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Interview / Archiv | Beitrag vom 02.02.2016

Die WHO und das Zika-VirusVirus bekämpfen, Image polieren

Andreas Wulf im Gespräch mit Marianne Allweiss und André Hatting

Einsatzkräfte in gelben Schutzanzügen mit Geräten für die Desinfektion. (picture-alliance / dpa / Marecelo Sayao)
In Brasilien rücken Einsatzkräfte mit Desinfektionsmitteln aus, um eine Verbreitung des Virus zu bekämpfen. (picture-alliance / dpa / Marecelo Sayao)

Wegen der Ausbreitung des Zika-Virus in Südamerika hat die WHO den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. So lasse sich der Erreger besser erforschen, sagt Andreas Wulf von der Hilfsorganisation medico international. Es gehe jedoch auch um Imagepflege.

Mehrere tausend Babies in Lateinamerika wurden bereits mit Fehlbildungen geboren. Dafür verantwortlich sein soll das Zika-Virus, das sich inzwischen rasend schnell ausbreitet. Obwohl der Zusammenhang noch nicht bewiesen ist, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Wohl auch eine Folge der Kritik an ihrem Verhalten während der Ebola-Epidemie, meint Andreas Wulf, medizinischer Fachkoordinator bei der Hilfsorganisation medico international.

"Sicherlich hat diese schnelle Reaktion - jetzt relativ schnelle Reaktion - auch damit zu tun, dass die WHO zeigen will, wir haben aus der Ebola-Krise gelernt, wir haben die Kritik ernst genommen", so Wulf im Deutschlandradio Kultur. Anders als damals wolle sich die Weltgesundheitsorganisation als koordinierende Struktur nach vorne setzen. Bei Ebola habe sie dies zu spät gemacht. "Das ist jetzt sicherlich auch ein Teil dieser Dynamik."

Was die WHO nun veranlassen werde, sei, "dass sie die verfügbaren internationalen Kapazitäten, die es gibt in der Viruserforschung, auch in der Entwicklung von möglichen Impfstoffen dazu und auch der Frage, wie bekämpft man diese Mücken - dass das einfach gezielt auch noch einmal gebündelt wird vor Ort in den jeweils einzelnen Ländern."

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