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Kompressor | Beitrag vom 02.02.2016

Dieter Kosslick"Das Recht auf Glück" als Berlinale-Motto

Dieter Kosslick im Gespräch mit Stephan Karkowsky

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Berlinale-Direktor Dieter Kosslick weist den Weg zu den Filmfestspielen 2016. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
Berlinale-Direktor Dieter Kosslick weist den Weg zu den Filmfestspielen 2016. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Am 11. Februar werden die Berliner Filmfestspiele eröffnet, und weil Berlinale-Direktor Dieter Kosslick heute das Programm vorgestellt hat, ist die Kompressor-Frage des Tages ganz klar: Was läuft auf der Berlinale 2016?

Erst kürzlich hatte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick im Programm von Deutschlandradio Kultur auf die gesellschaftliche Verantwortung des Kinos hingewiesen - und nach wie vor gilt die Berlinale stärker als andere Filmfestivals als aktueller Seismograph gesellschaftspolitischer Stimmungen. So wollten wir von Kosslick in unserer "Frage des Tages" natürlich wissen, wo der thematische Schwerpunkt in den einzelnen Festival-Sektionen in diesem Jahr liegen wird, und ob auch die Auseinandersetzung mit der Migrationskrise eine Rolle im Programm spielen wird.

Eine Flüchtlings-Berlinale werde es nicht, sagt Kosslick im Deutschlandradio Kultur. Vielmehr sei die Überschrift "die Suche nach dem Glück oder das Recht auf Glück." Denn all die Geschichte, die von den Regisseuren erzählt würden, liefen am Ende immer darauf hinaus, dass die Leute in Frieden leben und glücklich sein wollten - "ob das nun Flüchtlinge sind aus der ganzen Welt, Afghanistan oder Syrien oder Afrika - oder ob es die Kleinfamilie in Deutschland ist".

Gleichzeitig gebe es auch Filme, bei denen man die Problem der Welt für eine Moment vergessen könne, so Kosslick - etwa zwei französische Komödien, die im Wettbewerb liefen, eine davon mit Gérard Depardieu: "Ein Mordsspaß im wahrsten Sinne des Wortes."

Deutschland wird im Wettbewerb mit dem Film "24 Wochen" von Anne Zohra Berrached vertreten sein. Darin gehe um eine Kleinfamilie, die ihr zweites Kind erwarte, mit Julia Jentsch in der Hauptrolle. Kosslick: "Da gibt es Probleme und man sieht diesen Diskussionsprozess und diesen Prozess in der Familie - eindringlich, außerordentlich. Den haben wir genommen, weil wir denken, das zeigt ein wirklich neues Talent am Himmel."

Mit dem dem Eröffnungsfilm "Hail, Ceasar!" der Coen-Brüder erwarte die Berlinale-Zuschauer laut Kosslick "etwas Neues, obwohl es auch wieder etwas Altes ist - nämlich die Reflexion über das Filmgeschäft selbst". "Hail, Ceasar!" sei übrigens durchaus kontroverser "als man sich auf Youtube jetzt schon ablachen kann über diesen Film". Für den Auftakt der Berlinale sei er jedoch ideal: "Man kann lachen, George Clooney ist dabei, Josh Brolin, es wird Tilda Swinton anwesend sein - wir werden also auch viele Stars auf dem Teppich haben."

Mehr zum Thema:

Berlinale - "Das Kino hat eine Verantwortung in der Gesellschaft"
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(Deutschlandradio Kultur, Interview, 18.01.2016)

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