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Thema / Archiv | Beitrag vom 29.08.2013

Die Schlacht am Harzhorn

Braunschweiger Archäologe über spektakuläre Ausgrabungen an der A7

Reste von römischen Kettenhemden sind in der Ausstellung zu sehen.  (dpa/picture alliance/Sven Pförtner)
Reste von römischen Kettenhemden sind in der Ausstellung zu sehen. (dpa/picture alliance/Sven Pförtner)

Ein antikes Schlachtfeld mitten in Deutschland? Spektakuläre Funde eines Kampfes zwischen Römern und Germanen sind in einer Ausstellung im Landesmuseum Braunschweig zu sehen. Man habe selbst die Richtung der antiken Projektile erforschen können, sagt Archäologe Michael Geschwinde.

Es sei zum ersten Mal in der Archäologie gelungen, ein solches antikes Schlachtfeld so zu erforschen, dass selbst die Richtung, aus der die Projektile abgeschossen wurden, dokumentiert werden konnten, sagte der Bezirksarchäologe am Niedersächsischen Landesamt für Bodendenkmalpflege in Braunschweig. Bisher seien immer nur die Auftreffpunkte der Geschosse der römischen Bogenschützen und anderer Kämpfer erfasst worden.

"Damit schaffen sie etwas, was in der Archäologie ganz, ganz ungewöhnlich ist. Sie kommen zur Beschreibung eines Zustandes weg zu der Beschreibung eines Ereignisses", sagte Geschwinde über die Funde aus dem 3. Jahrhundert, die ab Sonntag in einer Ausstellung in Braunschweig zu sehen sind.

Der Wissenschaftler hob hervor, wie schwierig die Spurensuche gewesen sei: "Erst, als wir gesehen haben, dass die geborgenen Waffen wirklich Spuren von Beschädigung getragen haben, die durch den Einsatz hervorgerufen worden sind, haben wir uns dann langsam auf den Gedanken eingelassen, dass wir wirklich hier ein antikes Schlachtfeld vor uns haben, dass im Grunde in Teilen so aussieht, wie es am Abend der Schlacht von den Kämpfern verlassen worden ist."

Das Gespräch können Sie noch bis Januar 2014 in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

Mehr zum Thema:

Ausstellung im Landesmuseum Braunschweig: Roms vergessener Feldzug - Die Schlacht am Harzhorn

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