Sonntag, 19. April 2015MESZ21:10 Uhr

Hörspiel

Kein VergessenWas sie trugen
Da Nang, Süd-Vietnam  (imago)

Sie waren jung, sie hatten das Leben vor sich, und es war Krieg in Vietnam. Sie hatten die Pflicht zum "rechtmäßigen Töten" und sollten zugleich hohe ethische Werte verteidigen. Das Hörspiel "Was sie trugen" von Tim O'Brien trägt den Originaltitel "The Things They Carried".Mehr

Verschüttete VergangenheitProgress
Großmutter des Künstlers und eine Freundin bei geheimer Performance am Elbestrand bei Frohse, 1920er Jahre (privat: Marc Behrens)

Mit "Progress" legt der Musiker Marc Behrens behutsam Fragmente seiner Familiengeschichte in Deutschland und Polen frei. "Wer sich der eigenen verschütteten Vergangenheit zu nähern trachtet, muss sich verhalten wie ein Mann, der gräbt." (Walter Benjamin)Mehr

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Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 20.06.2012

Die Wiese

Von Karl-Heinz Bölling

Jens Wawrczeck, Hans Gerd Krogmann (v.l.) (Deutschlandradio - Jonas Maron)
Jens Wawrczeck, Hans Gerd Krogmann (v.l.) (Deutschlandradio - Jonas Maron)

Die Wiese ist Antons Refugium. Jeden Sonntag ein Ausflug mit Picknick und Partituren. "Ich lasse meine musikalischen Gedanken niemals zu Hause, das ist doch klar, Elvira, ein Künstler hat nie frei!" Elvira kennt das ein langes Eheleben lang. Diesmal nehmen sie einen Anhalter mit, der zu einem Stephen-King-Symposium nach Marburg will.

André könnte ihr Sohn sein. "Als mein Mann jung war, wollte er wie Karajan werden", erzählt Elvira. Aber dann wurde Anton doch bloß Dirigent in einem Kurorchester.

Der Mensch träumt und scheitert zeitlebens. Für Anton wäre die grüne Wiese ein tröstliches Finale. "Erstmal ist man ja tot, das ist schon mal gut, man kann nicht mehr sterben, möchte es auch gar nicht mehr."


Regie: Hans Gerd Krogmann
Mit: Astrid Meyerfeldt, Martin Seifert, Eva Garg, Jens Wawrczeck u.a.
Ton: Bernd Friebel
Produktion: DKultur 2009
Länge: 51"55


Karl-Heinz Bölling, 1947 in Dortmund-Aplerbeck geboren, zählt zu den produktivsten deutschen Hörspielautoren. Zuletzt: 'Irgendein Briefträger' (DKultur 2011).