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Veranstaltungen

22.04.201719:00 UhrBerlin

Die Rede an die Tiere

Der Schriftsteller Valére Novarina (Deutschlandradio / Sandro Most  )
Der Schriftsteller Valére Novarina (Deutschlandradio / Sandro Most )

Begegnungen mit Valère Novarina

Buchpremiere
Szenische Lesung
Hörspiellounge
Gespräch zum Thema ›Entgleisende Sprachen‹

SAMSTAG, 22. April 2017, 19:00 Uhr:

- BUCHVORSTELLUNG ›Die Rede an die Tiere‹ von Valère Novarina, aus dem Französischen von Leopold von Verschuer, erstmals auf Deutsch im Verlag MATTHES & SEITZ.

Es lesen der Schauspieler JENS HARZER und der AUTOR (auf Deutsch und Französisch),
Begrüßung durch ANDREAS RÖTZER, Verlag Matthes & Seitz
ORT: Saal Alte Probebühne, 19:00 Uhr (60 Minuten)

Anschließend:
- HÖRTHEATER in der BE-Hörspiellounge:

Deutschlandradio Kultur-Hörspiel ›Die Rede an die Tiere‹, Teil 1: ›Das Tier der Zeit‹, mit JENS HARZER und der Stimme des Autors, Regie LEOPOLD VON VERSCHUER.
ORT: Gartenhaus, 20:30 Uhr (80 Minuten)

DIE ›REDE AN DIE TIERE‹ als zweiteiliges Hörspiel, in der berührenden Interpretation von Jens Harzer unter der Regie von Leopold von Verschuer sendet Deutschlandradio Kultur am 9. April 2017, 18:30 Uhr (Teil 1) und am
14. April 2017, 18:30 Uhr (Teil 2/Ursendung).

 Hörspiel: "Das Tier der Zeit", Produktion Deutschlandradio Kultur 2016Abgebildet: Leopold von Verschuer, Valére Novarina (v.lks.) (Deutschlandradio / Sandro Most)Abgebildet: Leopold von Verschuer, Valére Novarina (v.lks.) (Deutschlandradio / Sandro Most)

›DIE REDE AN DIE TIERE‹ in Worten des Autors: »Ein Mann spricht zu Tieren, das heißt zu Wesen ohne Antwort. Er spricht zu dreihundert stummen Augen. Er hält die Rede an die Tiere, die ein Navigieren durch sein Inneres ist, das heißt zuallererst durch seine Sprache. Ein Mensch spricht von Dingen, über die man nicht redet: was wir zum Beispiel erleben, wenn wir an Grenzen geraten, zerrissen, wortlos und kurz vor einer Lösung.« Andere nannten das »innere Krise«. Valère Novarina hält dies für einen höchst notwendigen Zustand, den man nicht heilen sollte: der Mensch hat sich selbst noch viel zu sagen …

Die Texte Valère Novarinas sprengen Gattungsgrenzen. Sie sind ein inzwischen vierzig Jahre währender performativer Selbstversuch in einem exzessiven Schreibakt, der den Ansatz des automatischen Schreibens der Surrealisten bis zu einer letzten, von ihnen selbst gar nicht erdachten Konsequenz führt. Aus dem anarchischen Boden der Sprache erklingt diese REDE AN DIE TIERE als vielstimmiger labyrinthischer Selbstdialog. Er mobilisiert die Vitalität von Sprache jenseits bloßer Repräsentation und fordert zu einem geradezu körperlichen Hören heraus. Sprechen ist für Novarina Verkörperung und Umkehrung von Wirklichkeit in einem, in einer Sprache voller Wortneuschöpfungen, wankender Grammatik, Wechsel der Sprachebenen, umgangssprachlichen oder berufsspezifischen Wendungen, Aufzählungen von Eigennamen, Wechselwirkungen zwischen Wortklang und Inhalt. Man könnte auch sagen: Sprache als Tanz.

Eine Veranstaltung im Berliner Ensemble in Kooperation mit dem Verlag Matthes & Seitz Berlin, Deutschlandradio Kultur und dem Bureau du Théâtre et de la Danse / Institut Français Deutschland (BTD)

Informationen zum Kartenvorverkauf finden Sie hier.

www.berliner-ensemble.de

Breitband

(Bild: Deutschlandradio)
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