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Hörspiel

Sammlung PrinzhornDer geteilte Blick
Der Heidelberger Kunsthistoriker und Arzt Hans PRINZHORN hat Zeit seines Lebens Kunstwerke von psychisch Kranken gesammelt (imago)

Zusammen mit dem Basler Hörspielregisseur Claude Pierre Salmony erarbeitete Herbert Fritsch mit Texten aus der Sammlung eine mehrteilige Serie, die in diesem Remix zu einem "akustischen Panoptikum" verdichtet wurde.Mehr

Reihe SpielregelnBrut
Der Schriftsteller Matthias Zschokke (dpa / picture alliance / Erwin Elsner)

"Ich hätte etwas Filigranes bezüglich Seeräuberei zu berichten, etwas Kostbares unter dem Namen Brut, von sehn-süchtigen Menschen", schrieb Matthias Zschokke über sein Stück "Brut". Es ist ein Projekt mit Studenten der Abschlussklasse "Schauspiel" der Hochschule der Künste Berlin.Mehr

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Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 20.06.2012

Die Wiese

Von Karl-Heinz Bölling

Jens Wawrczeck, Hans Gerd Krogmann (v.l.) (Deutschlandradio - Jonas Maron)
Jens Wawrczeck, Hans Gerd Krogmann (v.l.) (Deutschlandradio - Jonas Maron)

Die Wiese ist Antons Refugium. Jeden Sonntag ein Ausflug mit Picknick und Partituren. "Ich lasse meine musikalischen Gedanken niemals zu Hause, das ist doch klar, Elvira, ein Künstler hat nie frei!" Elvira kennt das ein langes Eheleben lang. Diesmal nehmen sie einen Anhalter mit, der zu einem Stephen-King-Symposium nach Marburg will.

André könnte ihr Sohn sein. "Als mein Mann jung war, wollte er wie Karajan werden", erzählt Elvira. Aber dann wurde Anton doch bloß Dirigent in einem Kurorchester.

Der Mensch träumt und scheitert zeitlebens. Für Anton wäre die grüne Wiese ein tröstliches Finale. "Erstmal ist man ja tot, das ist schon mal gut, man kann nicht mehr sterben, möchte es auch gar nicht mehr."


Regie: Hans Gerd Krogmann
Mit: Astrid Meyerfeldt, Martin Seifert, Eva Garg, Jens Wawrczeck u.a.
Ton: Bernd Friebel
Produktion: DKultur 2009
Länge: 51"55


Karl-Heinz Bölling, 1947 in Dortmund-Aplerbeck geboren, zählt zu den produktivsten deutschen Hörspielautoren. Zuletzt: 'Irgendein Briefträger' (DKultur 2011).