Seit 23:05 Uhr Fazit
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 23:05 Uhr Fazit
 
 

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 19.12.2011

Drogenfrei auf Knopfdruck?

Wie Neurowissenschaftler unser Gehirn verbessern

Von Susanne Arlt

Das Gehirn beeinflussen - diesem Traum sind einge Wissenschaftler jetzt näher gekommen. (Stock.XCHNG / Miranda Knox)
Das Gehirn beeinflussen - diesem Traum sind einge Wissenschaftler jetzt näher gekommen. (Stock.XCHNG / Miranda Knox)

Die Neurowissenschaften haben in den letzten Jahrzehnten rasante Fortschritte gemacht. Durch die Entwicklungen der Medizintechnik, insbesondere der Miniaturisierung von beispielsweise Elektroden, ist es inzwischen möglich, das Nervensystem des Menschen direkt zu beeinflussen.

Das Verfahren der tiefen Hirnstimulation spielt dabei eine immer größere Rolle: Chirurgen pflanzen dem Patienten Elektroden ins Gehirn, die die Aktivität bestimmter Hirnzellen verbessern und die Motorik des Menschen optimieren. Der Eingriff wird vor allem bei Parkinsonpatienten vorgenommen, zunehmend aber auch bei Menschen mit Depressionen. Inzwischen geht die Medizin noch weiter und versucht auch psychische Leistungen und Fehlleistungen zu beeinflussen. An der Uniklinik in Magdeburg legen Mediziner in einem vielbeachteten Projekt Schwerstalkoholiker durch Hirnstimulation trocken – Drogentherapie auf Knopfdruck. Die neuen Verfahren werfen jedoch die Frage auf, wo die Grenzen dieser Techniken liegen und wie defekt ein freier Geist noch sein darf.

Manuskript zur Sendung als PDF oder im barrierefreien Textformat

Links:
Technology Review - Artikelsammlung zur "Hirnstimulation"
Deutscher Ethikrat - Der steuerbare Mensch?
Deutsches Ärtzeblatt - Tiefe Hirnstimulation: Strenge Vorsichtsmaßnahmen

Bitte schicken Sie Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik und Ihr Lob an unsere e-mail Adresse: zeitfragen@dradio.de

Zeitfragen

Virtuelle FreundschaftÜber die Nähe zum Unbekannten
Ein Notizzettel, auf dem jemand festgehalten hat: 1. Freund, 2. facebook Freund (imago/Peter Widmann)

Ohne sich jemals real getroffen zu haben: In sozialen Medien genügt oft ein Klick, um eine neue Freundschaft zu besiegeln. Bietet die Anonymität des Netzes am Ende eine gute Möglichkeit, sich unvoreingenommen von Äußerlichkeiten nahezukommen?Mehr

Medikamente für seltene KrankheitenTeuer, aber wirksam
Eine Arzthelferin zieht eine Spritze auf. (dpa / picture alliance / Klaus Rose)

Medikamente für Menschen mit extrem seltenen Krankheiten sind oft überdurchschnittlich teuer - weil es für die Pharmafirmen nicht sehr lukrativ ist, ein Medikament für so wenig Patienten zu entwickeln. Da kann eine einzige Spritze schon mal 900.000 Euro kosten.Mehr

Wissenschaft in den MedienNichts als Fakten - oder was?!
Eine Besucherin betrachtet mit einer Lupe Ausstellungsstücke im Herzoglichen Museum in Gotha (dpa / picture alliance / Bodo Schackow)

Nanopartikel, Gentechnik, Big Data, Klimawandel, Energiewende – was die Wissenschaft erforscht, muss die Öffentlichkeit erfahren, damit sie die Folgen erwägen kann. Einer der wichtigsten Vermittler von Forschung ist der Journalismus − ein kritischer Beobachter oder wohlwollender Begleiter?Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur