Montag, 3. August 2015MESZ21:12 Uhr

Zeitfragen

Pflegealltag Zwischen Empathie, Erschöpfung und Ökonomie
Eine junge Frau reicht einem bettlägerigen alten Mann einen Löffel mit Essen. (dpa / Klaus Rose)

Der Personalschlüssel in den meisten Pflegeheimen ist zu knapp für immer älter werdende, gebrechliche und demenzkranke Bewohner. Das wissen eigentlich alle. Dennoch wird in Politik und Pflegeökonomie mit Planzahlen gearbeitet, die diesen Zustand festschreiben.Mehr

Kita-Alltag in MecklenburgDie Lärm-Ampel steht auf Rot
Ausschnitt einer Lärmampel, die in Kindergärten und Schulen den Geräuschpegel sichtbar macht.Rotes Licht an der Ampel bedeutet: Es ist lauter als 85 Dezibel, also lauter als im Straßenverkehr. Aufgenommen am 06.03.2009 im Kindergarten in Kirchheim bei Erfurt. (picture-alliance / dpa / Martin Schutt)

Die Befragung von Erziehern und Sozialarbeitern zum Schlichtungsergebnis endet. Sind sie zufrieden mit 2,4 bis 4 Prozent Gehaltserhöhung? Gefordert war eine Höhergruppierung, die aber die Kita-Arbeit nicht hergebe, meinen Kommunen. Wir machen den Praxistest vor Ort.Mehr

HaftpflichtversicherungGeburten sind für Hebammen zu teuer
Eine Hebamme im Geburtshaus in Oldenburg  (picture alliance / dpa / Foto: Thorsten Helmerichs)

Freiberufliche Hebammen können sich eine Geburt oft nicht mehr leisten. Für Geburtshilfe müssen sie inzwischen 500 Euro pro Monat an die Berufshaftpflichtversicherung zahlen. Die springt im Schadensfall ein. Bleibt die Regierung untätig, haben Eltern ein Problem.Mehr

weitere Beiträge

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 19.12.2011

Drogenfrei auf Knopfdruck?

Wie Neurowissenschaftler unser Gehirn verbessern

Von Susanne Arlt

Das Gehirn beeinflussen - diesem Traum sind einge Wissenschaftler jetzt näher gekommen. (Stock.XCHNG / Miranda Knox)
Das Gehirn beeinflussen - diesem Traum sind einge Wissenschaftler jetzt näher gekommen. (Stock.XCHNG / Miranda Knox)

Die Neurowissenschaften haben in den letzten Jahrzehnten rasante Fortschritte gemacht. Durch die Entwicklungen der Medizintechnik, insbesondere der Miniaturisierung von beispielsweise Elektroden, ist es inzwischen möglich, das Nervensystem des Menschen direkt zu beeinflussen.

Das Verfahren der tiefen Hirnstimulation spielt dabei eine immer größere Rolle: Chirurgen pflanzen dem Patienten Elektroden ins Gehirn, die die Aktivität bestimmter Hirnzellen verbessern und die Motorik des Menschen optimieren. Der Eingriff wird vor allem bei Parkinsonpatienten vorgenommen, zunehmend aber auch bei Menschen mit Depressionen. Inzwischen geht die Medizin noch weiter und versucht auch psychische Leistungen und Fehlleistungen zu beeinflussen. An der Uniklinik in Magdeburg legen Mediziner in einem vielbeachteten Projekt Schwerstalkoholiker durch Hirnstimulation trocken – Drogentherapie auf Knopfdruck. Die neuen Verfahren werfen jedoch die Frage auf, wo die Grenzen dieser Techniken liegen und wie defekt ein freier Geist noch sein darf.

Manuskript zur Sendung als PDF oder im barrierefreien Textformat

Links:
Technology Review - Artikelsammlung zur "Hirnstimulation"
Deutscher Ethikrat - Der steuerbare Mensch?
Deutsches Ärtzeblatt - Tiefe Hirnstimulation: Strenge Vorsichtsmaßnahmen

Bitte schicken Sie Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik und Ihr Lob an unsere e-mail Adresse: zeitfragen@dradio.de