen weiß. Er gibt der Frau ein Krüglein "geweihtes Wasser" mit nach Hause und empfiehlt, ein Schlückchen davon zu nehmen und "wohl im Munde zu verwahren", sobald sich ein Streit mit ihrem Mann anbahnt.

"Die Frau befolgte den Rat. Das geweihte Wasser bewährte seine Kraft, und die Nachbarsleute sagten oft zusammen: 'Unsere Nachbarn sind ganz anders geworden. Man hört nichts mehr!'"

Hebel ist durchaus ein Moralist, sprich: ein Mann mit moralischen Grundsätzen. Ein menschenfreundlicher Theologe. Ohne moralischen Zeigefinger, dafür mit einem Augenzwinkern.

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