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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 23.06.2010

"Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau"

Jörg Taszman über einen Spielfilm, der mehr sein will als ein Kostümfilm

Der Sohn eines englischen Adelsgeschlechts heiratet in "Easy Virtue" nach dem Ersten Weltkrieg eine amerikanische Rennfahrerin mit einer bewegten Liebesvergangenheit. Die Konflikte in seiner Familie sind vorprogrammiert.

Großbritannien/Kanada 2008, Regie: Stephan Elliott, Hauptdarsteller: Jessica
Biel, Ben Barnes, Colin Firth, Kristin Scott Thomas, ab sechs Jahren


England nach dem Ersten Weltkrieg. John Whittacker (Ben Barnes), der aus dem alten englischen Adel stammt, hat "einfach so" geheiratet. Und zum Entsetzen seiner prüden, altmodischen Mutter Veronica (Kristin Scott Thomas) und der beiden verhuschten Schwestern ist die Neue namens Larita (Jessica Biel) an der Seite des verlorenen Sohnes und Bruders auch noch Amerikanerin und Rennfahrerin.

Die Konflikte sind also vorprogrammiert, vor allem als immer mehr pikante Details aus Laritas früherem Leben mit einem verstorbenen, viel älteren, ersten Ehemann auftauchen. Auch John steht immer mehr unter der Fuchtel seiner Mutter und nur sein Vater Jim (Colin Firth), der seit dem Ersten Weltkrieg eher wie ein Aussteiger lebt, freundet sich mit der amerikanischen Ehefrau seines Sohnes an.

"Easy Virtue" ist kein klassischer Kostümfilm, sondern wird immer wieder aufgelockert durch eigenwillige Interpretationen von Schlagern und Popsongs, die durchaus anachronistisch eingesetzt werden. Auch die Darsteller sieht man gerne. Und doch fehlt diesem etwas zu glatten Film eine gewisse Tiefe. Er ist nett anzuschauen, hübsch ausgeleuchtet, vorhersehbar inszeniert, hinterlässt aber leider kaum Spuren.

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